Sonntag, 5. Juli 2015

Kurzes Zwischenfazit

… vom Waldtanner Kultur-Wochenende:

Schön war’s!
Die “Rouder Schnäpsle” haben einwandfrei unterhalten, der Blootz war oberlecker und der Ausschank stets bemüht, dem Andrang gerecht zu werden. Die Einradler haben tapfer der Sonne getrotzt.

Das Einzige, was mir persönlich nicht gefallen hat, war das Ende des Festes.

;-)

Samstag, 9. Mai 2015

Sectio Corsarea

Neulich habe ich mal wieder meinen Spritzwasserbehälter am Auto aufgefüllt. So richtig schön randvoll.
Ein paar Tage drauf hab ich dann am Hebel gezogen, und aus den Düsen kam nicht wirklich viel. Also habe ich eine Druckluftpistole bemüht und damit ein wenig in die Düsen reingehustet.
Cool, dann ging das mit dem Scheibe-Saubermachen wieder einwandfrei.

Weil dann ein paar Tage lang gutes Wetter war, hat mich das Spritzwasser auch nicht mehr wirklich interessiert, zumal ich dachte, alles wäre nun gut.
Dann kam aber der Tag, an dem ich bei Nieselregen von der Arbeit heim gefahren bin und aus meinen Spritzwasserdüsen kam — nichts.

Daheim habe ich mich direkt mit Werkzeug bewaffnet, mit dem festen Vorsatz, dem Problem auf den Grund zu gehen. Und das ging dann so ab:

  • Die beiden Scheibenwischer abbauen (Deckel hochheben, Mutter entfernen, ein paar leichte Schläge mit dem Hammer auf den Konus)
  • Motorhaube auf
  • die lange, dicke Gummilippe vom Blechfalz heben
  • die beiden großen Kunststoffabdeckungen abbauen. Die haben je links und rechts und in der Mitte eine Torx-Schraube. Dabei auf den Wischwasserschlauch aufpassen.
  • die beiden Schrauben, die das Wischergestänge halten (links und rechts), wegschrauben, elektrische Verbindung zum Wischer lösen
  • das Wischergestänge herausfädeln, Achtung mit dem Dorn etwa in der Mitte des Gestänges

Nun kommt man endlich ordentlich an den Spritzwasserbehälter samt Pumpe dran und kann (nach Lösen des Steckers) das gute Stück rausheben.

Ich habe den Behälter zuerst mal in ein anderes Gefäß entleert (er war ja frisch aufgefüllt, wir erinnern uns) und die Pumpe aus ihrem schwarzen Gummistopfen im Behälter herausgelupft. Ein bisschen Druckluft zeigte, dass der Schlauch und die Düsen einwandfrei funktionierten. Die Pumpe habe ich an ihren Stecker angeschlossen und testweise meinen Wischerhebel betätigt — auch hier keinerlei Probleme.
Das umgefüllte Spritzwasser sah eigentlich auch unauffällig aus. Nun war ich ein wenig ratlos. Bis ich mir den schwarzen Gummistopfen nochmal angeschaut habe. Weil, so dachte ich, wenn man von oben reinschaut, müsste man ja eigentlich den Boden des Spritzwasserbehälters sehen. Dem war aber nicht so.
Also habe ich auch noch den Gummistopfen aus dem Behälter gezerrt — und siehe da! Der Gummistopfen ist beim Corsa C gleichzeitig ein Fremdkörpersieb! Und das war dicht.
Aus irgendeinem Grund hatte ich (vielleicht durch das Mischen von zwei verschiedenen Scheibenreinigermittelchen?) eine glibbrige, kleisterähnliche Masse im Spritzwasserbehälter.
Die Lösung gestaltete sich von dem Moment an recht schlicht: mehrmaliges Fluten und Ausleeren des Behälters, und der berühmt-berüchtigte “Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge”.
Beim C-Corsa sollte man dabei an ein paar Punkten Vorsicht walten lassen:

  • der Zusammenbau ist eine gute Gelegenheit, den unteren Rand der Frontscheibe mal zu putzen. Achtung mit dem U-Profil an der unteren Glaskante!
  • zuerst den Spritzwasserbehälter samt Pumpe einbauen; elektrisch und hydraulisch (zumindest den Heckwischer, rechts) anschließen
  • Scheibenwischergestänge einfädeln (auf den Dorn aufpassen) und festschrauben
  • beim Einbau der schwarzen Abdeckungen darauf aufpassen, dass die Kante an der Windschutzscheibe sauber von der Abdeckung umfasst wird
  • nicht vergessen, den Schlauch für die vorderen Wischwasserdüsen an die Pumpe (links) anzuklemmen!

