Für meine Kids habe ich neulich eine Launschlampe gebaut. Also eine Lampe für die Launsch.
Angefangen habe ich mit einem 5 Meter langen selbstklebendem LED-Streifen in Bunt. Dazu kamen noch zwei preisreduzierte Dreiersets Einbau-LED-Spots, eine bestehende Discokugel, ein Dreifach-Funksteckdosenset sowie Holz und Farbe.
Weil ich den LED-Streifen mindestens zweimal im Kreis führen wollte, war die Rechnung schlicht: 5m durch Pi durch 2. Das ergibt einen Durchmesser von knapp 80cm — das war also mein erstes Maß!
Ich habe mir dann aus Mehrschichtplatten einen Kreis mit diesem Durchmesser ausgesägt. Aus einem Streifen habe ich mir vieleviele Segmente für die Seitenteile gesägt, und in einen zweiten Kreis habe ich ein Loch reingesägt. Nach dem Zusammenbau der Holzteile konnte ich mit dem Einbau der Elektroteile beginnen:
Zugegeben, hier sieht das vielleicht verwirrend aus, aber eigentlich ist es ganz einfach:
der Strom wird auf die Funksteckdosen verteilt
an der einen Steckdose hängen die LED-Spots
an der anderen Steckdose hängt die Discokugel
der LED-Streifen kriegt immer Strom, weil der eine eigene Fernbedienung hat
An der Decke sieht das Ding dann ziemlich spacig aus. Innen habe ich die Lampe weiß gestrichen, damit das bunte Licht der LEDs maximal reflektiert wird. Außen wurde sie silbrig angestrichen.
Wenn man nur die Spots anmacht, hat man eine sehr helle Beleuchtung für die Lounge - äh Launsch:
Wahlweise kann man auch nur mit Discokugel fahren, das sieht dann so aus:
Oder man schaltet sich nur die bunten LEDs ein, je nach Gusto in der passenden Farbe. Zum Beispiel Gelb:
Oder Grün:
Oder Lila:
Oder in beliebiger Kombination.
Es versteht sich von selbst, dass die Kids am Liebsten mit wild farbwechselnden LEDs und Discokugel beleuchten.
Die Mädels haben von irgendwoher Armbanduhren bekommen. Nicht nur, dass die Dinger wasserdicht sind, sie haben sogar eine Lünette.
Die Anleitung (auch das ehrt freilich die Bezugsquelle, dass es überhaupt eine Anleitung gibt) hat jedoch nicht wirklich viel erhellendes zur Lünette zu sagen:
Drehbarer Ring ist drehbar!
;-)
Dabei kann man sich mit dem Ding Zeiten markieren um sich zum Beispiel die Tauchzeit abzuschätzen oder (freilich nicht bei diesen Uhren) Geschwindigkeiten messen oder gar rechnen.
Im Neubau des Uniklinikums in Ulm (der inzwischen auch schon wieder vier Jahre auf dem Buckel hat) gibt es ein paar so genannte Lufträume. Das sind so offene Schächte zwischen den Stockwerken. Im zweiten Geschoss (das ebenerdig zum Haupteingang ist) haben die Erbauer eine Lage Glasscheibe eingezogen. Vom zweiten bis zum sechsten Geschoss ist freie Luft. Von unten sieht das auch ganz gut aus, aber wenn ich im sechsten Stock an so einem Luftraum vorbei muss, dann habe ich immer ein mulmiges Gefühl.
Vom ersten Stock aus (ganz unten, im EG ist die Gebäudetechnik angesiedelt) kann man bis zum Glasdach oberhalb des sechsten Stocks hochschauen, und genau diese Ansicht zeigt mein Foto.
Am vergangenen Wochenende gab es in der Firma ordentlich was zu feiern. Bei dem gebotenen Programm (zu welchem ich mich vorab der offiziellen Presseberichterstattung noch zum Schweigen verpflichtet fühle) war klar, dass da auch das eine oder andere Handyfoto geschossen beziehungsweise Handyfilmchen gefilmt wird.
Wahrscheinlich aber war dabei niemand so gut wie ich, denn ICH habe es geschafft, mit meinem Telefon die Filme mit 120 Frames pro Sekunde (Zeitlupe x4) in 720p-Auflösung (also immerhin HD) und mit OHNE TON zu machen …
Fahr ich heute früh zu meiner Lieblingstankstelle, parke ordentlich an einer Wayne-Zapfe (ja, die heißen wirklich so!) und dann kommt mir schon die Kassiererin entgegen und meint, sie könne mich nicht tanken lassen. Also frage ich sie, ob die Zapfanlage kaputt ist, und sie meint nur, sie darf nichts verkaufen, bis die Spusi fertig ist. Ich hab wohl ziemlich blöd und verständnislos aus der Wäsche geschaut, denn sie hat es mir dann noch etwas näher ausgeführt: die Spurensicherung müsse erst noch ihre Arbeit fertig machen. Vorher könne ich nicht tanken. Es sei eingebrochen worden.
Nun ist diese Tanke keins dieser voll ausgestatteten Multimedia-Abzockzentren mit Edelpreis-Pseudo-Catering sondern eher eine reine Tanke, in der man vielleicht noch etwas Öl und Wischwasserzusatz kaufen kann.
Was sind das nur für Arschlöcher, die bei meiner Lieblingstanke einbrechen?
Neulich latsche ich so an unserem Familienwagen vorbei, werfe einen Blick auf den linken Vorderreifen und denke mir noch: das Steinchen hängt aber an einer seltsamen Stelle im Profil.
