Freitag, 4. März 2016

Mift

Grade eben einen Blogeintrag fertig geschrieben, dann einen kurzen Blick in den Feed-Reader, und BÄÄÄM. Keule ins Gesicht.
Die Frau Spätlese will Sachen wissen. Viele Sachen. Von mir. Mift.

Also, ran an den Speck.

1. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
Mein Blog ist ein Resultat von „ich will nicht mehr HTML von Hand schreiben müssen“ und damit eine Fortsetzung meiner Bestrebungen, im Internetz ein bisschen Präsenz zu zeigen. Meine ersten Webseiten habe ich mit einem 14.4er Modem veröffentlicht. Ich verwende mein Blog, um Sachen mitzuteilen, die ich spannend oder wichtig oder lustig finde, und um meine Heimatgemeinde Kreßberg etwas besser im Netz dastehen zu haben.

2. Welchen Film sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall gesehen haben?
Ich möchte ja „Spaceballs“ schreiben, aber um über den richtig lachen zu können, muss man ja noch 20 andere Filme kennen …

3. Welchem der vier Temperamente würdest du dich zuordnen?
Wenn ich mir die klassische Temperamentenlehre anschaue, würde ich mich am ehesten als Phlegmatiker sehen.

4. Wenn du die Wahl hättest, wo würdest du gerne leben?
Es gibt viele schöne Orte auf der Welt, aber „there is no place like 127.0.0.1“. Zumindest auf Dauer.

5. Welches ist dein Lieblingstier und warum?
Ich hab kein bestimmtes Lieblingstier. Teile meiner Mitbewohner würde eine genauere Antwort beunruhigen :-)

6. Welches ist dein Lieblingsgemüse und warum?
Kartoffeln sind cool. Weil sie vielseitig sind. Man kann sie als Suppengrundlage verwenden, kochen, braten, in ganz dünne Scheiben schneiden und frittieren, in vielprozentige Flüssignahrung ummodeln, …

7. Welches ist dein Lieblingsobst und warum?
Ich mag Äpfel. Säuerliche Äpfel, Braeburn-mäßig. Weil sie so schön sauer sind.

8. Welche Musik hörst Du am häufigsten?
Meistens läuft Radio. Pop im weitesten Sinne.

9. Würdest du eher einen Nutzgarten oder einen Ziergarten anlegen?
Ich würde ja probieren, das zu kombinieren … Quasi einen Nutzgarten, der gut aussieht … Und es gibt ja durchaus Gemüse, das sehr hübsch blüht, wenn man den Erntezeitpunkt verkackt …

10. Feuer, Wasser, Erde, Luft – welchem Element würdest du dich zuordnen und warum?
Erde. Weil die so … bodenständig ist. Ohne Erde würde Wasser einfach weglaufen. Ohne Erde würde nichts wachsen, was brennen kann. Ohne Erde könnte man nicht dastehen und die Nase in die Luft stecken.

11. Hast du jemals einen Blogeintrag bereut, den du veröffentlich hast und wenn ja warum?
Ja, kenne ich. Einer meiner Blogeinträge enthielt beispielsweise einen Screenshot eines Vorschaubildes von einer Webseite. Ich hab die Webseite auch verlinkt, aber ich habe nicht mit einem in Deutschland leider legalen Geschäftsmodell gerechnet. War nicht ganz billig, die Geschichte.
Und: betrunken bloggen kommt auch uncool.

Wer nun an dieser Stelle eine Fortsetzung der Fragenkette erwartet, wartet bei mir falsch.
Weil isch hab annere Sachen zu tun :-)

Wenn die Handbremse versagt

Schon seit Jahren vertraue ich auf die treuen Dienste der Handbremse, wenn es darum geht, den Inhalt von silbrig bedampften Scheiben in Sicherheit zu bringen, bevor die Kids letztere in die Finger bekommen.

handbremse.jpg

Das war bisher auch überhaupt kein Thema; Laufwerk ans MacBook Air anstöpseln, Scheibe rein, Handbremse an, laufen lassen, fertig.

