Dienstag, 2. April 2013
Wer - wie ich auch - einen Gasherd mit Elektrobackofen hat, dessen Markenname aber weder etwas mit dem Königshaus Oranien noch mit dem Oranier-Orden zu tun hat, und wer außerdem - wie ich auch - ein Gerät hat, dessen Klappe nicht so ganz zu bleibt, der kann höchstwahrscheinlich - wie ich auch - ein Lied davon singen, dass die Knöpfe, Knebel, Dreher, Bedienelemente oder wasauchimmer oberhalb der Backofenklappe bei Betrieb desselben munter verschmoren.
Und er kann - wie ich auch - weiter singen, dass Ersatz unsäglich teuer ist (unser Herd hat 6 Knöpfe, vier davon kamen “unter Freunden” auf 75€).
Und außerdem halten neue Knöpfe nicht lange, wenn ihr - wie ich auch - am Backofen eine neue Dichtung montiert habt — weil dann bleibt die Backofenklappe noch weiter auf als sonst. Und weil es weder am Gerät noch an der Klappe eine Einstellmöglichkeit gibt, muss man sich - wie ich auch - mit einem Hilfskonstrukt behelfen.
Und für alle, die dann - wie ich auch - im Internet nach der nach einiger Zeit nicht mehr sichtbaren Skaleneinteilung für den Backofen-Temperatureinsteller suchen, hab ich das hier gemalt:
Ich hab mir das mit schwarzem Edding auf meinen inzwischen Kunststoff-beigen Knopf draufgemalt, damit ich beim Backen wenigstens eine grobe Hausnummer habe, wie schnell das anbrennen wird.
Mein persönlicher Tipp:
Wenn sich die Metallbeschichtung “hohl” anfühlt, gleich runterreißen; ein kleiner Schraubendreher hilft. Die an den Knöpfen angebrachten Dekoteller und die innen drin versteckten großen Federn sind für die Funktion nicht notwendig und können auch weg; die Zündung und die Zündsicherung funktionieren trotzdem.
Dann sieht das Gerät halt etwas “unstylisch” aus (ratet mal: wie meins auch!), aber es geht wenigstens wieder. Ein netter Nebeneffekt ist, dass sich nicht mehr so viel Dreck absetzen kann, weil’s weniger Mikrobentaugliche Ritzen gibt.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich von dieser Marke keinen Küchenherd mehr kaufen werde?
Sonntag, 31. März 2013
Schon seit 33 Jahren (nonstop seit 1980) plagt Deutschland seine Einwohner mit der unsäglichen Sommerzeit.
Jedes Jahr wieder dasselbe. Man wacht eines Sonntag morgens auf und es ist später als man dachte.
Man sollte abends eigentlich ins Bett, ist aber noch glockenhell wach.
Aber die Sommerzeit hat durchaus auch ihre guten Seiten:
Jedes Jahr kann man dank der Zeitumstellung zweimal mit den Leuten diskutieren, in welche Richtung die Uhrzeit nun verstellt wird. Man muss also nicht stumm nebeneinander stehen und nicht wissen, worüber man reden soll. (Anm. d. Red.: weil über’s Wetter reden wir nicht mehr; das haben wir satt)
Und man trainiert das Hirn durch Herauskramen der ganzen Eselsbrücken, in welche Richtung die Uhr verstellt werden muss.
Und man kann sich den ganzen Sommer lang darauf freuen, dass man “irgendwann im Herbst” mal eine Stunde länger poofen darf.
Und wenn man den Tag früher anfängt, hat man tatsächlich mehr davon.
Und nicht vergessen darf man auch den Überraschungseffekt, wenn man eine Woche nach der Umstellung irgendwo noch Geräte findet, die man vergessen hat, umzustellen.
Und überhaupt: Frohe Ostern allerseits!
