Notiz an mich selbst: frischgebackenen Mamas tut man niemals nienicht keine rohen Zwiebeln servieren. Auch nicht in einer großen Schüssel mit herrlichem gemischten Salat und auch nicht, wenn’s noch so lecker schmeckt. Das gibt nämlich schlaflose Nächte für die ganze Familie.
Gekochte / gebratene Zwiebeln hingegen funktionieren; schließlich essen die Costa-Ricanischen stillenden Mütter auch ihr Casado.
Samstag, 12. März 2016
Rohe Zwiebeln nicht
Freitag, 11. März 2016
Glückwünsche nach Teneriffa
Mittwoch, 9. März 2016
EOS Utility installieren
Ich wollte schon länger mal probieren, wie sich Fotos “tethered” schießen lassen. “Tethered” heißt so viel wie “per Kabel verbunden”, also steht das insgesamt für “Kabelgebundenes Fotografieren”, was wiederum ein Paradebeispiel für einen Begriff ist, der sich auf Deutsch einfach Kacke anhört …
Was mich am Tethered Shooting am meisten reizte, ist die Live-Darstellung auf dem größeren Bildschirm.
Zum Tethered Shooting braucht man eine Kamera, die das kann, ein Kabel sowie ein Programm.
Per Suchmaschine habe ich herausgefunden, dass meine gute alte EOS 1000D sowas schon grundsätzlich unterstützt.
Fangen wir mit der Software an: Von Canon gibt’s genau für den Zweck ein Programm, welches sich “EOS Utility” nennt. Aktuell für meine 1000D ist die Version 2.14.irgendwas (für neuere Kameras gibt’s auch eine neuere Version 3.x).
Nun, wie kommt man an dieses Programm ran? Der von Canon vorgesehene Weg ist, dass man das Programm von einer der CDs installiert, die der Kamera beilagen. Hier gab’s für mich gleich mehrere Probleme: mein Macbook hat kein CD-Laufwerk (okay, ich geb’s ja zu, ich hab ein externes), ich hab die CDs schlicht nicht mehr gefunden (die Kamera ist nun auch schon über sieben Jahre alt) und das, was man auf der Canon-Homepage herunterladen kann, ist “nur” ein Updater. Selbst wenn ich die CDs gefunden hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass ich das Programm nicht installieren hätte können, denn OS X hat seither schon ein paar Iterationen gemacht (2009 war ich noch mit OS X 10.4 “Tiger” unterwegs; inzwischen sind wir bei OS X 10.11 “El Capitan”). Und der Updater verweigert ohne Original-CD oder vorherige Installation konsequent den Dienst.
Aber das Netz ist beinahe unendlich, und Daniel Hamann aus Karlsruhe wusste Rat. Im Schweinsgalopp: Runterladen, DMG öffnen, App rausziehen, Paketinhalt modifizieren, App-Downloads von überall her erlauben, Installieren, App-Downloads wieder einschränken.
Hat man die Canon-typisch sperrige Installation überstanden, geht’s dann endlich ans “Schießen mit Schwanz”.
Das Kabel ist in meinem Fall ein “pupsnormales” Mini-USB-Kabel. Die Kamera wird mit dem Kabel an den Rechner angeschlossen, und dann poppt auch schon das EOS-Utility auf:
Man kann tatsächlich ziemlich viele Kamerafunktionen per Mausklick steuern. Obergenial ist (wie ich schon gehofft hatte) die Beurteilung der Schärfe auf dem großen Bildschirm. Ich glaube, damit kriege ich meine Makrofotos besser hin.
Ich werde auf jeden Fall mal damit weiterexperimentieren; wenn’s was zeigenswertes gibt, werdet ihr es hier anschauen können.
Dienstag, 8. März 2016
Hundertachtundsechzignulleins
Wenn man Elternzeit macht, gibt’s vom Staat zwei Drittel des vorherigen durchschnittlichen Nettolohns, mindestens 300€, maximal 1800€. Der pflichtkrankenversicherte Durchschnittsarbeitnehmer ist während der Elternzeit krankenversicherungsbeitragsfrei; er kann sein Elterngeld also nach Lust und Laune verprassen.
