Montag, 7. Juli 2014

Wie das Klöppeln erfunden wurde

Liebe Leserinnen und Leser,
seit gestern habe ich eine ziemlich genaue Ahnung davon, wie das Klöppeln erfunden wurde.
Uuuund zwar muss das so gewesen sein, dass ein Vater mit vier Luftballonen seiner Kids neben dem Sportplatz gesessen ist und diese halten musste bis zum Ballonstart. Da an diesem Tag immer mal wieder so ein leichter Luftzug da war, dürften sich die Ballons in chaotischer Manier bewegt haben, was dann schlussendlich dazu führte, dass die Schnüre einen quasi formschlüssigen Verbund eingingen, welcher sich als gordischer Knoten entpuppte.

So muss das gewesen sein!

Oder vielleicht auch nur so ähnlich …
;-)

Sonntag, 29. Juni 2014

So machen wir das!

Fefe denkt genau so wie ich.
Weil Diäten haben was mit “Gürtel enger schnallen” zu tun, und nicht mit “lieber noch ein extra Sahnehäubchen”.

Freilich spart Deutschland da jetzt nicht wirklich viel. Denn das Geld, welches die Abgeordneten da alle zusammen übers Jahr einstecken, ist im Bundeshaushalt nur sowas wie ein einzelnes Salzkorn auf einer Brezel.

Sonntag, 15. Juni 2014

Nass geworden

Heute haben wir zuerst eine kleine Wanderung durch den Wald gemacht.
Dabei haben wir eine Feder von einem Eichelhäher gefunden:

20140615_detail_eichelhaeherfeder.jpg

Auch haben wir eine Quelljungfer beim Sonnen erwischt; leider habe ich keinen Plan, ob es sich um die “normale” oder um die zweigestreifte Variante handelt.

20140615_quelljungfer.jpg

Anschließend sind wir nach Tempelhof gedüst, um dort mal den (Bier-)Garten anzutesten. Ergebnis: Kinderschuhe (und nicht nur die) werden im Teich leicht feucht:

20140615_juniorschuh.jpg

Und die Gemüsequiche taugt einwandfrei:

20140615_tempelhof_gemuesequiche.jpg

(genau so gut übrigens wie der Milchkaffee und das Lammsbräu). Wer kann, sollte unbedingt mal dort vorbeischneien; Frei-, Sams-, Sonn- und Feiertags ist offen.

Freitag, 6. Juni 2014

Blumen aus Licht

Die Tage, morgens auf meiner Arbeitsplatte in der Küche:

muster_arbeitsplatte.jpg

Huh? Was ist das, wo kommt das her?!

Die Ursache, so zeigte sich schnell, ist die energiesparende Beleuchtung vermittels LED-Funzeln. Weil nämlich solche da:

led_lampe.jpg

Und die haben durch unseren Seiher durchgeleuchtet. Das ist die etwas schickere Variante, nämlich ein gutes Modell aus Blech mit ca. 4mm großen Lochern.

Und dann dämmerte mir auch so schön langsam, warum das so sein muss.
Weil das ist nämlich schlichte Füsik.
Die Lampe ist eben kein Punktstrahler sondern strahlt aus mehreren Punkten. Die Löcher im Seiher fungieren dabei als dicke Lochblende. Und von jeder einzelnen Lichtquelle wird die Blende als leuchtender Kreis auf die Arbeitsplatte abgebildet. Die Abstände waren dabei geschickterweise gerade so, dass dabei die netten Blumen entstanden. Der Abstand des Seihers von den LEDs war etwa ein halber Meter, und vom Seiher zur Arbeitsplatte waren es nur ein paar Zentimeter.

Ich hab das mal probiert, mit meinen beschränkten Vektorgrafikbastelkenntnissen in Inkscape zu basteln:

skizze_blumenmuster.png

Schick, oder?
;-)

Samstag, 31. Mai 2014

Erkenntnisgewinn des Tages

So ein Becher Sahne kann fast alle in einer Klappbox befindlichen Einkaufsachen verseuchen, wenn eine Schachtelecke den Deckel erwischt.