Dienstag, 26. März 2013
Wenn es euch auch so wie mir gestern geht, dass ihr vor einem “Durchfahrt verboten”-Schild steht, aber eigentlich nur von Waldtann über Goldbach nach Crailsheim wolltet, dann interessiert euch sicherlich, warum dem so ist.
Das Landratsamt lässt uns dazu folgendes wissen:
Sperrung der K2654 zwischen Goldbach und Waldtann aufgrund von Baumfällarbeiten
Von Montag, 25.03.2013 bis Donnerstag, 28.03.2013 wird die K2654 zwischen Goldbach und Waldtann für den Verkehr voll gesperrt.
Sollten die Arbeiten in dieser Woche nicht abgeschlossen werden, wird die Straße in der folgenden Woche von Dienstag, 02.04.2013 bis Freitag 05.04.2013 nochmals gesperrt.
Also fahren wir lieber brav über Bergbronn oder Mariäkappel, bevor uns noch ein Baum auf den Kopf fällt …
(Quelle: Homepage Landkreis SHA)
Sonntag, 24. März 2013
(höchstwahrscheinlich verstoße ich hier akut gegen irgendjemandes Copyright, aber ich fand’s so gut, dass ich es einfach posten musste. Selber hab ich es per Whatsapp erhalten. Und wir sind ja auch quasi persönlich betroffen …)
Hier nochmal auf vielfachem Wunsch die Rassebeschreibung Labrador:
Der Labrador liegt immer und überall maximal im Weg und kann dabei deutlich mehr Raum einnehmen, als ihm größenmäßig zusteht.
Er kann bei Bedarf immense Mengen Haar verlieren (auch direkt nach dem Bürsten).
Der Labrador beachtet Fremde draußen nicht - außer man verlässt sich darauf, dass er Fremde nicht beachtet.
Er hat eine immense Begabung dafür, den Augenblick zu finden, in dem man seinen Menschen maximal blamieren kann.
Die Pfoten sind rundlich, kräftig und kompakt und können große Dreckabdrücke auf heller Kleidung und frisch geputztem Boden hinterlassen. Labradore schätzen Ansprache und unsere volle Aufmerksamkeit. Darum stupsen sie einen besonders gern mit der Nase an den Arm, wenn man in der Hand eine volle Kaffeetasse hat.
Den Labrador gibt es inzwischen in fünf Farbschlägen: schwarz, braun, blond, foxred und silber. Doch wenn sie sich gewohnt richtig dreckig gemacht haben, ist die Farbe sowieso egal und kann eh nicht mehr auseinander gehalten werden.
Alle Labradore bekommen nie genug Futter. Wenn man vor ihnen etwas isst, neigen sie leicht dazu, zu Sabbern.
Labradore sind leicht grobmotorisch veranlagt, was man recht oft feststellt, wenn sie mit anderen Hunden spielen oder sie einfach nur am Wohnzimmertisch vorbeilaufen und anschließend alles am Boden liegt.
Labradore müßten eigentlich Schlabbradore heißen, denn ihr Hauptorgan scheint tatsächlich die Zunge zu sein. Sie schlabbern einfach alles ab, sei es die Schnauze von anderen Hunden, das Gesicht der Menschen oder eben zur Not auch sich selbst. Außerdem beherrschen sie die Kunst, mit nur einem Liter Wasser im Napf die gesamte Napfumgebung zentimeterhoch unter Wasser zu setzen.
Ein auf einem tausende von Hektar großem Feld herumtobender Labrador wird mit größter Akkuratesse in den Knien seines Besitzers bremsen und versuchen, ihn so auf dem Boden der Tatsachen zu halten.
Labradore wissen aufgrund ihrer überragenden Intelligenz praktisch alles besser als ihre Menschen und können daher selbst am besten entscheiden, wann es Sinn macht zu gehorchen.
Labradorwelpen finden immer einen Weg unter die Füße ihrer Leute.