Dem ist aber nicht so, wenn man (auch nur minimal) über der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung verdient und deshalb freiwillig krankenversichert ist. Dann nämlich, so heute die telefonisch durchgegebene Auskunft meiner Krankenkasse, will selbige auch ihren Anteil an den 1800 Euro haben. Meine Krankenkasse meint, sie braucht von mir eeeeeeexakt 168,01€. Sonst geht deren Mist-Kalkulation nicht auf oder so.
Cool gemacht, finde ich. Denn diese Regelung trifft nämlich genau die, die durch das gedeckelte Elterngeld ihre Familie eh schon schaumgebremst versorgen müssen. Und die sowieso schon den maximal möglichen Krankenkassenbeitrag zahlen müssen.
Kopfschüttel. Sowas gibt’s nur in Deutschland.
Freitag, 4. März 2016
Mift
Grade eben einen Blogeintrag fertig geschrieben, dann einen kurzen Blick in den Feed-Reader, und BÄÄÄM. Keule ins Gesicht.
Die Frau Spätlese will Sachen wissen. Viele Sachen. Von mir. Mift.
Also, ran an den Speck.
1. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
Mein Blog ist ein Resultat von „ich will nicht mehr HTML von Hand schreiben müssen“ und damit eine Fortsetzung meiner Bestrebungen, im Internetz ein bisschen Präsenz zu zeigen. Meine ersten Webseiten habe ich mit einem 14.4er Modem veröffentlicht. Ich verwende mein Blog, um Sachen mitzuteilen, die ich spannend oder wichtig oder lustig finde, und um meine Heimatgemeinde Kreßberg etwas besser im Netz dastehen zu haben.
2. Welchen Film sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall gesehen haben?
Ich möchte ja „Spaceballs“ schreiben, aber um über den richtig lachen zu können, muss man ja noch 20 andere Filme kennen …
3. Welchem der vier Temperamente würdest du dich zuordnen?
Wenn ich mir die klassische Temperamentenlehre anschaue, würde ich mich am ehesten als Phlegmatiker sehen.
4. Wenn du die Wahl hättest, wo würdest du gerne leben?
Es gibt viele schöne Orte auf der Welt, aber „there is no place like 127.0.0.1“. Zumindest auf Dauer.
5. Welches ist dein Lieblingstier und warum?
Ich hab kein bestimmtes Lieblingstier. Teile meiner Mitbewohner würde eine genauere Antwort beunruhigen :-)
6. Welches ist dein Lieblingsgemüse und warum?
Kartoffeln sind cool. Weil sie vielseitig sind. Man kann sie als Suppengrundlage verwenden, kochen, braten, in ganz dünne Scheiben schneiden und frittieren, in vielprozentige Flüssignahrung ummodeln, …
7. Welches ist dein Lieblingsobst und warum?
Ich mag Äpfel. Säuerliche Äpfel, Braeburn-mäßig. Weil sie so schön sauer sind.
8. Welche Musik hörst Du am häufigsten?
Meistens läuft Radio. Pop im weitesten Sinne.
9. Würdest du eher einen Nutzgarten oder einen Ziergarten anlegen?
Ich würde ja probieren, das zu kombinieren … Quasi einen Nutzgarten, der gut aussieht … Und es gibt ja durchaus Gemüse, das sehr hübsch blüht, wenn man den Erntezeitpunkt verkackt …
10. Feuer, Wasser, Erde, Luft – welchem Element würdest du dich zuordnen und warum?
Erde. Weil die so … bodenständig ist. Ohne Erde würde Wasser einfach weglaufen. Ohne Erde würde nichts wachsen, was brennen kann. Ohne Erde könnte man nicht dastehen und die Nase in die Luft stecken.
11. Hast du jemals einen Blogeintrag bereut, den du veröffentlich hast und wenn ja warum?
Ja, kenne ich. Einer meiner Blogeinträge enthielt beispielsweise einen Screenshot eines Vorschaubildes von einer Webseite. Ich hab die Webseite auch verlinkt, aber ich habe nicht mit einem in Deutschland leider legalen Geschäftsmodell gerechnet. War nicht ganz billig, die Geschichte.
Und: betrunken bloggen kommt auch uncool.
Wer nun an dieser Stelle eine Fortsetzung der Fragenkette erwartet, wartet bei mir falsch.
Weil isch hab annere Sachen zu tun :-)
Wenn die Handbremse versagt
Schon seit Jahren vertraue ich auf die treuen Dienste der Handbremse, wenn es darum geht, den Inhalt von silbrig bedampften Scheiben in Sicherheit zu bringen, bevor die Kids letztere in die Finger bekommen.
