Sonntag, 3. Mai 2020

Gegensätze

Während in Kreßberg der Raps vor sich hin blüht und gelb im Auge brennt

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sieht es im Einzelhandel gaaaanz anders aus, zumindest, was das Angebot an Hefe angeht. Da blüht nix.

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Schlicht JEDER, mit dem ich darüber spreche, fragt sich, warum die Menschen so viel Hefe kaufen. Schließlich könnten doch heutzutage nur noch die wenigsten backen …

Donnerstag, 30. April 2020

Kindermund

Gerade gelernt:
des jüngsten Kindes Füße sind heute Kohlrabi-schwarz

(nicht etwa Kohlrabenschwarz)

;-)

Montag, 20. April 2020

Keine Löwenzahnfelder

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Nein, das sind keine Löwenzahnfelder. Der Raps blüht in Kreßberg.

Dienstag, 14. April 2020

Noch mehr Grenzgeschichten

Das mit der „Grenze zwischen Deutschland und Bayern“ ist tatsächlich nicht nur so daher gesagt.
6 Kilometer östlich von hier liegt Markt Schopfloch. Man könnte also in etwas über einer Stunde dorthin spazieren. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln geht das zwar auch, ist das aber ziemlich knifflig: Die üblichen Suchmaschinen melden direkt einen Fehler. Tatsächlich (ich habe es selbst zugegebenermaßen noch nicht ausprobiert) muss man zunächst 15km in die falsche Richtung, nach Crailsheim, fahren (Minimum 20 Minuten). Dort nimmt man einen Bus nach Dinkelsbühl (25km, 45 Minuten). Und von Dinkelsbühl aus geht es dann nach Schopfloch (7km, nochmal 20 Minuten). Und da sind jetzt noch gar keine Wartezeiten wegen Anschluss-Bussen mit eingerechnet. Da scheint der Vorschlag von Google, zuerst von Crailsheim mit dem Zug nach Dombühl zu fahren, gar nicht mehr so abwegig …

Auch jetzt, in Coronazeiten, wird die Grenz-Linie immer wieder deutlich sichtbar, weil in Bayern andere Regeln gelten. So sind die Baumärkte in Bayern geschlossen, die in BaWü aber haben geöffnet. Führt natürlich genau zu dem, was der Herr Söder damit eigentlich nicht bezwecken wollte - dass die Menschen aus Dinkelsbühl und Feuchtwangen nach Crailsheim in den Baumarkt fahren.

In Bayern dürfen die Leute nur mit einem triftigen Grund aus dem Haus (zum Beispiel zum Einkaufen). Ohne Grund kann die Polizei Strafen verteilen. So ist laut der Südwestpresse letzte Woche ein Pärchen aus Crailsheim nach Feuchtwangen gefahren, anscheinend nur, um dort einen Kindersitz zu entsorgen. Gab zwei Anzeigen, einmal wegen der illegalen Müllentsorgung und eine wegen dem Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz.

So weit ist es schon

Wir wohnen ja, wie ich immer recht gern (und durchaus scherzhaft) anmerke, recht nah an der Grenze zwischen Deutschland und Bayern.

(ja, der braucht einen Moment)

Gestern nun war ich ein paar Kilometer von Zuhause weg, in Bayern, und habe eine EC-Kartenzahlung getätigt.
Was sagt mir mein Konto nun heute?

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Dass ich Recht habe mit meinem Scherz! Bayern ist gar nicht mehr Deutschland! Das ist Ausland!

;-)

Ich werde vorerst nichts gegen die Buchung unternehmen, da nach meinem aktuellen Wissensstand keine extra Gebühren dafür anfallen.

Samstag, 21. März 2020

Corona-Gedanken

Vielleicht ist ja die aktuelle Pandemie eine Chance, die Bonpflicht beim Bäcker wieder abzuschaffen. Das Gebäck kommt ja per Greifer oder mit einem Hygiene-Handschuh in die Tüte, und auch auf dem Geld haftet nicht ganz so viel an Keimen, wie man denken möchte.
Aber der unselige Bon, der kommt quasi per Handschlag auf die Theke.

Das Wirtschaftssterben in Deutschland war (bis zur Schließung der Restaurants) für die Ausbreitung von CoVid19 sowohl gut als auch schlecht.
Ganz sicher gibt es dadurch weniger abendliche Stammtische und Kegelzusammenkünfte (was für die Ausbreitung des SARS-Cov-2 schlecht ist), aber die verbliebenen Gaststätten haben nun einen größeren Einzugsbereich (was die Verbreitung unterstützt).

Klar und deutlich

Wenn ihr euch beim Möbelschweden mal so praktische Plastikkistchen mitgenommen habt (die heißen Variera), dann habe ich hier einen eventuell hilfreichen Tipp für euch:

solltet ihr auf den Gedanken kommen, die Dinger in die Spülmaschine zu tun: TUT DAS NICHT. Weil wenn man die Kistchen umdreht, dann sieht man ganz klar und deutlich ein Relief (freilich nur dann, wenn man es versehentlich in einem ganz bestimmten Winkel ins Licht hält). Und dieses Relief wiederum zeigt in nicht übersehbarer Art und Weise eine Hand, die eine Spülbürste hält. Darunter stechen Schriftzeichen hervor, die Folgendes besagen: „Max. 50°C (122°F)“.

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Ignoriert man diesen prägnant und auffallend ausgeführten Reinigungshinweis, könnte die Sache ziemlich Dali-esk schief gehen.