Nun dachte ich, ich könnte mein altes Spritzwasser recyceln und habe mir (für den Fall, dass da noch Glibberzeugs drin ist) einen Trichter mit Feinsieb geschnappt. Der war aber tatsächlich innerhalb von Sekunden so dicht mit Glibberzeug, dass ich das alte Spritzwasser nicht mehr weiter verwendet habe. Stattdessen kam frisches Wasser und Scheibenreinigerzusatz rein.

Und kaum ein paar Stunden später spritzte es schon wieder, wie es soll …

Freitag, 1. Mai 2015

Ethologie

Jedes Jahr wieder zum Ende des Monats April sammeln sich die Waldtanner Ureinwohner, um Äonen alten Zeremonien zu folgen. Der rituelle Ablauf sieht dabei vor, dass zunächst eine kleine Gruppe der Indigenen in den Wald zieht, um dort einen (zumeist unschuldigen) Baum zu erlegen.
Die Leiche wird unter großem Bohei aus dem Wald gezerrt. An einem geheimen Ort wird sie großteils gehäutet. Eine andere Gruppe der Ureinwohner verwendet die abgeschnittenen Gliedmaßen - äh - Äste, um daraus Kränze und Girlanden zu wickeln. Die dabei außerdem angebrachten bunten Bänder sollen dabei offenbar die Grausamkeit des Rituals herunterspielen.
Nun treffen sich die erste Gruppe und die zweite Gruppe. Der geschändete Leichnam wird öffentlich aufgebahrt und mit den Kränzen und Girlanden behängt. Unter Mithilfe von lärmenden Maschinen und den Blicken aller Ureinwohner wird dann der traurige Rest des Baumes aufgestellt und das untere Ende in einem betonierten Loch versenkt und verkeilt.
Im Anschluss verlieren viele der Zeremonienteilnehmer ihre Hemmungen; sie lassen sich dann häufiger in kleinen Gruppen beim Verzehr alkoholischer Gertränke beobachten.

maibaumaufstellen_20150430.jpg

Unklar ist - wie bei so vielen Riten indigener Völker - der exakte rituelle Hintergrund des verstörenden Handelns. Eine abschreckende Wirkung für andere Bäume (wie vermutlich bei der Ausstellung der Leichname hingerichteter Verbrecher im Mittelalter) dürfte nicht der Grund sein; dazu sind die in Mitteleuropa heimischen Gehölze zu wenig mobil.

Wir werden unsere Forschungen im kommenden Jahr fortsetzen und hoffen auf weitere Erkenntnisse.

Montag, 20. April 2015

Fotosafaribeute

Gestern war ja ein echt schöner Tag hier. Also konnte ich irgendwann nicht mehr anders und habe das Tamron auf die Canon gespaxt und bin losgetigert. Zuerst bin ich am Bach entlang geschlendert und habe nach Beute Ausschau gehalten.

Mein erstes Opfer war ein ordinäres Gänseblümchen:

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Danach habe ich ein Wiesenschaumkraut erlegt:

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Die Schlüsselblumen machten es mir auch recht leicht:

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Diesen Kumpel hier habe ich an einem Strommasten geschossen:

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Von vorne betrachtet sah der so aus:

20150419_insekt_von_vorne.jpg

Überall summte es, sodass man eigentlich immer was zum Schießen hatte:

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Lag man geduldig auf der Lauer, liefen einem auch schonmal mehrere Motive auf einmal vor die Flinte:

20150419_fliege_wiesenschaumkraut.jpg

Die Lindenblüten als Futterstelle waren natürlich auch recht gut zum Erwischen von Bienen:

20150419_biene_in_linde.jpg

Das hier sah mir nach einem “Angry Tree” aus, also habe ich abgedrückt:

20150419_angry_tree.jpg

Mein letztes Opfer war dann der Nachbarin Osterglocke:

20150419_osterglocke.jpg

Wie man leicht (und bei Klick aufs Bild jeweils noch schöner) sieht, war gestern gutes Jagdwetter!