Neulich nun gab es bei uns mal wieder eine neue Scheibe, die ich auch wegsichern wollte. Der Vorgang lief eigentlich wie immer, jedoch war das Ergebnis alles andere als erbaulich. Wirre Fetzen in den Bildern, alle paar Sekunden, insgesamt nicht brauchbar.
Die Ursache des desaströsen Resultats liegt im aktuellen OS X 10.11, “El Capitan”. Das bringt nämlich die so genannte “System Integrity Protection” (kurz SIP) mit. Dahinter steckt unter anderem die Vorgabe, dass es in bestimmten Verzeichnissen auf dem Rechner nur bestimmte Dateien geben darf, die in einer “Erlaubt”-Liste drin stehen. Alle Dateien, die nicht auf dieser Liste stehen, werden bei der Installation von El Capitan in eine Quarantäne verschoben. Dazu gehören jedoch auch die Teile von der Handbremse, die verwendet werden, um die Sicherungen von silbrigen Scheiben brauchbar zu machen.
Des Rätsels Lösung findet sich netterweise in den Foren des Handbremsen-Projekts. Man muss nur die dort verlinkte Library-Datei herunterladen und in den Ordner /usr/local/lib kopieren, feddisch. Die PKG-Datei geht übrigens dank SIP nicht, denn die würde die Library in ein gesichertes Verzeichnis kopieren wollen. Freilich kann man auch SIP deaktivieren, das PKG installieren und danach SIP wieder reaktivieren, aber das wäre doch deutlich aufwändiger, zumal man dafür auch ein paar Mal neu booten muss. Da lohnt sich ein kurzer Ausflug ins Terminal und ein cp ~/Downloads/lib* /usr/local/lib/.

Auf jeden Fall klappt’s jetzt auch wieder mit der Handbremse und die Kids dürfen jetzt auch die neue Scheibe in die Finger bekommen …

Unabwendbar

Mal angenommen, eins der Kinder hat sich einen Spreißel in einen Zeh getreten. Natürlich muss der auch wieder raus.
Also probiert man es erstmal mit Zugsalbe. Weil das nicht überragend hilft, verschreibt man dem Kind ein Fußbad mit viel Schaum (damit die Haut schön aufweicht und der Spreißel dann ordentlich flutscht).
Nehmen wir weiter an, dass das Kind nicht bereit ist, das Fußbad als solches alleiniglich zu genießen. Sondern es bettelt darum, dass es nebenher in die Glotze starren darf. Es legt sogar auf Anordnung des beaufsichtigenden Elters blitzartig und wieselflink ein Handtuch vor dem Sofa aus, um darauf den Eimer mit dem warmen Schaumwasser platzieren zu können.
Dann fehlt nur noch die (eigentlich augenzwinkernde) Ansage: „lass den Zapper nicht in den Eimer fallen“, um genau was zu bewirken?

Das Fazit aus der Geschichte lautet auf jeden Fall, dass sich Philips-Zapper relativ leicht zerlegen und auch wieder komplett (und funktionsfähig) trocknen lassen.

Donnerstag, 3. März 2016

The fourth awakens

Auf diesen üblen Wortwitz hab ich mich schon eine Weile gefreut: The fourth awakens. Könnte also sein, dass es in nächster Zeit etwas ruhiger hier ist, weil ich mit anderen Sachen ™ beschäftigt bin …

the_fourth.jpg

Dienstag, 1. März 2016

Die wähle ich!

