Leider war es heuer wieder nix mit weißen Weihnachten, zumindest in Kreßberg. Gestern habe ich vereinzelt noch ein paar Häufchen Schnee gesehen, dort, wo man das “Schneechaos” von vor zwei Wochen (am Freitag, den 13.) zusammen geschoben hatte. Heute waren aber auch die letzten Reste geschmolzen. Immerhin soll es bei uns temperaturmäßig nun relativ konstant bleiben - in Werchoyansk wird’s (wenn die Prognosen wahr sind) übernächste Woche kurz mal 20 Grad wärmer werden.
Als ich vorhin mit den Wautzis eine Runde gelatscht bin und ich mir den gegen den Wind strullenden Hund so angeschaut habe, stiegen in mir leichte Zweifel an der dieser Spezies mitunter nachgesagten Intelligenz auf. Seltsame Dinge, die einem da immer durch den Kopf gehen …
Die Rekonvaleszenz des großen Kindes schreitet derweil voran - nachdem unser Orthopäde im Frühjahr meinte, wir sollten nochmal zum Experten (vulgo: nach Stuttgart ins Olgäle), war nun eine Triple-Osteotomie fällig, die wir alle Gottseidank bislang sehr gut überstanden haben. Das jetzt fällige angeordnete Herumliegen kommt dem Pubertier natürlich nicht wirklich ungelegen.
Zum Essen hatten wir gestern Abend lecker Leberkäse vom Metzger um die Ecke mit Omas Kartoffelsalat und Feldsalat. Zum Dessert haben wir Schoko-Muffins mit flüssigem Kern gebacken (dieses Rezept in Muffinförmchen), die jeweils noch eine Vanilleeiskugel drauf bekamen. Quasi frei von Kalorienfrei
;-)
Der Weihnachtsmann war auch dieses Jahr wieder sehr fleißig und hat lauter schöne Sachen gebracht. Die besten Geschenke sind freilich diejenigen, die die Kinder nicht alleine zusammen gebaut bekommen …
;-)
Ich wünsche euch allen eine schöne Weihnachtszeit!
Ich habe mich gestern Abend mit meiner guten alten EOS 1000D raus in die Kälte gestellt, auf Bulb geschaltet und ein paar mal um mich geknippst. Hier die Ergebnisse (Klick macht doppelt groß):
Eine Pappel:
Dann hätte ich den Gürtel des Orion (die drei helleren Sterne in der Bildmitte) mit seinem Nebel unten rechts davon sowie ganz rechts im Bild einen Flieger:
Und dann habe ich mal auf die A7 draufgehalten, die hier nicht weit weg ist:
Der helle Schein oberhalb kommt höchstwahrscheinlich von Schopfloch.
Und dann bin ich wohl versehentlich an den Fokusring gekommen - alle weiteren Bilder waren dermaßen unscharf, dass sie nur in Größe 1:50 gut aussehen …
Vorgestern Abend war ja partielle Mondfinsternis, und hier im Gäu war auch noch der Himmel ziemlich frei. Also habe ich das 200er Objektiv auf die Kamera gespaxt und mich am Balkontürrahmen angelehnt:
Ach, stimmt ja, da war was … Mond im Automatikprogramm wird ja nix, wie der geneigte Leser hier im Blog schon desöfteren lesen konnte, zum Beispiel hier und hier und hier …
Also auf Manuell umgestellt und an den Einstellungen geschraubt, bis das Ergebnis etwas besser aussah:
Und wenn ich einen der letzten Versuche nehme und in der Bildbearbeitung etwas an den Reglern drehe, dann kann man sogar den Krater Tycho erahnen:
Was halt mit meiner Ausrüstung beim besten Willen nicht geht, ist, auf ein Foto den Wolkenschleier UND die Krater abzulichten, so wie das für unsere Augen aussah.
In den letzten Monaten sind überall in Kreßberg Pfosten aus dem Boden geschossen; solche, wie man sie auch zur Anbringung von Verkehrsschildern braucht. Meine persönliche Theorie war ja, dass nun noch mehr Wege für den Normalverkehr gesperrt werden sollen, als es sowieso schon sind (mal ganz abgesehen davon, dass sich keine Sau darum schert, weil das ja eh nicht kontrolliert wird).
Es kam aber anders:
Ja.
Tatsächlich.
An jeder versch1ssenen Kreuzung, wo auch ein offizieller Radweg lang geht (siehe dazu auch radnetz-bw.de), wird dem Radler gezeigt, dass er hier gerade aus weiter muss. Als könnte man von Radfahrern nicht das selbe Abstraktionsvermögen verlangen, wie es bei Führern von motorgetriebenen Fahrzeugen vorausgesetzt wird, nämlich, dass es genau so lange gerade aus weiter geht, bis es ein Abbiegeschild gibt.