Montag, 26. Mai 2014

Zahlen, Zahlen, Zahlen

Wie das statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, waren die Kreßberger bei der Europawahl 2014 nur so halb bei der Sache.
Das soll heißen, die Wahlbeteiligung lag grade so bei der Hälfte.

europawahl_2014_kressberg.png

Listigerweise haben in Kreßberg tatsächlich mehr Menschen gewählt als 2009, aber die Wahlbeteiligung ist trotzdem zurückgegangen. Daraus lässt sich schließen, dass inzwischen mehr Wahlberechtigte hier leben.

Immerhin 58 meiner Mitbürger waren zu doof, auf dem weißen Europawahl-Zettel genau ein Kreuz zu machen. Oder sie haben den Zettel absichtlich ungültig gemacht.

Was fällt an dem Ergebnis sonst noch auf?
Die Stimmen, die der FDP, der FAMILIE und den REPs abgingen (das sind die, die hier in Kreßberg Federn lassen mussten), haben sich in kleinen Bröckchen die großen Parteien geholt und zum größten Teil die AfD. Auch die Freien, die Piraten und vor allem die ÖDP haben ihr Ergebnis gegenüber 2009 verbessert.
Ein Kreßberger hat tatsächlich für “Pro NRW” gestimmt.

Mein persönliches Fazit aus der Geschichte: der Kreßberger ist offenbar sehr konservativ. Und zwar sowohl beim Wählen als auch beim Daheimbleiben.

(Quelle für Screenshot und Zahlen: Gemeindeergebnis Kreßberg)

Sonntag, 25. Mai 2014

Alles Käse

Wie man den Nachrichten hin und wieder entnehmen kann, existiert ein Plan, um zwischen den USA und Europa so eine Art Freihandelszone zu installieren. Die Idee an sich ist ja prinzipiell nicht schlecht, aber …
Natürlich gibt’s da jetzt Aufstand auf beiden Seiten.
Ein Punkt, der durch die Presse gegeistert ist, war die Geschichte mit dem Genfood. Weil wir Europäer sind da schon ein bisschen bockig und sehen nicht wirklich ein, warum wir genmanipulierte Pflanzen auf unseren Feldern dulden sollen. Stichwort MON810 et al. Die Amis hingegen - so entsteht zumindest der Eindruck bei der Berichterstattung - finden überwiegend nichts dabei, wenn das Schlachtvieh mit genverändertem Futter versorgt wird, oder gar das genveränderte Futter direkt auf dem Teller landet.
Bisher klang das immer so, als würden da mit dem Freihandelsabkommen vor allem üble Dinge und vor allem auf Europa zukommen.
Aber jetzt haben die Amis auf einmal auch ein Problem mit dem TTIP - weil wir Europäer würden gerne weiterhin unsere Waren am Namen erkennen können. Wenn wo Champagner draufsteht oder Nürnbergerle oder Parmesan, dann soll das auch drin sein, und nicht irgendwas anderes.
Und genau dort liegt der Hase im Pfeffer: Weil der Ami an sich jetzt jahrzehntelang „Parmesan“ fälschen könnte, ohne dass das jemand interessiert hat, sind die amerikanischen Käsebauern etwas pikiert, dass sie das mit dem Abkommen nicht mehr dürfen sollen [1]. Aber so richtig original amerikanisch ist ja kaum was außer Fastfood und Cupcakes; den Rest gab’s ja in der „alten Welt“ schon lang; sei es besagter Parmesan oder Kölsch oder Thüringer Rostbratwurst.

Ich bin ja der Meinung, dass die Amis an der Stelle ruhig zugeben dürfen, dass sie da was Nachgemachtes verkaufen. Selbst wenn es besser ist als das Original.
Was spricht denn dagegen, das Zeugs künftig „Wisconsin Pasta Cheese“ zu nennen und dazu zu schreiben, dass das Zeugs besser als Parmesan sei? Schließlich ist ja in den USA vergleichende Werbung erlaubt … Und wenn das wirklich stimmt, wird der Markt für den entsprechenden Erfolg sorgen.

[1]: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/ttip112.html

P.S.: Ich hoffe, ihr habt heute auch schön gewählt.