Morgens, wenn ich meine Kids in die Schule bringe, muss ich unsere heimliche Provinzhauptstadt Crailsheim durchqueren. Ich schleiche mich dazu von Osten her an, dann breche ich auf dem Pamiersring nach südlich vom Stadtzentrum durch, bevor es über den Hammersbachweg, die Ellwangerstraße und die Goethestraße nach Crailsheim-West geht.
Nun ist der Pamiersring (der seinen Namen übrigens von der französischen Partnerstadt von Crailsheim, Pamiers, hat) nicht wirklich ein Ring, sondern nur so eine Art Ostumgehung, mit relativ viel Pendlerverkehr. Klar wie Kloßbrühe, dass die Parteien diese Plattform für die Wahlwerbung nutzen. Da hängen also die Sprüche von den Großen wie von den Kleinen.

cuba_waehlen.jpg

Demnächst ist in Crailsheim aber auch ein Diavortrag über Kuba, und die Werbeplakate dafür hingen schon vor den Wahlplakaten. Der mit echter Arbeit beauftragte Teil der Parteien hat da schlicht drumherum gebaut. Deshalb sieht es - zumindest auf dem Pamiersring in Crailsheim - so aus, als wäre der Diavortrag über Kuba auch so eine Wahlwerbung.
Und wie ich da also so daran vorbei fahre, denke ich mir: Die wähle ich!
Kuba ins Parlament!
;-)

Update: Foto eingefügt.

Samstag, 20. Februar 2016

Das ist lustig

Dank eines geschenkten Gutscheines hab ich neulich mal ein dickes Paket Lese- und Spielmaterial bestellen können. Mit drin war ein Kartenspiel von Kosmos, nämlich das hier:

drecksau.jpg

Bei dem Spiel (2-4 Mitspieler) geht es darum, die eigenen Schweine glücklich (das heißt dreckig) zu machen. Jeder Mitspieler bekommt dazu drei Karten auf der Hand. Mit diesen werden beim Ablegen verschiedenste Aktionen ausgelöst. So kann man eines der eigenen Schweinchen durch Umdrehen der Karte zur Drecksau mutieren lassen, man kann beim Mitspieler den Blitz in die Scheune einschlagen lassen oder aber der Regen sorgt dafür, dass alle ungeschützten Drecksäue wieder sauber werden.
Die Spieldauer liegt zwischen 10 und 30 Minuten, das empfohlene Mindestalter von 7 Jahren kann man bei etwas aufgeweckten Kids auch um ein bis zwei Jahre unterschreiten.

Also uns macht das Spiel tierisch viel Spaß. Prädikat: Kaufempfehlung!

Was wir schon lange nicht mehr hatten

Was wir schon lange nicht mehr hatten, ist ein dramatischer Sonnenaufgang. So wie zum Beispiel der von heute:

sonnenaufgang_20160220_071203.jpg

Außerdem habe ich vergangene Woche zwei nicht ganz alltägliche Dinge gesehen:

  • Einen Menschen, der mit gebeugtem Kopf auf seine Hände hinunterschaute - und darin kein Smartphone sondern einen schlichten Zettel hatte
  • Einen silbernen (!) Lamborghini (!!) mit Anhängerkupplung (!!!), in Crailsheim an der Ampel stehend. (Das war ein Schlepper)

Schönes Wochenende!

Mittwoch, 17. Februar 2016

Irgendwie

Irgendwie kommt mir das aktuelle Urteil, dass Apple für die Ermittlungsbehörden eine Hintertür für EiPhones entwickeln muss (weil die seit Monaten nicht an irgendwelche SMS von einem Attentäter rankommen) so vor, als würde ein Apotheker einen Kuli-Hersteller verklagen, weil er die Schrift des Arztes nicht lesen kann.

Kopfschüttel.

Samstag, 13. Februar 2016

Linsensalat

Nein, wer gedacht hat, dass es hier ein Essay über gesunde Ernährung gibt, hat sich getäuscht. Ist ja schließlich Fastenzeit; da gibt’s nix
:-)
Späßle g’macht … Gleich vorab möchte ich mich für die unscharfen Fotos entschuldigen; abber isch war ebbi a bissi uffgreecht …

Diese Woche ist auf irgendeiner Foto-Newsseite ein Objektiv-Retroring an mir vorbeigescrollt. Mit solchen Dingern kann man sein “Normalobjektiv” falschherum an die Kamera montieren und dadurch insbesondere im Makrobereich verwenden. Danach bin ich wiederum in irgendein Forum geraten, in welchem behauptet wurde, dass sich das Canon-Standard-Kitobjektiv 18-55 mit sehr wenig Aufwand und sogar reversibel zu einem Makroobjektiv umbauen lässt.
Klarer Fall für einen Praxistest. Der Blick in den Strempfer’schen Objektivzoo verrät, dass ein 18-55 da ist; das Objektiv ganz rechts:

objektivzoo_20160213.jpg

Ein letzter Blick auf das oftmals unterschätzte Objektiv, bevor wir mit der Operation beginnen:

18-55_noch_ganz_20160213.jpg

Für den Umbau muss man den Aufkleber-Ring vorne drauf runterniffeln.