Labradore haben einen ausgeprägten Sinn für Humor. Leider. Der Glaube, dass Labradore mit zunehmendem Alter vernünftiger werden, ist falsch.
Labradore können vorsichtig spielen. Sie ziehen es aber vor, das nicht zu tun.
Der Labrador folgt seinem Alphatier bedingungslos überallhin - es sei denn, irgendjemand anderes isst gerade Kuchen oder etwas anderes Leckeres und geht in die andere Richtung.
Der Labrador verfügt über “will to please”, leidet aber unter temporärer Taubheit, wenn es um die Ausführung von in seinen Augen sinnlosen Befehlen geht. Ansonsten hört der Labrador über größte Distanzen, über mehrere Zimmer und Stockwerke hinweg, wenn z.B. die Tür zur Vorratskammer oder Kühlschrank geöffnet wird, wo sein Essen oder seine Leckerlis lagern oder die Keksbox geöffnet wird.
Der Labrador verfügt über eine perfekt arbeitende innere Uhr - an Tagen, an denen seine Menschen ausschlafen können, wird ab halb sechs permanent der Schlafplatz gewechselt, laut geseufzt, Pfoten geleckt und mit der Rute der Teppich geklopft. An Tagen, wo sein Chef mal früher raus muss, wird so lange auf dem Schlafplatz gepennt, bis sein Mensch fertig angezogen an der Tür steht.
Ein eleganter, klitschnasser Labrador zieht es grundsätzlich vor, sich an den Beinen seines Menschen zu trocknen.
Labradore haben eine ganz, ganz andere Vorstellung von “wohlriechend” als ihre Menschen.
Labradore können durch hohes juchzendes Jaulen ihrer Begeisterung Ausdruck verleihen: es gibt unter ihnen recht viele Exemplare, die in ihrer Freude über menschliche und tierische Bekannte zu Sangeskünstlern werden! - Für Uneingeweihte klingt dieses Freudengejohle allerdings eher, als hätten Sie Ihrem Hund massive Schmerzen zugefügt. Vorsicht also vor dem Tierschutzverein!
Labradore haben ein praktisch selbstreinigendes Fell. Diese Tatsache ermächtigt sie im gleichen Zuge dazu, täglich, bei jeder Witterung, in den dreckigsten und schlammigsten Tümpeln, Pfützen, Bächen und Seen zu baden. Die Selbstreinigende Funktion erweitert sich jedoch nicht auf die unmittelbare Umgebung eines Labradors.
Samstag, 23. März 2013
Knackwurst (a.k.a. “Rote”) darf man vor dem Anbraten einschneiden. Käseknacker nicht.
Sonntag, 17. März 2013
Wusstet ihr eigentlich schon, dass ein Kind im Nutellafall PROBLEMLOS den vierfachen GDA unterbringt?
Ich erklär’s euch.
Inzwischen steht ja auf den meisten (Supermarkt-)Sachen drauf, wie viel Kalorien von welcher Sorte drin sind. Und es steht auch der GDA drauf, der Guideline Daily Amount. Der beschreibt, wie viel von dem Zeugs ein Erwachsener am Tag zu sich nehmen sollte und was er damit an Nährwerten und Vitaminen zu sich nimmt.
Im Fall von Nutella ist der GDA (wohlgemerkt, der ist eigentlich für Erwachsene!) grade mal lächerliche 15g; das ist nur wenig mehr als ein Teelöffel von dem Zeugs.
Und was macht ein Teelöffelchen Nutella in einem Kindermund?
Genau!
Das sublimiert. Denn es geht direkt vom zähflüssigen in den nicht mehr sichtbaren Aggregatszustand über.
Und ist damit deutlich weniger als ein Tropfen auf den sprichwörtlichen heißen Stein.
Also hat der GDA in der Praxis denselben Stellenwert wie der “Normverbrauch” der Autohersteller: er taugt als sehr grober Richtwert, aber mit der Realität hat er letztlich nichts zu tun.
