Donnerstag, 2. Januar 2014

Den Dreh raus

Schonmal durch die Gegend geguckt beim Wandern?
Und ein paar Windkrafträder gesehen?
Warum drehen die sich eigentlich immer rechtsrum (wenn man auf die Nabe schaut)?

Technisch gibt es keinen tragfähigen Grund für eine bevorzugte Drehrichtung, denn (Kugel-)Lager können in aller Regel beide Richtungen. Generatoren liefern auch in beide Drehrichtungen Strom. Selbst wenn dem nicht so wäre, ließe sich problemlos auch ein “linker” Generator bauen. Dem Mast und dem Fundament ist es vollkommen egal, in welche Richtung sich der Rotor dreht. Die Tragflächenprofile haben zugegebenermaßen eine vorgegebene Richtung, aber auch Tragflächen lassen sich so und so herum bauen. Und der Starkstromelektriker von Welt kennt - anders als der Joghurtzüchter - keinen rechts- und linksdrehenden Strom.

Warum also drehen sich die Rotoren der Windfarmen alle in dieselbe Richtung?

In manchen Erklärungen liest man etwas von der Corioliskraft, aber das ist schlicht Nonsens. Schließlich ist es ja auch nicht so, dass die Rotoren auf der Südhalbkugel linksrum drehen würden. Die Corioliskraft hat nur in größeren Dimensionen eine technisch relevante Bedeutung, jedoch nicht bei Abfluss-Strudeln, nicht bei Nord-Süd-Bahnlinien und auch nicht bei Windkraftanlagen (obwohl sie durchaus messbar ist).

Der wahre Grund ist überaus profan:
In den 1970ern hat (laut dem verlinkten SWR-Artikel) die Frau des dänischen Windkraft-Pioniers Erik Grove-Nielsen festgelegt, dass sich die Dinger rechtsrum drehen sollten …

Dienstag, 31. Dezember 2013

Das Jahr 2013

spende_statt_boeller_2013.png

Wie schon die vergangenen Jahre lege ich auch dieses Silvester mein Geld lieber in sinnvollere Sachen als Böller an.

Klar, ein bisschen was muss trotzdem, vor allem wegen der Kids. Deswegen habe ich so ein paar Leuchtdinger beim Discounter mitgenommen. Aber mehr als das 10fache dieses Betrags hat gerade Unicef bekommen.

Zeit für einen kleinen persönlichen Blog-Jahresrückblick!

Das Jahr 2013 hat für uns mit einem dicken Schreck begonnen, der sich jedoch situationsbedingt in einen echten Erkenntnisgewinn gewandelt hat. Wir haben unseren Familienwagen vergrößert (nämlich den treuen Meriva durch einen gebrauchten Vivaro ersetzt), auch, weil wir dank Hund nun in Autoreichweite urlauben. Ich habe (auch für euch) einige Fotos mit meinem Tamron-Makroobjektiv gemacht (siehe dazu die Kategorie “Makrofoto”). Ich habe einige Fotos von diversen Kaffeetassen meiner Arbeitskollegen veröffentlicht.
Ein weiteres altes Haus in Waldtann ist abgerissen worden. Das neue Feuerwehrhaus in Waldtann ist fertig und eingeweiht; wer will, kann es sich ja mal bei den Google Maps Views zumindest von außen anschauen. Wir haben schön an der Nordsee geurlaubt, ich habe so meine Erfahrungen mit dem deutschen Abmahnwesen gemacht, unser Junior hatte so einige sehr dumme Ideen und ich bin inzwischen auf Platz 4 bei Google, wenn man nach “Marinespeck” sucht.

Ich wünsche all meinen Besuchern einen guten Rutsch nach 2014 rüber!
Macht was draus, man liest sich!