Das war bisher auch überhaupt kein Thema; Laufwerk ans MacBook Air anstöpseln, Scheibe rein, Handbremse an, laufen lassen, fertig.
Neulich nun gab es bei uns mal wieder eine neue Scheibe, die ich auch wegsichern wollte. Der Vorgang lief eigentlich wie immer, jedoch war das Ergebnis alles andere als erbaulich. Wirre Fetzen in den Bildern, alle paar Sekunden, insgesamt nicht brauchbar.
Die Ursache des desaströsen Resultats liegt im aktuellen OS X 10.11, “El Capitan”. Das bringt nämlich die so genannte “System Integrity Protection” (kurz SIP) mit. Dahinter steckt unter anderem die Vorgabe, dass es in bestimmten Verzeichnissen auf dem Rechner nur bestimmte Dateien geben darf, die in einer “Erlaubt”-Liste drin stehen. Alle Dateien, die nicht auf dieser Liste stehen, werden bei der Installation von El Capitan in eine Quarantäne verschoben. Dazu gehören jedoch auch die Teile von der Handbremse, die verwendet werden, um die Sicherungen von silbrigen Scheiben brauchbar zu machen.
Des Rätsels Lösung findet sich netterweise in den Foren des Handbremsen-Projekts. Man muss nur die dort verlinkte Library-Datei herunterladen und in den Ordner /usr/local/lib kopieren, feddisch. Die PKG-Datei geht übrigens dank SIP nicht, denn die würde die Library in ein gesichertes Verzeichnis kopieren wollen. Freilich kann man auch SIP deaktivieren, das PKG installieren und danach SIP wieder reaktivieren, aber das wäre doch deutlich aufwändiger, zumal man dafür auch ein paar Mal neu booten muss. Da lohnt sich ein kurzer Ausflug ins Terminal und ein cp ~/Downloads/lib* /usr/local/lib/.
Auf jeden Fall klappt’s jetzt auch wieder mit der Handbremse und die Kids dürfen jetzt auch die neue Scheibe in die Finger bekommen …
Donnerstag, 3. März 2016
The fourth awakens
Sonntag, 7. Februar 2016
Sägen am laufenden Band
Ich habe mir (wie neulich schon angekündigt) eine kleine Bandsäge geschenkt, eine Holzstar HBS 251. Inzwischen wohnt das Gerät auch schon eine Weile bei mir, und ich habe so ein paar Dinge gelernt und gebastelt.
Das Auspacken und die Inbetriebnahme haben mich nicht vor große Rätsel gestellt. Die Maschine war kompakt und gut geschützt verpackt. Entgegen der Aussage meines Lieferanten war der Säge doch ein Winkelanschlag beigelegt; damit habe ich den unnötigerweise mitbestellt. Gut, die 11 €uro bringen mich nicht um; ärgerlich finde ich es trotzdem, vor allem, weil der Lieferant nicht auf entsprechende Hinweise reagiert hat.
Das Maschinchen ist mechanisch stabil aufgebaut; im Lieferumfang befindet sich (neben dem Winkelanschlag) eine gedruckte Bedienungsanleitung mit Hinweisen zur Grundeinstellung und zur regelmäßigen Wartung, ein Parallelanschlag, Montagematerial für den Sägetisch und ein paar Inbusschlüssel zum Einstellen der Bandführungen.
Der gusseiserne Sägetisch wird mit vier M6-Schrauben an einem halbrunden Alugussteil montiert, welches wiederum mit einem einzelnen M6-Bolzen plus einer großen Flügelmutter am Gegenstück an der Säge festgemacht wird. Nach Lösen der Flügelmutter kann der Tisch zwischen -3 und +47 Grad geschwenkt werden. Vorne am Sägetisch wird mit zwei Flügelschrauben ein Aluprofil festgeklemmt, an welchem sich wiederum der Parallelanschlag festhält. Nach dem Einstellen der Bandführungen ist die Säge quasi direkt betriebsbereit.