In Kreßberg gibt es einige Ecken, wo diese Schilder tatsächlich sogar Verwirrung stiften. Zum Beispiel, wenn an einer T-Kreuzung die Richtungspfeile nach links und zurück weisen. Das sieht sehr verdächtig danach aus, als könnte man nach links und nach rechts fahren (für Insider: Sieht man so an der Kreuzung Judenweg/L1010).
Den Hit habe ich aber in Asbach gefunden. Fährt man nämlich durch Asbach Richtung Norden (linkerhand der Asbacher Weiher, rechts die ehemalige Sägemühle und das Fischereivereinsheim), dann fährt man auf dieses Schild hier zu:
Und das, meine Damen und Herren, finde ich, ist eine echte Gemeinheit. Nicht nur, dass man den Radfahrern nicht zutraut, gerade aus fahren zu können, nein, hier schickt man die Radler auch noch bösartig in die falsche Richtung!
Die Richtungshinweise sind vertauscht!
Nach Wüstenau geht es links, nach Marktlustenau rechts!
Aber was weiß ich schon … Vielleicht findet sich ja jemand, der daraus einen Maienstreich macht und die Schilder rumdreht …
:-)
P.S:: Ja, ich weiß, ich hab schon lang nichts mehr geschrieben. Aber die russischen Kommentar-Spammer haben mir das Bloggen ziemlich verleidet, außerdem wollte ich eigentlich endlich mal auf https und eine neue Blogsoftware umsteigen. Kommt, dauert aber noch.
Beschwert sich neulich jemand in dieser Offline-Welt bei mir, dass in meinem Blog auch nicht mehr viel los sei.
Stellt sich raus: das stimmt!
Dabei mangelt es mir ja gar nicht an Themen, sondern lediglich an Zeit dafür, diese Blogtauglich aufzuarbeiten …
;-)
Also ein kurzer Abriss zur Lage der Nation - äh - in Kreßberg:
Gestern früh hat überraschend nocheinmal der Winter Einzug gehalten. Zuerst ist es dunkel geworden, dann hat es geblitzt und gedonnert, dann kam kurz mal eben Hagel und danach heftiger Schneefall. Innerhalb von 5 Minuten war alles weiß. In Crailsheim hat das dann direkt wieder zur verkehrstechnischen Infrastrukturapokalypse geführt.
Derzeit gibt es in Kreßberg vielerlei Baustellen. Zum Beispiel Bergbronn Richtung Waldtann. Marktlustenau Ortskern. Riegelbach. Die Bauigel machen den Boden kurz auf und danach wieder zu. Das, werte Damen und Herren, was da vergraben wird, ist das so genannte schnelle Internet, welches anderorts angeblich bereits existiert.
Sturm “Eberhard” hat bei uns in Kreßberg am Sonntag zu ein paar umgefallenen Bäumen geführt, aber nichts weiter tragisches. Wobei die Böen durchaus heftig waren.
Auf meinem guten alten treuen OnePlus One (Anm. d. Red.: das ist ein über 5 Jahre altes Mobiltelefon) läuft seit einer Woche auch das neueste Android, Codename “Pie”, getarnt als LineageOS.
Sonnenaufgänge in Kreßberg sehen besser aus als die in Goldbach (hierzu ist eine ausführliche Erklärung in der Mache).
Für nur 102€ im Jahr (204€ beim Zweithund) bekommt man in Kreßberg das hier
plus ein nahezu wertfreies Aluplättchen mit einer Nummer drin sowie ein Pamphlet, wie sich das ach so schlechte Image der Hundebesitzer verbessern ließe.
Saubere Sache!
Wer sich nun fragt: das auf dem Foto ist eine Hundekakabeuteltasche, daneben fünf Nachfüllpackungen. Mal sehen, ob es nächstes Jahr wieder so ein “Megapack” gibt oder ob diese Ausrüstung ein Hundeleben lang reichen muss.
Vielleicht sollten wir doch noch nach Dinkelsbühl auswandern; dort kostet ein Wau 50€ im Jahr, in den Dörfern drumrum grademal 25€. Weidelbach wäre so ein Ort; das ist hier Luftlinie nichtmal 2km entfernt. Siehe dazu auch dieser Archivbeitrag von 2015.
Diese Aktion hätte ich mir eigentlich auch sparen können - genau in dem Moment, als die Mondfinsternis von heute früh vollständig war, ist irgendsowas verschissenes (Wolken oder Nebel) aufgezogen und hat den Blick auf den Mond von Kreßberg aus komplett versperrt.
Außerdem habe ich es nicht wirklich geschafft, die Kamera ruhig zu halten; das hier ist eins der besten Fotos.