Denn zumindest meine Mädels können - wie schon oben erwähnt - ohne Anstrengung (außer dem Überreden der Eltern, selbstverständlich) einen doppelten gehäuften Esslöffel (und mehr) Nutella frühstücken. Das sind dann mindestens 60g und somit mehr als der vierfache GDA. Damit haben sie dann schon knapp den halben täglichen Zuckerbedarf und ein Drittel des Fettbedarfs eines Erwachsenen gedeckt.
Nicht auszudenken, wenn die plötzlich stattdessen den Nährwert in Karotte oder Gurke haben wollten — das wären Berge, die könnten wir gar nicht mehr bevorraten!
Donnerstag, 7. März 2013
Neulich hab ich mit dem Sohnemann “Cars 2” angeschaut.
Das war gut, denn das hat mein Weltbild doch deutlich verändert! Aber der Reihe nach.
Früher dachte ich immer, dass wenn ich immer schön nach Süden laufe und irgendwann mal am Ende vom Italienischen Stiefel stehe und nach Süden schaue, ich nach halblinks schauen muss, um den Blick in Richtung Ägypten schweifen zu lassen.
Gottseidank gibt es aber Pixar, denn die haben mich erleuchtet:
Ägypten ist überhauptgarnicht halblinks! Das ist satt rechts von Italien!
Ägypten ist nämlich genau da, wo ich immer meinte, dass da eigentlich Tunesien sein sollte! Und außerdem ist das auch noch viel näher an Italien dran, als ich dachte! Man kann von Sizilien aus quasi rüberspucken nach Ägypten!
Was ich freilich nicht rausbekommen habe, ist, was denn nun eigentlich dort ist, wo ich früher dachte, dass dort Ägypten wäre …
Gleichzeitig habe ich auch noch gelernt, dass das Oktoberfest gar nicht in München ist, nein! Es ist zwar tatsächlich in Deutschland, aber eher in Offenburg denn im Südosten von Deutschland!
Ich sag nur “The world according to America” …
Samstag, 2. März 2013
Schaut ihn euch nochmal genau an, diesen Wald:
(Bildquelle: Screenshot von Google Maps)
Die “St2218” ist die Hauptstraße zwischen Crailsheim (das ist weiter links) und Dinkelsbühl (das ist weiter rechts), und rechts außerhalb des Bildausschnitts befindet sich das Gewerbegebiet Waldeck. Über die “AN43” kommt man in die Ortschaft Waldeck, die nur wenig mehr als 100 Einwohner hat.
Aber zurück zum Thema: diesen Wald wird es nicht mehr lang geben. An dieser Stelle wird eine mehr als 10 Hektar große Tomatenplantage entstehen, die mit der in der zwischenzeitlich insolventen Klärschlammverwertungsanlage produzierten Wärme beheizt wird. Die Anlage wird auf Hackschnitzelverfeuerung umgebaut, der Klärschlamm wird dann anderweitig entsorgt. So sagt zumindest das Hohenloher Tagblatt in einem Bericht.
Man darf gespannt sein, wobei ich persönlich sagen muss, dass ich zwar es gut finde, wenn die Aldi-Tomaten um die Ecke produziert werden, aber wenn dafür 12 Hektar Wald dran glauben müssen, sinkt meine Begeisterung doch beträchtlich.
Montag, 25. Februar 2013
Grade schau ich mit meinen Kindern Kika — es kommt Wickie. Und ein weiteres Mal denke ich daran, wie diese Folge (die Möweninsel, Anm. d. Red.) mein Leben verändert hat …
Donnerstag, 14. Februar 2013
Irgendwie habe ich den Verdacht, dass bei Büchern mit einem Stempel “preisreduziertes Mängelexemplar” der Mangel rein in der Anwesenheit des Stempels liegt…
Aktuell festgestellt an Ralf Isaus “Die Dunklen”.