Sonntag, 27. November 2016
Während es bei Spätleses nach einem richtig schönen Herbst aussieht, herrscht hier in Kreßberg tristes Novembereinerlei.
Morgens geht die Sonne auf, und Abends geht sie wieder unter.
So war das zum Beispiel am 21. November:
Und so:
Und am Tag drauf gleich wieder dasselbe:
Diese Monotonie zerrt ganz schön an den Nerven, kann ich euch sagen!
;-)
Montag, 14. November 2016
… was die Frau Spätlese kann, kann ich auch …
… und noch viel kitschiger …
Aber ar$chkalt isses …
Sonntag, 30. Oktober 2016
Heute ist einer dieser Tage, an denen der Wald vor Kontrasten nur so strotzt:
Weitere Kontraste: trockene Wege / Schlammspuren, freie Bahn / Brombeerranken, Ruhe / schimpfende Vögel, Laubmoos / Moosfarn und vieles mehr.
Sonntag, 16. Oktober 2016
Die Ahörner haben schon mächtig an Farbfahrt aufgenommen, wohingegen viele andere Bäume (Zwetschge, Kirsche & Co.) noch munter vor sich hin grünen.
Des Kreßbergers Auge erfreut sich derweil an der Kombination mit Sonne und etwas Morgennebel.
Samstag, 15. Oktober 2016
Wie bereits letztes Jahr gibt es auch heuer wieder ein (das!) Griedfest im Feuerwehrhaus Süd der FFW Kreßberg.
Die geneigten Besucher erwartet Speis und Trank und Musik und Gespräch. Fest halt.
Wer heute Abend noch nichts vor hat, kann gern vorbei kommen!
Sonntag, 11. September 2016
Heute früh so:
Wir sehen in der Bildmitte links den Gürtel des Orion.
Rechts darunter den M42-Nebel sowie im unteren Drittel rechts Rigel.
EOS1000D mit 50mm f/1.4 bei Offenblende und ISO1600 sowie 5 Sekunden Belichtungszeit.
Anm. d. Fotografen: Modernere Objektive (mit USM und so Gedöns) Nachts ordentlich zu fokussieren, ist nahezu unmöglich. Daher der Titel dieses Posts.
Montag, 15. August 2016
Heute ist mein Vater 70 Jahre alt geworden.
Und er ist heute auch gestorben.
Das Foto zeigt seine letzte Zimmernummer auf der Intensivstation. Das Zimmer mit der dezenten Beleuchtung und den Kerzen und dem Kreuz.
Es ist an der Zeit, sich zu erinnern an all die Momente, die wir gemeinsam durchlebt haben. Die Güte, die ich immer von ihm erfahren durfte. Er hat mich niemals mit bösen Worten bedacht. Er hat mir meine Probleme nicht abgenommen sondern mir gezeigt, wie ich sie selber lösen kann. Sei es den Fahrradschlauch flicken oder das Mofa Tunen oder das Auto reparieren. Er war immer “einfach da”.
Ich bin sehr sehr traurig, dass er jetzt nicht mehr für uns da ist. Aber irgendwie freue ich mich auch, dass er jetzt nicht mehr leiden muss.
“Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen” - so wollen wir es in die Traueranzeige schreiben.
Freitag, 12. August 2016
Das diesjährige Maximum der Perseiden-Aktivität war in Kreßberg genauso gut beobachtbar wie schon 2011. Leider konnte ich dieses Jahr keine Fotos machen.
Sonntag, 3. Juli 2016
Steh ich letzte Woche morgens auf und schau aus dem Fenster, und was seh ich? Mist. Zu Deutsch Nebel.
Normalerweise sieht man statt des Nebels ein paar Felder auf denen sich aktuell die Gerste entwickelt.
Ein malerischer Morgen in Waldtann!
Samstag, 25. Juni 2016
Früher gab es in Kreßberg in jeder nennenswerten Ortschaft auch ein Wirtshaus. Hier wurden Familienfeste im Saal gefeiert, es trafen sich die Dorfältesten zum Feierabendbier, es wurden Nachrichten getauscht und Meinungen (mis-)gebildet. Gab es mehrere Wirtshäuser in einer Ortschaft, dann haben die ihre Öffnungszeiten untereinander arrangiert. Beispielsweise hat man die Ruhetage auf unterschiedliche Wochentage gelegt, so dass immer eine Zapfstelle offen war.
Seit nach dem Krieg war das wohl so, aber inzwischen machen immer mehr Wirtshäuser zu. In Waldtann gibt es gar keines mehr (ich kann mich noch an 3 erinnern), auch Bergbronn ist Wirtschaftslos, in Mariäkappel gibt es nur noch ein Wirtshaus. Irgendwie funktioniert es heute nur noch selten, auf dem Lande eine wirtschaftlich gesunde Wirtschaft zu betreiben.
Ein Grund dafür mag die Mobilität der Klientel sein. Früher ist man auch dann noch ins selbe Wirtshaus gegangen, wenn man mal Streit mit jemandem hatte. Dann hat man das geregelt und gut war. Weil man gar nicht auf die Idee gekommen wäre, sich ins Auto oder auf den Traktor zu setzen, um ins Nachbarkaff zum Konkurrenzwirtshaus zu fahren. Das Leben fand im Dorf statt. Heute ist die Mobilität kein Problem mehr. Und wenn ein Stammgast zusammen mit seinem ganzen Stammtisch die Stammkneipe wechselt, kann das für einen am Wirtschaftlichkeitsminimum laufenden Gastronomiebetrieb schon bedrohlich werden. Das hat wahrscheinlich in Waldtann dazu geführt, dass auch die letzte verbleibende Wirtschaft geschlossen hat.
Auf jeden Fall probieren wir, die verbliebenen (guten) Wirtschaften in Kreßberg zu unterstützen, indem wir diese reihum frequentieren. Und bei unseren Favoriten lohnt sich das durchaus. Hier zum Beispiel der Zwiebelrostbraten im Gasthof Neuhaus.
Geil, ne?
Man könnte also fast meinen Schlachtspruch aus dem Praxissemester “Think global, drink local” auf “Think global, consume local” erweitern.
(Ja, ich geb’s zu, ich hab den ganzen Text nur deshalb verfasst, damit ich irgendwie das Zwiebelrostbratenbild unterbringen kann)