Dienstag, 20. Mai 2014

Profitipp

Wenn ihr mal was mit Eichenholz macht, also mit quasi noch halben Stämmen oder so, dann zieht euch Handschuhe an.
Nicht wegen der Spreißel.
Auch nicht wegen Dreck.
Und auch nicht wegen der Gefahr, sich die Pfoten irgendwo einzuklemmen.

Sondern wegen dem Sauhund von Eichenprozessionsspinnerraupe. Der Sausack hinterlässt nämlich seine Härchen, und die behalten ihre toxische Wirkung über Jahre hinweg.

In meinem konkreten Fall kann ich leider nicht so recht sagen, wo genau das Zeugs her kam; obs von den Weidezaunpfählen vom regionalen Holzdealer oder vom Fertig-Staketenzaun kam.

Meinen Recherchen nach kann man kontaminiertes Holz durch “kräftigen Wasserstrahl” zumindest weitestgehend von dem Zeugs befreien. Und den Rest sollten dann die eingangs schon erwähnten Handschuhe erledigen. Sonst sehen eure Finger unter Umständen aus wie meine - wie frisch in die Brennnesseln gefallen, nur nicht in Juck sondern in Schmerzhaft.

Mahlzeit!

Montag, 5. Mai 2014

Mischpoke

Bei meinem Farbmischbeitrag von neulich ist mir noch aufgefallen, dass das so ganz ohne Bilder relativ blöd zum Vorstellen ist.
Deshalb habe ich mich mit dem wunderbaren Inkscape hingesetzt und die Thematik mal etwas illustriert.
(Falls das jemand nachmachen will: Ebenen benutzen! Und den Ebenen-Mischmodus auf “Verdunkeln” für die subtraktive Farbmischung beziehungsweise auf “Screen” für die additive Farbmischung setzen )

Nehmen wir also mal an, wir möchten gerne subtraktiv mischen und hätten dafür Wasserfarben. Richtig schöne reine. Und zwar nicht in Rot, Grün und Blau, aber in Cyan, Magenta und Gelb. Dann geht das hier:

farbmischung_subtraktiv.png

Wie man schön sieht, ist da unser “normales” Rot, Grün und Blau jeweils schon selbst eine Mischfarbe - und genau so funktioniert jeglicher Drucker.

Mit Licht statt Wasserfarben und Rot, Grün und Blau hingegen mischen wir so:

farbmischung_additiv.png

Da sind dann auf einmal die Grundfarben von der subtraktiven Farbmischung die Mischfarben …

Alles klar?!

Montag, 28. April 2014

Die Spiderweb-App

Weil ich hier quasi unablässig mit Fragen zu der ominösen Spiderweb-App zugeschüttet werde, trete ich das einfach mal ein wenig aus (Achtung, schlechter Wortwitz).

Ich bitte gleich vorab, die nicht optimale Fotoqualität zu entschuldigen; es war noch recht früh …
Wenn man das Handy einfach so in die Hand nimmt und entsperrt, dann muss man schon sehr genau wissen, nach was man suchen muss:

spiderwebapp_1.jpg

Speziell bei hellen Hintergründen und wenn man von unten draufschaut, wird das dann aber auffällig:

spiderwebapp_2.jpg

Oder hier, aus einem anderen Blickwinkel:

spiderwebapp_3.jpg

Die Risse gehen auch noch schön in jede Ecke, aber Mitte Links auf 10 Uhr ist das Epizentrum.
Dumm an dieser Stelle: das ist ein Galaxy Nexus.
Da gibt’s den Digitizer zwar für unter 40€, aber selbst Profi-Telefonreparateure sagen, dass man das überhaupt nur dann versuchen soll, wenn man wirklich gut mit der Heißluftpistole ist (bin ich nicht, Anm. d. Red.). Lieber soll man sich das Display-Digitizer-Assembly holen, und dann sind wir schon wieder bei deutlich über 100€.
Und für 199€ gibt’s ein neues (und durchaus gleichwertiges) Motorola Moto G…

Jetzt wird erstmal so weiter gesmartphoned!

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