Band spannen
Ein Bandsägeband hat dann korrekte Spannung, wenn der Bandsägebandspannungsmesser korrekte Bandspannung anzeigt …
:-)
Spaß beiseite, es ist recht einfach, ein Bandsägeband auf korrekte Spannung zu prüfen, denn ein richtig gespanntes Band macht Musik! Die Prüfung erfolgt, indem man die Höhenverstellung ganz nach oben stellt und dann am Band zupft. Wenn es nur einen dumpfen Ton von sich gibt, ist die Spannung zu niedrig. Wenn es einen sehr hohen Ton von sich gibt, ist es zu stark gespannt. Ein richtig gespanntes Band gibt einen mittelhohen, angenehmen Ton von sich. Dann lässt es sich in der Mitte zwischen der oberen Bandführung und dem Sägetisch zwischen 3 und 5mm seitlich drücken.
Bei der HBS 251 wird das Band bequem über einen großen Knopf oben auf der Säge gespannt. Die Position auf den Laufrädern wird über eine Schraube auf der Rückseite des oberen Laufrades eingestellt. Damit wird eine Wippe betätigt, welche die Achse des oberen Laufrads mehr oder weniger schräg stellt. Es ist sinnvoll, diese Einstellung vor dem Einstellen der Bandführungen durchzuführen. Auch muss man beim Einstellen aufpassen, dass die Bandspannung nicht zu groß wird.
Einstellen der Bandführungen
Die Bandführungen bestehen aus Kugellagern mit ca. 20mm Durchmesser. Die Säge hat oberhalb und unterhalb des Sägetisches je drei davon. Sie lassen sich einstellen, nachdem man mit dem 5er Inbusschlüssel die durch die Lager gesteckte Schrauben angelöst hat. Laut Anleitung sollen zwischen Sägeblatt und Lager 0,8mm sein. In der Praxis wird man die Säge von Hand drehen und schauen, dass sich die Lager (sowohl die seitlichen als auch das hintere) bei unbelastetem Band nicht mitdrehen. Unterhalb des Sägetisches kann man nur die hintere Bandführung problemlos verstellen, für das Einstellen der seitlichen Lager muss der Sägetisch heruntermontiert werden, damit man die Kunststoff-Schutzabdeckungen wegschrauben kann. Das ist auch kein großes Problem; einfach das Alu-Querprofil vorne abnehmen, dann die einzelne Flügelmutter für die Tischschrägstellung lösen. Schon kann der Sägetisch nach hinten abgenommen werden.
Übrigens halte ich den einzelnen, nicht weiter befestigten Gewindebolzen der Winkelverstellung für das größte Manko der Säge. Denn es ist ein riesiger Krampf, beim Wiedereinbau irgendwie den Tisch zu halten und den Bolzen daran zu hindern, innerhalb des Alugussteils zu verschwinden, während man gleichzeitig probiert, die Flügelmutter wieder anzusetzen.
Was mir an der HBS 251 noch so aufgefallen ist
- Die 350W des sehr leisen Motors sowie das mitgelieferte Sägeblatt reichen für kleinere Sägearbeiten vollkommen aus. Da das Original-Sägeblatt etwas breiter ist (es hat geschätzte 8mm sowie etwa 6 Zähne pro Zoll), gelingen engere Kurven als 50mm Radius nur schwierig und je nach Materialstärke mit (wortwörtlichem) Hängen und Würgen. Ich habe ein paar Experimente mit Eiche-Feuerholz gemacht (ca. 100mm stark). Beim Sägen ohne Anschläge hat das Maschinchen gut durchgezogen. Mit Parallelanschlag hat es öfters mal würgen müssen, da die meisten Sägeblätter keinen sauberen Geradeausschnitt können.
- Der Motor hängt über einen kleinen Riemen am unteren Laufrad.
- Die Laufräder sind gewuchtet, und die Bandspannung verändert sich bei einem Rundlauf nicht. Das kann man prüfen, indem man die Säge von Hand durchdreht. Der Ton, den das Sägeblatt beim Zupfen macht, sollte sich nicht in der Höhe verändern - dann passt alles.
- Sowohl der obere Deckel als auch der untere verfügen über Sicherheitsschalter. Mit offenem Deckel sollte man ja auch nicht sägen.
- Das Aufsetzen des Sägetischs ist (wie oben schon beschrieben) sehr krampfig.