Sonntag, 15. Dezember 2013

Marinespeck

Marinespeck
Beim Metzger unseres Vertrauens gibt es Marinespeck in Dosen.
In niedrigen und in hohen Dosen.
200 Gramm und 400 Gramm.
„Marinespeck?!“, wird sich jetzt der eine oder andere meiner Besucher fragen, „was soll denn das sein??“
Es ist mir ja fast peinlich, aber ich kann selbst auch nicht genau sagen, was Marinespeck ist. Ich weiß, dass das Zeug super schmeckt, und dass es in Etwa so aussieht, wie eine extragrobe Bratwurst. Die Zutatenliste bringt auch keine absolute Erleuchtung:

marinespeck.jpg

Im digitalen Zeitalter fast schon undenkbar ist, dass selbst Google und Bing nicht wirklich erhellendes beitragen können; man findet lediglich eine handvoll Metzger, die den Stoff herstellen (darunter unseren ;-) ) und in der Mainpost einen Artikel, der soviel besagt, als dass Marinespeck „ein Brotaufstrich aus fettem Schweinebauch aus der Colmberger Gegend“ sei.
Keinen Hinweis, wo denn der Name herkommt, keinen Wikipedia-Artikel. Keine etymologische Abhandlung.
Wegen dem Namen ist meine persönliche Theorie, dass das ursprünglich vielleicht tatsächlich mal als energiereiche und lange haltbare Nahrung für Seeleute gedacht war. Wer weiß?

Alle Metzger, die laut Internet Marinespeck herstellen, sind aus dem hohenlohisch-Main-fränkischen, insofern gehe ich davon aus, dass das Zeugs tatsächlich auch nur hier in der Gegend so richtig bekannt ist.
Ich kann jeder Wurstliebhaberin und jedem Wurstliebhaber eigentlich nur raten, Marinespeck mal zu probieren, so sie oder er denn drüber stolpert — das wird sich auf jeden Fall lohnen.

Mahlzeit!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Was der Fefe kann…

Was der Fefe kann, das kann ich auch …
Nämlich mal nachschauen, wie denn unser Lokalblatt seine Besucher tracken will.
Einen sehr schönen zugehörigen Artikel vom Leitmedium hat der Fefe in seinem Beitrag verlinkt.

Besucht man die Homepage der Südwestpresse, dann zeigt der Ghostery auch nur sehr selten weniger als 10 Tracker an:

swp_tracker.png

Danke!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die schönste Freude

Die schönste Freude in der Vorweihnachtszeit ist doch, wenn man Weihnachtslieder singen kann, in vollem Bewusstsein an die GEMA, und dabei die Mundwinkel extrem breit machen kann!

Mein persönlicher Dank an dieser Stelle deshalb an die Musikpiraten, die dieses Jahr schon die dritte Auflage der GEMA-Freien Weihnachtslieder herausgebracht haben.

Samstag, 23. November 2013

Verfahrensanweisung

Wenn man vom Flughafen Nürnberg aus wieder auf die A6 in Richtung Westen will, dann fährt man schön brav die Flughafenstraße raus.
Dann hält man sich links, weil da die A6 Richtung Heilbronn ausgeschildert ist.
Dann fährt man eine Weile durchs Städtle, immer schön die Marienbergstraße und den Bierweg (*vbg*) entlang bis zur B2, der Äußeren Bayreuther Straße.
Dort biegt man wieder links ab, weil da geht’s ja laut den Schildern zu sämtlichen Autobahnen.
Dann kommt eine Autobahneinfahrt rechterhand, da stehen so Sachen wie Berlin und München. A6 oder gar Heilbronn, steht da nicht.
Deshalb fährt man brav weiter und nimmt eben die nächste Auffahrt, die ist nach links und da geht’s nach Würzburg und Frankfurt.
Oder man nimmt die nicht, weil da ja auch nicht Heilbronn dran steht.