Montag, 13. April 2015

Vorhin so

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Ich muss echt noch an meiner Technik arbeiten; die meisten Fotos waren schlicht Schrott.
Der rote Schimmer am Horizont ist die Lichtverschmutzung durch das Industriegebiet Neustädtlein.

Sonntag, 12. April 2015

Merke

Lieber Wolfram,
wenn du das nächste Mal ein Ereignis mit mehreren Kameras aufnimmst (zum Beispiel mit der Kompaktknippse, der Spiegelreflexkamera und dem Handy), dann stelle bitte vorher sicher, dass die Uhren der Geräte auch schön synchron ticken!
Insbesondere kurz nach einer Zeitumstellung und wenn du die Fotos anschließend in einem gemeinsamen Album zusammen fassen willst …

Zu diesem “Merke” gibt’s einen sehr realen Hintergrund:
Denn meine liebe Frau wurde am Donnerstag in den (BallonFAHRER-) Adelsstand erhoben!Zusammen mit meinem Junior habe ich den Ballon verfolgt und das Ereignis mit allen möglichen Geräten fotografisch festgehalten. Als da waren unsere Mobiltelefonkamerasmartdingsgeräte, unsere Panasonic-Kompaktknippse und meine Spiegelreflexkamera.
Das Zusammenkopieren in einen Ordner war dank unterschiedlicher Dateinamen nicht wirklich das große Problem, aber der zeitliche Zusammenhang in dem einen Album war sehr … dürftig. Denn es war schon irgendwie deutlich unschön, dass sich zwischen die Fotos von der Landung nochmal ein paar Luftbilder geschmuggelt hatten und zwischen den Fotos vom Start Fotos von „überm Wald“. Und zwischen die Fotos von der Urkundenverleihung auch noch welche von der Zwischenlandung. Und und und …
Schön, dass mir die neue Fotos-App von Äppel die richtigen Mittel an die Hand gegeben hat, denn das Problem lässt sich damit tatsächlich recht simpel lösen.

Anstatt das Aufnahmedatum aller Fotos vor dem Importieren einzeln manuell anzupassen (mit exiftool oder ähnlichem), kann man auch die Fotos zuerstmal importieren und sich dann mit der Fotos-App so genannte intelligente Alben machen. Da habe ich dann als Bedingungen dann „Aufnahmedatum ist 9. April 2015“UND „Kamerahersteller ist Panasonic“ angegeben. Damit hatte ich schonmal alle Fotos von einer Kamera ausgewählt. Per Rechtsklick auf so ein „intelligentes Album“ kann man die Bedingungen auch nachträglich problemlos ändern.
Als Referenz habe ich die Handy-Fotos aus dem Gesamtalbum verwendet, denn die Handy-Uhr passt ja in aller Regel noch am genauesten (CMD+I beziehungsweise „Fenster -> Info“ lässt ein für diesen Zweck sehr praktisches Infofenster aufpoppen, welches die Eigenschaften des gerade markierten Fotos anzeigt). Damit habe ich erstmal den Zeitoffset ermittelt. Sommerzeitbedingt handelte es sich dabei um die besagte Stunde plusminus ein paar Minuten. Dann markiert man alle Fotos von dem „intelligenten Album“ und klickt auf „Bild -> Datum und Uhrzeit anpassen …“. Wenn man in diesem Dialog dann die Stunde um eins verändert (und gegebenenfalls die Minuten um die nötige Differenz), dann kann man alle Fotos auf einen Schlag an die richtige Stelle im „echten“ Album schieben. Denn die Fotos-App passt alle Fotos um die Differenz an. Ich hatte zuerst bedenken, dass dann alle Fotos die gleiche Uhrzeit bekommen, aber dem war eben nicht so. Das Procedere habe ich für meine beiden „richtigen“ Kameras durchgeführt, und schon hatte ich ein Sammelalbum, bei dem der temporale Kontext ziemlich korrekt war. Das „intelligente Album“ konnte ich anschließend wieder bedenkenlos löschen, denn die Bilder bleiben dabei erhalten.