18-55_aufkleber_runter_20160213.jpg

Darunter verbergen sich drei Schrauben. Diese muss man mit einem feinen, stabilen Kreuzschlitzschraubendreher raus schrauben. Ich habe einen Schraubendreher von iFixit verwendet, der mal mit einem Telefonreparatursatz kam. Es ist sinnvoll, sich die Position der Schrauben in den Langlöchern irgendwie zu markieren; wer gute Augen hat, kann die Linse später beim Rückbau auch anhand der Druckstellen der Schraubenköpfe auf dem Kunststoff wieder ausrichten.

18-55_drei_schrauben_20160213.jpg

Hier steht das 18-55, einsam und verlassen, seiner vorderen Linsengruppe beraubt * schnüff *

18-55_linse_ab_20160213.jpg

Der Witz ist nun, dass man diese vordere Linsengruppe nun genau falschherum wieder fest machen kann. Also in der Lage wie auf dem obigen Foto. Dieser Umbau macht das 18-55 tatsächlich Makrofähig!

Zeit für ein paar Tests!

Wir nehmen uns ein Makrotestobjekt; in diesem Beispiel einen Anhänger von den Kids. Größe insgesamt etwa 5cm. Als Makrotestbereich wird der “Ellbogen” des vorderen linken Beins verwendet.

makrotestobjekt_20160213.jpg

So sieht das mit dem 18-55 geschossene Makro aus (freihand, Modus P, Zoom auf 55mm, Fokus manuell):

makrostestobjekt_18-55_vollansicht_20160213.jpg

Hier habe ich die Mitte aus dem Foto für euch in 1:1 rausgesäbelt:

makrostestobjekt_18-55_crop_20160213.jpg

Zum Vergleich, hier der Bildausschnitt, wie ihn meine EOS durch mein gutes Tamron 90mm sieht:

makrostestobjekt_tamron_vollansicht_20160213.jpg

Und auch hierzu ein 1:1-Crop:

makrostestobjekt_tamron_crop_20160213.jpg

Das Strempfer’sche Fazit:
Nach zwei, drei Fotos habe ich das 18-55 wieder zurückgebaut. Für Leute mit ohne Geld mag der Umbau eines 18-55 eine gute Möglichkeit sein, an ein Makroobjektiv zu kommen. Aber meiner Meinung nach fahre ich mit meinem vorhandenen 90mm-Tamron besser.

Sonntag, 7. Februar 2016

Futter für Freunde des gepflegten Gemetzels

Ausgelesen: Tess Gerritsen - Der Schneeleopard

tess_gerritsen_schneeleopard.jpg

Schon vor ein paar Jahren schrub ich äußerst wohlwollend über die mir damals noch unbekannte Autorin Tess Gerritsen. Mein Eindruck hat sich - diverse Bände später - nicht wirklich negativ verändert. Noch immer bin ich fasziniert über die Art und Weise, wie die Übersetzer die Geschichten ins Deutsche rüberbringen. Wie die Spannung stufenweise aufgebaut wird und bis kurz vor Ende des Buches erhalten bleibt. Auch Der Schneeleopard, Gerritsens neuestes Buch der Rizzoli & Isles-Reihe macht da keine Ausnahme. Neu war mir bei diesem Buch das Hin- und Herspringen zwischen zwei Orten, in diesem Fall die USA und Botswana.
Wenn ihr (nicht allzu derbe) Thriller mögt und über dieses Buch stolpert - das könnt ihr ungesehen einpacken.

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