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Anmerkung der Redaktion: Falls die Verformungen nicht zu stark sind, bestehen gute Chancen, die Situation mit heißem (nicht mehr kochenden) Wasser wieder in geordnete geometrische Bahnen zu lenken.

Freitag, 13. März 2020

Nachreiche

Werte Leserinnen und Leser,
in unseren pandemischen Zeiten wird es ja - trotz der überaus wertvollen Tipps vom Postillon - immer mal wieder dazu kommen, dass man selbst etwas kochen muss. Falls dann ab Montag auch in Süddeutschland die Schulen zu machen, ist es um so wichtiger, dass das Essen auch den Kids schmeckt.

Mein Beitrag dazu ist die fotografische Nachreiche zu meinem Veggie-Marsch-Rezept vom vierten Advent.

Nachdem die Gemüsebrühe aufgekocht ist und das geschälte und geschnibbelte Gemüse drin versenkt wurde, muss das Gebräu erstmal vor sich hinköcheln:

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Währenddessen kann man sich um die Zwiebeln kümmern und die mal scharf (aber nicht schwarz!) anbraten:

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Eine Viertelstunde vor Kochzeitende habe ich meine Spätzle im Topf versenkt:

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Das Ergebnis sieht in der Schüssel dann so aus:

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Und obwohl wirklich weder Fleisch noch Wurst drin ist, hat sich der große Sohn gleich zweimal geholt. Scheint also zu funktionieren, das Rezept …

Sonntag, 8. März 2020

Stories aus 2019 - Teil 6 (und Ende)

Als Abschluss-Beitrag habe ich noch ein paar Fotos ohne besondere Ordnung für euch.

Weil wir eine wasserdichte Kamera dabei hatten, haben die Damen recht ausdauernd probiert, so ein “Lange Haare aus dem Wasser schwingen”-Foto zu machen. Das hier ist eins von den Guten.

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Eines Tages hatten wir Besuch im Mobile Home: Eine Gottesanbeterin hockte auf der Vorhangstange! Das sind mal Insekten mit Format, zumindest für mich süddeutsches Landei, der höchstens mal einen Maikäfer sieht.

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Ein Highlight für mich ist das Frühstück: frisches Baguette mit Butter und Honig, dazu einen eisgekühlten Saft. Funktioniert daheim einfach nicht …

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Wir konnten unsere Spuren im Sand hinterlassen.

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Interessant fand ich, wie sehr das Strand-Hinterland von Fréjus den Ostsee-Dünen ähnelt.

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So, nu is gut mit Côte d’Azur - ich schreib euch erst wieder was drüber, wenn wir nochmal dorthin gehen.

Stories aus 2019 - Teil 5

Für mich ein Highlight, für den Rest der Familie eher nicht, war der Besuch der Ruinen des Staudamms von Malpasset.

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Malpasset war bis 1959 der Name einer Ortschaft im Hinterland von Fréjus. Die Ortschaft wurde ausgelöscht, als der Staudamm Im Dezember ’59 brach.

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Wenn man sich anschaut, wo die riesigen Bruchstücke der ehemaligen Staumauer heute liegen, kann man erahnen, wie viel vernichtende Energie das Wasser mitbrachte.

Auch der schönste Urlaub geht irgendwann mal zu Ende, und auf der Rückfahrt haben wir uns auf einen Zwischenstopp in Monaco eingelassen.

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Lang haben wir es dort nicht ausgehalten; das geht mit Kleinkind und Hunden nicht. Dennoch blieb uns so einiges im Gedächtnis. Es fängt schon damit an, dass (wie bereits erwähnt) der Große Wagen an die 2 Meter hoch ist. Dafür muss man erstmal einen Parkplatz finden.

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Wovon ich dringend abraten muss, ist die Verwendung eines mobilen Navigationsgeräts für Monaco. Es sprechen gleich mehrere Gründe dagegen:

  • Monaco liegt schräg an der Küste (das Navi sieht also deutlich weniger Satelliten)
  • Monaco ist mit Tunneln durchlöchert wie ein Schweizer Käse (da sieht das Navi gar nix)
  • und es laufen einige Straßen parallel (da hüpft die eigene Position munter rauf und runter; entsprechend die Routenbeschreibung)

Ich habe das Ding ziemlich zügig ausgeschaltet …
Wir haben ein Parkhaus mit dem schönen Namen „Parking des Agaves“ erwischt. Von außen sah es wie ein Wohnhaus aus, und wir sind irgendwie erstmal 14 Stockwerke nach oben gefahren. Aber es hat gepasst und war mit 4,70€ für zweieinhalb Stunden gar nichtmal so teuer.

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Die restliche Rückfahrt war ziemlich windig, aber wir sind sehr gut durch gekommen. Schon in der Schweiz, bei Bellinzona, habe ich aber ein Schild entdeckt, welches so viel besagte als dass bis zu diesem Tag der San-Bernardino-Tunnel von 20 Uhr bis 6 Uhr gesperrt sei.
Ab dem Zeitpunkt bin ich immer ziemlich scharf am Tempolimit gefahren (die Eidgenossen sind gegenüber Temposündern nicht sonderlich zimperlich) und habe dem Großen Wagen ordentlich die Sporen gegeben.

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Um 20:09 Uhr sind wir unter allgemeinem Gejohle noch in den Tunnel gewitscht.
Und kurz, bevor in Kreßberg um Mitternacht die Lichter ausgehen, habe ich das Auto vor dem Haus abgestellt.

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