Lieber Janosch,
ich wünsche dir alles gute zu deinem 85. Geburtstag!
Vielen Dank für deine Geschichten von der Tigerente, dem Bär und Panama!
...nur... warum eigentlich?
Ich wollte schon länger mal probieren, wie sich Fotos “tethered” schießen lassen. “Tethered” heißt so viel wie “per Kabel verbunden”, also steht das insgesamt für “Kabelgebundenes Fotografieren”, was wiederum ein Paradebeispiel für einen Begriff ist, der sich auf Deutsch einfach Kacke anhört …
Was mich am Tethered Shooting am meisten reizte, ist die Live-Darstellung auf dem größeren Bildschirm.
Zum Tethered Shooting braucht man eine Kamera, die das kann, ein Kabel sowie ein Programm.
Per Suchmaschine habe ich herausgefunden, dass meine gute alte EOS 1000D sowas schon grundsätzlich unterstützt.
Fangen wir mit der Software an: Von Canon gibt’s genau für den Zweck ein Programm, welches sich “EOS Utility” nennt. Aktuell für meine 1000D ist die Version 2.14.irgendwas (für neuere Kameras gibt’s auch eine neuere Version 3.x).
Nun, wie kommt man an dieses Programm ran? Der von Canon vorgesehene Weg ist, dass man das Programm von einer der CDs installiert, die der Kamera beilagen. Hier gab’s für mich gleich mehrere Probleme: mein Macbook hat kein CD-Laufwerk (okay, ich geb’s ja zu, ich hab ein externes), ich hab die CDs schlicht nicht mehr gefunden (die Kamera ist nun auch schon über sieben Jahre alt) und das, was man auf der Canon-Homepage herunterladen kann, ist “nur” ein Updater. Selbst wenn ich die CDs gefunden hätte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß gewesen, dass ich das Programm nicht installieren hätte können, denn OS X hat seither schon ein paar Iterationen gemacht (2009 war ich noch mit OS X 10.4 “Tiger” unterwegs; inzwischen sind wir bei OS X 10.11 “El Capitan”). Und der Updater verweigert ohne Original-CD oder vorherige Installation konsequent den Dienst.
Aber das Netz ist beinahe unendlich, und Daniel Hamann aus Karlsruhe wusste Rat. Im Schweinsgalopp: Runterladen, DMG öffnen, App rausziehen, Paketinhalt modifizieren, App-Downloads von überall her erlauben, Installieren, App-Downloads wieder einschränken.
Hat man die Canon-typisch sperrige Installation überstanden, geht’s dann endlich ans “Schießen mit Schwanz”.
Das Kabel ist in meinem Fall ein “pupsnormales” Mini-USB-Kabel. Die Kamera wird mit dem Kabel an den Rechner angeschlossen, und dann poppt auch schon das EOS-Utility auf:
Man kann tatsächlich ziemlich viele Kamerafunktionen per Mausklick steuern. Obergenial ist (wie ich schon gehofft hatte) die Beurteilung der Schärfe auf dem großen Bildschirm. Ich glaube, damit kriege ich meine Makrofotos besser hin.
Ich werde auf jeden Fall mal damit weiterexperimentieren; wenn’s was zeigenswertes gibt, werdet ihr es hier anschauen können.
Wenn man Elternzeit macht, gibt’s vom Staat zwei Drittel des vorherigen durchschnittlichen Nettolohns, mindestens 300€, maximal 1800€. Der pflichtkrankenversicherte Durchschnittsarbeitnehmer ist während der Elternzeit krankenversicherungsbeitragsfrei; er kann sein Elterngeld also nach Lust und Laune verprassen.
Dem ist aber nicht so, wenn man (auch nur minimal) über der Beitragsbemessungsgrenze für die Krankenversicherung verdient und deshalb freiwillig krankenversichert ist. Dann nämlich, so heute die telefonisch durchgegebene Auskunft meiner Krankenkasse, will selbige auch ihren Anteil an den 1800 Euro haben. Meine Krankenkasse meint, sie braucht von mir eeeeeeexakt 168,01€. Sonst geht deren Mist-Kalkulation nicht auf oder so.
Cool gemacht, finde ich. Denn diese Regelung trifft nämlich genau die, die durch das gedeckelte Elterngeld ihre Familie eh schon schaumgebremst versorgen müssen. Und die sowieso schon den maximal möglichen Krankenkassenbeitrag zahlen müssen.
Kopfschüttel. Sowas gibt’s nur in Deutschland.
Das ruhige Leben nur mit den großen Kids, dem Wau und den Katzen ist seit dem Wochenende auch schon wieder vorbei. Baby und Mama wohnen jetzt wieder bei uns. Das bedeutet auch, dass ich meinen Schlaf-/Wachrhythmus zwangsweise anpassen muss, denn so einem Minimenschen ist es herzlich Wurst, was auf der Uhr steht. Wenn Hunger oder eine volle Pämpi angesagt sind, dann muss das. Sofort. Da gibt’s kein „warte mal“ … Insofern müsste die Überschrift eigentlich „Rhythmusstörungen“ heißen, weil uns der Frischling erbarmungslos seinen (noch nicht vorhandenen) Rhythmus aufdrückt.