An dieser Stelle gibt’s also ziemlich genau zwei Möglichkeiten: entweder man ist jetzt in der falschen Richtung auf der A3 unterwegs oder man fährt immer noch auf einer Bundesstraße durch den großen Wald.
Bei der Autobahn muss man nur knapp 10km fahren bis zur nächsten Ausfahrt, damit man den Fehler korrigieren kann.
Interessanter ist es aber auf der Bundesstraße: Wenn man endlich eine Wendemöglichkeit auf der B2 gefunden hat, fährt man wieder zurück und nimmt dann doch die Autobahnauffahrt, von der man sich zunächst sicher war, dass es die nicht war. Die mit München und so. Wenn mich nicht alles täuscht, ist aus dieser Richtung kommend die A6 sogar angeschrieben.

TL;DR:
Wenn man ohne Navi vom Flughafen Nürnberg kommen auf die B2 fährt und auf die A6 Richtung Heilbronn will, dann nimmt man am Besten gleich die erste Autobahnauffahrt rechterhand. Auch wenn man gar nicht nach München oder Berlin will.

Donnerstag, 14. November 2013

Spacig

…sieht es aus, das Stadion von Székesfehérvár. Vor allem bei Nacht und Nebel.

stadion_szekesfehervar.jpg

Dort spielt der Videoton FC, und das Dingens nennt sich Sóstói-Stadion.

Donnerstag, 7. November 2013

Größenverhältnisse

Seit gestern geht eine Meldung durch die Medien, von wegen dass man Asteroiden nicht unterschätzen soll. Wie zum Beispiel hier in der FAZ. “Forscher” haben demnach die Daten des Einschlags von Tscheljabinsk ausgewertet und sind zu verschiedensten Erkenntnissen gekommen.

Über was ich spontan gestolpert bin, sind die “technischen Daten” des Asteroiden. Der soll einen Durchmesser von 20 Metern gehabt und dabei 10000 Tonnen gewogen haben.

Mooooment. 20 Meter konnte ich ja gedanklich noch irgendwie greifen. Das ist ungefähr so dick wie eine Reihe von vier Autos beim Parken lang ist.
Aber mit den 10000 Tonnen bin ich nicht klar gekommen, weil das ist ja der Gegenwert von zehntausend (!) Autos. (Anm. d. Red.: früher hat man mit “1 Mittelklassewagen = 1 Tonne” gerechnet. Heute muss man eher “1 Kleinwagen = 1 Tonne” annehmen).
Und zehntausend Autos, das ist eine etwas unübersichtliche Menge, die ich mir einfach nicht in einer 20 Meter dicken Kugel vorstellen konnte.

Also habe ich mal nachgerechnet.

Eine Kugel mit 20 Metern Durchmesser hat ein Volumen von 4189 Kubikmetern. (Vierdrittel Pi r-hoch-drei). Ein solches Volumen probiere ich mir vorzustellen, indem ich mir einen Querschnitt von einem Meter mal einem Meter vorstelle (Meterstab 1x in der Mitte geknickt) und diesen dann entsprechend lang mache. Für 4189 Kubikmeter muss ich den dann über 4 Kilometer lang machen.
Krass, und das in “nur” 20 Metern Durchmesser!

Aber weiter zur Dichte des Asteroiden. Eine Dichte ist immer ein Gewicht geteilt durch ein Volumen. Wir haben 10000 Tonnen und die 4189 Kubikmeter, also hatte der Asteroid eine mittlere Dichte von 2,387 Tonnen pro Kubikmeter oder entsprechend 2387 Kilogramm pro Kubikmeter. Das ist wiederum relativ leicht, weil ein Kubikmeter Wasser wiegt auch schon 1000 Kilogramm.

Ein kurzer Blick in eine Dichtetabelle, zum Beispiel die in den Wikibooks, zeigt uns, dass Gips, Sandstein und Glas mit um die 2,5 Tonnen/m^3 eine ähnliche Dichte haben.