Im Resultat habe ich nun ein Sammelalbum von allen Geräten, bei dem chronologisch korrekt zum Beispiel meine liebe Frau zu sehen ist, wie sie aus dem Korb raus ein Foto macht, das nächste zeigt dann mich und die Kids beim Fotografieren hochwärts und das übernächste die Übersichtsszene mit Startplatz und Begleitern (vom Handy).

Dienstag, 7. April 2015

Seitenansicht und Draufsicht

Wie wahr doch der Satz ist, dass man alles von mehreren Seiten betrachten kann (und auch sollte), hat mir am Ostersonntag dieser Blitzableiter gezeigt:

blitzableiter.jpg

Von “vorne” geht das Dingens ziemlich gerade von oben nach unten. Aber die Sonne projiziert die Seitenansicht unerbittlich mit allen Unebenheiten an die Wand.

Wie groß?

Wie groß müssten eigentlich die Tütchen sein, wenn die Reiter wie die Hundehalter dazu verdonnert würden, die Hinterlassenschaften ihres Lieblings wegzuräumen?

haeufchen.jpg

Zugegeben, das mag vielleicht ein wenig provokant klingen und auch der Vergleich von Pferd und Wau hinkt deutlich. Denn der der Gaul von Welt kackt dem Bauern eher nicht so oft ins Heu/Öhmd rein. Und wegen doch leicht unterschiedlicher Ernährung riecht Klepper-Kaka auch anders als ein Hunde-Haufen. Aber bei uns in der Gemeinde fällt mir eben auf, wie in jedem Mitteilungsblatt auf den Hundehaltern rumgehackt wird. Dabei sind das die einzigen, die “Steuern” zahlen müssen, und in Kreßberg auch noch deftig viel (*). Der Schäfer, dessen Tierlein zwei- oder dreimal im Jahr ganze Landstriche zuscheißen, oder die Pferdehalter, die ganz entspannt die für Normalsterbliche gesperrten Gemeindeverbindungswege entlang reiten und Landmarken wie oben im Bild setzen, müssen in Kreßberg keinerlei Abgaben zahlen. Ich hoffe mal, dass die wenigstens eine ordentliche Haftpflicht haben müssen, denn wenn da mal ein Mopedfahrer um die Ecke prescht und auf so einem Häufchen ausrutscht, dann gibt’s großes Geschrei.
Eine “Pferdesteuer” (nicht dass ich sowas wollte!), so habe ich gehört, ist übrigens in Hessen durchaus ein Thema. Ich persönlich habe auch nichts gegen den Schäfer. Aber dass die Hundehalter immer getriezt werden müssen, das finde ich nicht okay.

(*) Hundesteuern hier im Umkreis (Nachbargemeinden im Uhrzeigersinn laut Wikipedia):

  • Kreßberg: 102€
  • Fichtenau: 72€
  • Crailsheim: 78€
  • Satteldorf: 70€
  • Schnelldorf: 26€
  • Feuchtwangen Stadt: 35€, Land 14€
  • Dinkelsbühl: 50€
  • Stimpfach: (auf die Schnelle nicht im Internet gefunden)

(ein kostenfreier Rechercheservice von Strempfer.de)
;-)

Nachtrag vom 13. September 2015: In der Gemeinde Stimpfach ist die Hundesteuer auf 84€ festgelegt.

Hangnebelschwaden

Gestern früh so, bevor sich der Himmel zugezogen hat:

hangnebelschwaden.jpg

Mir geht’s bei diesem Foto um den weißgrauen Streifen, der sich in der Bildmitte unterhalb der Bäume rumtreibt. So eine Art Hochnebel oder Hangnebel. Aus den Tropen kenne ich Nebelwälder, aber dass der Nebel auch in Kreßberg seltsame Dinge macht, war mir neu.

Samstag, 4. April 2015

Irgendwas-Blätter

Gestern beim Latschen mit dem Hund gesehen: Junge Blätter von Irgendwas.

irgendwas_blaetter.jpg

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