Bei näherer Betrachtung stellte sich aber heraus, dass es dann doch kein Steinchen war, sondern ein Metallteil.
Das dümmste, was man in so einem Fall machen kann, ist, den Fremdkörper direkt entfernen zu wollen. Denn solange der Reifen noch den Druck hält, ist die verletzte Stelle dicht.
Gestern nun hab ich mir die Geschichte mal im Detail angeschaut und festgestellt, dass es sich bei dem Metallteil um eine KVD-Schraube handelte. Das Kürzel “KVD” habe ich von einem Arbeitskollegen gelernt, denn der bestellt sein Steak immer so: “Kurz vor durch”.
Nachdem ich das Ding herausgepult hatte, habe ich die Innenseite des Reifens auf Defekte untersucht - und keine gefunden. Mit einem Stück Schweißdraht war es aber ohne größeren Kraftaufwand möglich, ins Reifeninnere vorzustoßen. Klarer Fall für einen vulkanisierten Reifenreparaturpilz. Jetzt können wir auch wieder ohne Bedenken Schotterwege fahren
Das mit der grünen Materie war leider ein Schnellschuss. Ich habe deshalb auf das Original umgestellt und arbeite lieber noch ein bisschen im Verborgenen an den Details, wie zum Beispiel lesbaren Kommentaren und so Sachen. Vielleicht sollte ich auch das ganze Flatpress insgesamt mal neu aufsetzen. Mal sehen.
Diese Woche habe ich mit meiner Zweitgrößten zusammen Pizza zum Abendessen gebacken. Wir haben dieses Rezept für den Pizzabodenteig verwendet. Im Unterschied zu vielen anderen Varianten soll man diesen hier nicht gehen lassen. Er ließ sich auch wunderbar dünn ausrollen und auf Backpapiere legen. Die Rohlinge haben wir an den Rändern mit Olivenöl bestrichen, dann haben wir dünn mit Tomatensoße gestrichen, ein paar Tomaten, Paprika, ein bisschen Mais und ein Assortement an “Käse der weg muss” drauf. Meine liebe Frau hat neulich so eine Steinofenplatte für den Backofen von irgendwoher mitgebracht; die durfte während der Vorbereitung schonmal vorglühen. Dann haben wir die Pizzen nacheinander mitsamt dem Backpapier auf den heißen Stein drauf und schwuppdiwupp hatten wir oberleckere, hauchdünne Pizza.
Oder (Frau Spätlese, Herr Wortmischer, ich bitte um Verzeihung): Woisch, Karle, des däät au dir schmegga!
El Señor hat vergangene Woche sein erstes “echtes” Fahrrad bekommen (so ein ichglaub 24”-Mountainbike), und hat sich das Versprechen abnehmen lassen, sorgsam damit umzugehen. Nach den ersten Fahrten haben wir die Schaltung und die Bremsen nachstellen müssen, gestern dann gleich nochmal und den Hinterreifen hat er auch schon fast durchgebremst. Mal sehen, wann die erste “richtige” Reparatur kommt …
Ich habe diese Woche meinen zweiten Dillinger-Krimi ausgelesen, und er hat mir ausnehmend gut gefallen, denn Autor Rudi Kost versteht es vorzüglich, Osthohenlohischen Lokalpatrioten ein ausnehmendes Grinsen ins Gesicht zu treiben.
In diesem Buch ging es um einen (nicht real existenten) Windkraftpark und die menschlichen Abgründe, die sich ringsum auftun, sobald es auch nur ansatzweise nach leicht verdienbarem Geld riecht. Rudi Kost packt die Zutaten eines jeden guten Krimis (Leiche(n), Spannung, Witz und Sex) äußerst gut lesbar zusammen. Eine klare Leseempfehlung!
Jetzt muss ich nur schauen, wie ich an die anderen Dillingers dran komme …
Wenn’s mal schnell lecker werden muss, funktionieren bei uns Pfannenspaghetti recht gut. Das Original ist von der Amerikanerin Martha Stewart (Youtube-Link), und die Idee dabei ist, sowohl Zeit als auch Ressourcen zu sparen. Beides kommt einem bei der Zubereitung von Kinderfutter ja deutlich entgegen …
Ich mach das Zeugs immer so:
1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe grob schnitzeln, mit einem ordentlichen Schuss Olivenöl in einer großen Pfanne leicht anbraten
derweil zwei Handvoll Tomaten klein machen, 250g Spaghetti und etwa 0,5l Wasser bereitstellen
Spaghetti in die Pfanne legen, so weit als möglich verteilen. Tomaten nebenan legen und mit so viel Wasser aufgießen, dass die Spaghetti grade so bedeckt sind.
ordentlich würzen (weil es fehlt ja das Salz, was man normalerweise im Nudelwasser hat) mit Pfeffer und Salz, nach Gusto auch italienische Kräutermischung sowie Basilikum (frisch ist natürlich am Besten)
aufkochen lassen und ca. 1/3 länger köcheln als auf den Spaghetti drauf steht (weil unser Nudelwasser ja deutlich dickflüssiger ist als normal), dabei immer mal wieder rumrühren.
So sieht das dann in der Pfanne aus:
Und wenn die Nudeln weich sind und die Soße schön dick pampig (gegebenenfalls ganz vorsichtig Wasser nachfüllen), dann ist das Essen auch schon fertig.
Ab auf einen Teller, bissel Parmesan drüberraspeln und los geht’s.
Prädikat: einfach, lecker, gehaltvoll. Und die Kids mögen’s auch!