So ein Baby ist schon ein unglaubliches Wunder: Wie zart und weich es doch im Vergleich zu seinen Geschwistern ist! Wie toll das die Natur eingerichtet hat mit dem Zusammenspiel mit Mama! Wie die Äuglein in die grelle Welt blinzeln! Wie die kleinen Fingerchen sich verrenken können!
Insofern: Scheiß auf den Rhythmus; es geht auch ohne!
;-)
Grade eben einen Blogeintrag fertig geschrieben, dann einen kurzen Blick in den Feed-Reader, und BÄÄÄM. Keule ins Gesicht.
Die Frau Spätlese will Sachen wissen. Viele Sachen. Von mir. Mift.
Also, ran an den Speck.
1. Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog?
Mein Blog ist ein Resultat von „ich will nicht mehr HTML von Hand schreiben müssen“ und damit eine Fortsetzung meiner Bestrebungen, im Internetz ein bisschen Präsenz zu zeigen. Meine ersten Webseiten habe ich mit einem 14.4er Modem veröffentlicht. Ich verwende mein Blog, um Sachen mitzuteilen, die ich spannend oder wichtig oder lustig finde, und um meine Heimatgemeinde Kreßberg etwas besser im Netz dastehen zu haben.
2. Welchen Film sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall gesehen haben?
Ich möchte ja „Spaceballs“ schreiben, aber um über den richtig lachen zu können, muss man ja noch 20 andere Filme kennen …
3. Welchem der vier Temperamente würdest du dich zuordnen?
Wenn ich mir die klassische Temperamentenlehre anschaue, würde ich mich am ehesten als Phlegmatiker sehen.
4. Wenn du die Wahl hättest, wo würdest du gerne leben?
Es gibt viele schöne Orte auf der Welt, aber „there is no place like 127.0.0.1“. Zumindest auf Dauer.
5. Welches ist dein Lieblingstier und warum?
Ich hab kein bestimmtes Lieblingstier. Teile meiner Mitbewohner würde eine genauere Antwort beunruhigen :-)
6. Welches ist dein Lieblingsgemüse und warum?
Kartoffeln sind cool. Weil sie vielseitig sind. Man kann sie als Suppengrundlage verwenden, kochen, braten, in ganz dünne Scheiben schneiden und frittieren, in vielprozentige Flüssignahrung ummodeln, …
7. Welches ist dein Lieblingsobst und warum?
Ich mag Äpfel. Säuerliche Äpfel, Braeburn-mäßig. Weil sie so schön sauer sind.
8. Welche Musik hörst Du am häufigsten?
Meistens läuft Radio. Pop im weitesten Sinne.
9. Würdest du eher einen Nutzgarten oder einen Ziergarten anlegen?
Ich würde ja probieren, das zu kombinieren … Quasi einen Nutzgarten, der gut aussieht … Und es gibt ja durchaus Gemüse, das sehr hübsch blüht, wenn man den Erntezeitpunkt verkackt …
10. Feuer, Wasser, Erde, Luft – welchem Element würdest du dich zuordnen und warum?
Erde. Weil die so … bodenständig ist. Ohne Erde würde Wasser einfach weglaufen. Ohne Erde würde nichts wachsen, was brennen kann. Ohne Erde könnte man nicht dastehen und die Nase in die Luft stecken.
11. Hast du jemals einen Blogeintrag bereut, den du veröffentlich hast und wenn ja warum?
Ja, kenne ich. Einer meiner Blogeinträge enthielt beispielsweise einen Screenshot eines Vorschaubildes von einer Webseite. Ich hab die Webseite auch verlinkt, aber ich habe nicht mit einem in Deutschland leider legalen Geschäftsmodell gerechnet. War nicht ganz billig, die Geschichte.
Und: betrunken bloggen kommt auch uncool.
Wer nun an dieser Stelle eine Fortsetzung der Fragenkette erwartet, wartet bei mir falsch.
Weil isch hab annere Sachen zu tun :-)
Schon seit Jahren vertraue ich auf die treuen Dienste der Handbremse, wenn es darum geht, den Inhalt von silbrig bedampften Scheiben in Sicherheit zu bringen, bevor die Kids letztere in die Finger bekommen.
Das war bisher auch überhaupt kein Thema; Laufwerk ans MacBook Air anstöpseln, Scheibe rein, Handbremse an, laufen lassen, fertig.
Neulich nun gab es bei uns mal wieder eine neue Scheibe, die ich auch wegsichern wollte. Der Vorgang lief eigentlich wie immer, jedoch war das Ergebnis alles andere als erbaulich. Wirre Fetzen in den Bildern, alle paar Sekunden, insgesamt nicht brauchbar.