Und dann ist das ganze wieder vollkommen okay und war nur in meinem Kopf ein Problem, weil ich mir weder eine Kugel mit 20 Metern Durchmesser noch ein Gewicht von Zehntausend Tonnen vorstellen konnte!

Sonntag, 3. November 2013

Kleiner Hirnknoten gefällig?

Die Tage bin ich irgendwo im Internet über den Kollegen Ian Fieggen gestolpert. Der ist seines Zeichens Australier und eins seiner Hobbys ist … Schuhe binden.
Er sagt, dass er die wohl schnellste Art gefunden hat, wie man seine Schuhe binden kann.
Die Anleitung dazu hat er freilich auch auf seiner Webseite.

Wer es damit nicht schafft, der suche beispielsweise auf Youtube nach “Ian’s Knot”. Dort findet man hunderte von Videos, die einem erklären wollen, wie das genau funktioniert — aber ich bin einfach zu doof dazu …
So ein paar Mal ist tatsächlich ein Knoten dabei herausgekommen, aber sobald ich das ohne Anleitung probiert habe, ging das recht zuverlässig in die Binsen. Da ist mein Hirn wohl etwas zu arg in Richtung “Standardschleife” konditioniert.

Diese Anleitung hier konnte ich noch am Besten nachvollziehen:

Und wer dem Herrn Fieggen persönlich auf die Finger schauen will, zieht sich dieses Video hier rein:

Schuhe binden ist doch definitiv das Richtige für den heutigen Weltmännertag, oder?

Sonntag, 27. Oktober 2013

Rein mit den Gartenmöbeln!

Ich bin ja auch so jemand, der den von der Zeitumstellung(*) verursachten Jetlag nicht ganz so gut verdaut. Vor allem frage ich mich bei jeder Umstellung wieder, in welche Richtung ich denn die restlichen manuellen Uhren nun eigentlich drehen muss.

Aber da gibt es ja gottseidank ein paar Eselsbrücken, und die für Nordeuropa gültige konnte ich mir ganz gut merken:

  • Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor
  • Im Herbst stellt man sie wieder zurück

Übrigens ist die Winterzeit die Normalzeit. Also das, was es ausschließlich gab, bevor Paulchen Panther kam. Und so einige Länder haben den wirtschaftlichen Blödsinn auch schon wieder abgeschafft. (Siehe dieses Bild; die mit oranger Farbe machen nicht mehr mit, und das ist immerhin der Flächen- und menschenmäßig größte Teil unserer Erde)

Interessant ist auch immer wieder, wie viele Geräte man benutzt, welche eine Uhr haben, die sich nicht automatisch umstellt. Mein Auto ist so ein Fall. Zwar gibt’s irgendwo in den Untiefen des Menüs eine Option “Automatischer Zeitabgleich”, aber das funktioniert offenbar nur, wenn man längere Strecken fährt. Da muss ich jedes halbe Jahr wieder manuell angreifen.
Unser EinschlafradioiPodDingens (bestückt mit einem Firewire-iPod der dritten Generation mit den Hörspielen von Ohrka.de) hat einen netten Schiebeschalter auf der Rückseite, mit dem man zwischen Sommer- und Winterzeit umschalten kann.
Die Uhr im Bad muss von Hand bearbeitet werden. Das hatte ich vor zwei Jahren ja schonmal beschrieben.
Und dann wäre da noch die Digitalkamera und das DECT-Telefon und die Mikrowelle (die wir gern auch mal als Stromausfallanzeige verwenden; sobald der Strom auch nur ein paar Millisekunden weg ist, steht auf der nervig blinkend “0:00”).

(*): Das DLR ließ übrigens per Twitter verkünden, dass man bitteschön nur die Uhren umstellen solle, und nicht die Zeit. Schon 60cm würden mitunter genügen. Außerdem empfehle es sich, für die Datumsgrenze immer wasserfeste Farbe zu verwenden.

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