- Das zusätzlich von mir bestellte Sägeband mit 1790 x 6 x 0,65mm und 14 Zähnen pro Zoll hat im Vergleich zum Originalsägeband sehr saubere Schnitte gemacht. Viel habe ich damit allerdings nicht sägen können, denn es ist mir nach vielleicht 5 Sägeschnitten auseinandergerissen. An der offensichtlich schlampig ausgeführten Schweißstelle. Ich werde probieren, das mit Papas WIG-Schweißgerät wieder hinzubekommen.
- Der Verstellbereich für die Bandspannung sieht mir nach Kompatibilität mit Bandlängen zwischen 1750 und 1800 mm aus. Muss ich aber noch nachmessen.
- die Aufkleber für die Verriegelungen der Blechdeckel sind … unlogisch. Beim einen Riegel muss ich rechtsrum drehen, beim anderen linksrum. Die Aufkleber sind aber gleich.
Achja, meine erste Bandsägebox habe ich auch schon gesägt:
Auf diesem Foto sieht man, wie’s gemacht wird:
- man säge sich einen Brocken Holz in (Außen-)Form
- man säge das künftige Rückenteil ab (links im Bild)
- man säge die Schublade aus dem verbleibenden Rest raus (hier habe ich das mit den nicht ganz so engen Radien gelernt)
- nun kann man das Gehäuse am “Einschnittkanal” und mit dem Rückendeckel schon verleimen
- derweil wird die Schublade vertikal dreigeteilt (rechts im Bild noch sichtbar)
- aus dem Mittelteil wird der “Laderaum” entfernt
- die Schublade wird wieder zusammengeleimt
- bissel schmirgeln, Knopf dran und fertig
Wer sich das Procedere lieber in Videoform reinziehen will, bitteschön.
Samstag, 6. Februar 2016
Kilowattstunden gegen Liter
Aufgeschreckt durch eine entsprechende Meldung neulich irgendwo, habe ich mal eine persönliche Recherche zum Stromverbrauch von Elektroautos angefangen. Hier kommt das Ergebnis.
Der Renault ZOE ist so eine Art Elektro-Clio. Laut Werksangaben kommt man mit dem 22kWh-Akku 210km weit; „in echt“ sollen das eher so 100 bis 150km sein [1]. Wenn wir mal mit der Werksangabe rechnen, verbraucht der ZOE also etwa 10kWh pro 100km. Das würde bei einem Strompreis von 25 Cent pro Kilowattstunde dann auf Kosten in Höhe von etwa 2,50€ hinaus laufen.
Gut, für Busse und Bahn zahlt man bedeutend mehr, dafür ist da das momentan noch so gehypte „sich fahren lassen“ schon mit drin.
Schauen wir vergleichshalber mal, wie das bei einem Tesla Model S85 aussieht. Der hat einen 85kWh-Akku und kommt damit laut Hersteller 500km weit. Hier sind wir also schon bei 17kWh pro 100km und somit bei Ladekosten von 4,25€ [2].
In Echt sieht die Betrachtung dann nochmal anders aus [3]. Denn die Herstellerangaben gelten ja für irgendwelche Möchtegernbedingungen. Da wird eben nicht kurz mal zum Überholen beschleunigt, da hat es draußen keine - 5°C. Und bei winterlicher Autobahnfahrt kommt selbst ein e-Smart auf über 40kWh/100km. Das wären dann 10€.
Wenn ich mir da zum Vergleich meinen 10 Jahre alten Corsa C anschaue, der deutlich unvernünftig motorisiert ist (74kW/240Nm), den fahre ich (durchaus nicht verhalten) mit zwischen 5 und 6 Litern Diesel auf 100km. Und der Dieselpreis liegt gerade unterhalb von einem Euro; gestern beispielsweise in Crailsheim bei 0,929€/l. Damit muss ich für 100km also für 5,60€ tanken. Mit meinem 40-Liter-Tank komme ich knapp 700km weit.
Billiger und weiter fährt ein Elektromobilist also momentan definitiv nicht, wenn man den Ladestrom aus der Steckdose nehmen muss. Die Vorteile liegen in der emmisionsfreien Fahrt, im hohen Drehmoment der Elektromotoren (was gleichbedeutend mit Fahrspaß und zufriedenem Popometer ist) und in der Verschleißarmut wegen weniger Teilen.
[1]: Wikipedia über den ZOE
[2]: Wikipedia über den Tesla
[3]: Auto-Motor-Sport-Artikel