Die Ursache des desaströsen Resultats liegt im aktuellen OS X 10.11, “El Capitan”. Das bringt nämlich die so genannte “System Integrity Protection” (kurz SIP) mit. Dahinter steckt unter anderem die Vorgabe, dass es in bestimmten Verzeichnissen auf dem Rechner nur bestimmte Dateien geben darf, die in einer “Erlaubt”-Liste drin stehen. Alle Dateien, die nicht auf dieser Liste stehen, werden bei der Installation von El Capitan in eine Quarantäne verschoben. Dazu gehören jedoch auch die Teile von der Handbremse, die verwendet werden, um die Sicherungen von silbrigen Scheiben brauchbar zu machen.
Des Rätsels Lösung findet sich netterweise in den Foren des Handbremsen-Projekts. Man muss nur die dort verlinkte Library-Datei herunterladen und in den Ordner /usr/local/lib kopieren, feddisch. Die PKG-Datei geht übrigens dank SIP nicht, denn die würde die Library in ein gesichertes Verzeichnis kopieren wollen. Freilich kann man auch SIP deaktivieren, das PKG installieren und danach SIP wieder reaktivieren, aber das wäre doch deutlich aufwändiger, zumal man dafür auch ein paar Mal neu booten muss. Da lohnt sich ein kurzer Ausflug ins Terminal und ein cp ~/Downloads/lib* /usr/local/lib/.
Auf jeden Fall klappt’s jetzt auch wieder mit der Handbremse und die Kids dürfen jetzt auch die neue Scheibe in die Finger bekommen …
Mal angenommen, eins der Kinder hat sich einen Spreißel in einen Zeh getreten. Natürlich muss der auch wieder raus.
Also probiert man es erstmal mit Zugsalbe. Weil das nicht überragend hilft, verschreibt man dem Kind ein Fußbad mit viel Schaum (damit die Haut schön aufweicht und der Spreißel dann ordentlich flutscht).
Nehmen wir weiter an, dass das Kind nicht bereit ist, das Fußbad als solches alleiniglich zu genießen. Sondern es bettelt darum, dass es nebenher in die Glotze starren darf. Es legt sogar auf Anordnung des beaufsichtigenden Elters blitzartig und wieselflink ein Handtuch vor dem Sofa aus, um darauf den Eimer mit dem warmen Schaumwasser platzieren zu können.
Dann fehlt nur noch die (eigentlich augenzwinkernde) Ansage: „lass den Zapper nicht in den Eimer fallen“, um genau was zu bewirken?
Das Fazit aus der Geschichte lautet auf jeden Fall, dass sich Philips-Zapper relativ leicht zerlegen und auch wieder komplett (und funktionsfähig) trocknen lassen.
Morgens, wenn ich meine Kids in die Schule bringe, muss ich unsere heimliche Provinzhauptstadt Crailsheim durchqueren. Ich schleiche mich dazu von Osten her an, dann breche ich auf dem Pamiersring nach südlich vom Stadtzentrum durch, bevor es über den Hammersbachweg, die Ellwangerstraße und die Goethestraße nach Crailsheim-West geht.
Nun ist der Pamiersring (der seinen Namen übrigens von der französischen Partnerstadt von Crailsheim, Pamiers, hat) nicht wirklich ein Ring, sondern nur so eine Art Ostumgehung, mit relativ viel Pendlerverkehr. Klar wie Kloßbrühe, dass die Parteien diese Plattform für die Wahlwerbung nutzen. Da hängen also die Sprüche von den Großen wie von den Kleinen.
Demnächst ist in Crailsheim aber auch ein Diavortrag über Kuba, und die Werbeplakate dafür hingen schon vor den Wahlplakaten. Der mit echter Arbeit beauftragte Teil der Parteien hat da schlicht drumherum gebaut. Deshalb sieht es - zumindest auf dem Pamiersring in Crailsheim - so aus, als wäre der Diavortrag über Kuba auch so eine Wahlwerbung.
Und wie ich da also so daran vorbei fahre, denke ich mir: Die wähle ich!
Kuba ins Parlament!
;-)
Update: Foto eingefügt.
Dank eines geschenkten Gutscheines hab ich neulich mal ein dickes Paket Lese- und Spielmaterial bestellen können. Mit drin war ein Kartenspiel von Kosmos, nämlich das hier:
Bei dem Spiel (2-4 Mitspieler) geht es darum, die eigenen Schweine glücklich (das heißt dreckig) zu machen. Jeder Mitspieler bekommt dazu drei Karten auf der Hand. Mit diesen werden beim Ablegen verschiedenste Aktionen ausgelöst. So kann man eines der eigenen Schweinchen durch Umdrehen der Karte zur Drecksau mutieren lassen, man kann beim Mitspieler den Blitz in die Scheune einschlagen lassen oder aber der Regen sorgt dafür, dass alle ungeschützten Drecksäue wieder sauber werden.
Die Spieldauer liegt zwischen 10 und 30 Minuten, das empfohlene Mindestalter von 7 Jahren kann man bei etwas aufgeweckten Kids auch um ein bis zwei Jahre unterschreiten.
Also uns macht das Spiel tierisch viel Spaß. Prädikat: Kaufempfehlung!