Sonntag, 25. Januar 2015

Persönliche Eindrücke

Beim Vergleich von ein paar europäischen Flughäfen, sagenwirmal Frankfurt, Paris Charles-de-Gaulle (dort insbesondere Terminal 2F) und den von Madrid, habe ich folgende Eindrücke gewonnen:

  • in Deutschland sieht es nach “Pfusch auf extrem hohem Niveau” aus
  • in Frankreich sieht es aus wie “gewollt und nicht gekonnt”
  • in Spanien sieht es aus wie “nicht gekonnt aber sehr viel Mühe gegeben”

Der Pariser Flughafen Charles-de-Gaulle hat mich letzte Woche ja regelrecht betroffen gemacht. Seien es die dort “aufgebahrten” Concordes, die Rollfelder, die eben nicht eben sind sondern eher riesigen Bodenwellen gleichen oder die Absperrvorrichtungen, die lieblos irgendwo hin gestellt wurden. Oder der Dreck auf der an sich gar nicht so uninteressanten Betonarchitektur vom Terminal 2F.

Just my 2 Cents.

Freitag, 9. Januar 2015

Keine Chance

Meines Erachtens hat die Band Clean Bandit keinerlei Chance, mit ihrem aktuellen Titel “Real Love” den Erfolg von letztem Jahr (das war der Song “Rather be”, Anm. d. Red.) zu wiederholen.
Das einzig coole an dem neuen Lied sind die 8-Bit-Sounds.
Aber die sind zugegebenermaßen wirklich gut, im oben verlinkten Youtube-Video das erste Mal bei 0:38.

Freitag, 26. Dezember 2014

Leidensfähigkeit

An alle, die dieses Jahr zu Weihnachten auch einen Spätzle-Shaker verschenkt haben: ich wünsche euch ordentliche Leidensfähigkeit!

spaetzleshaker.jpg

Denn nach der Freude folgt irgendwann auch der erste Test.
Dann kommt ein entmutigtes “mach du mal”.
Dann kommt Ernüchterung.
Dann kommt “So ein Sch3iß”.
Und dann zerrt die Beschenkte in aller Regel ihre althergebrachte Spätzlespresse aus dem vorherigen Jahrtausend aus dem Regal und macht auf herkömmliche Weise einen Spätzlesteig.

Mist.

Dabei funktioniert das Ding eigentlich gar nicht sooo schlecht — wenn man sich denn an die Anleitung hält.
Meine persönlichen Tipps nach ungefähr zwei Dutzend zu Spätzle umfunktionierten Eiern:

  • Ich rate auf jeden Fall dazu, zuerst die Flüssigkomponenten miteinander zu verrühren. Obacht: Nicht Shaken! Denn der Deckel hält zwar bei Spätzlesteig dicht, aber nicht bei Wasser & Ei!
  • erstmal nur zweidrittel des Mehls reintun. Insbesondere beim großen Shaker (4 Portionen) ist die Gesamtmenge sehr sehr derb zu shaken, wenn man alles auf einmal reintut.
  • Wenn man beim Shaken die Mischkugeln nicht hört, ist der Teig zu dick. Dann fehlt’s an Flüssigkeit.
  • Wenn man den Deckel aufmacht und der Teig schon ohne Drücken raussabbert, ist er zu dünn. Dann fehlt Mehl.
  • Spätzlesmehl ist zwar nett, aber nicht unbedingt notwendig. Man kann auch ganz normales Mehl nehmen (Dinkel, Weizen, Whatever). Profitipp: mit ein bissel Grieß strecken!
  • Shake it as long as you can!
  • die Spätzle werden umso dicker, je näher man mit den Spritzdüsen am Kochwasser ist und je fester man drückt.

Frohes Spätzle shaken!

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Die Null überschritten

Tag 1 nach der Bescherung. Die ersten Weihnachtsgeschenke sind schon wieder repariert, insbesondere die ferngesteuerten Sachen vom Sohnemann.

Und der Papa lernt, was ein Analemma mit einer Acht zu tun hat.

Und dass wir, nachdem der kürzeste Tag des Jahres nun vorbei ist, den Nullminutenkorrekturpunkt unten im Kurvenverlauf überschritten haben. Es geht aufwärts!

Sonntag, 7. Dezember 2014

Was ein Schrott

Früher™, als es noch VHS-Kassetten gab, hat man die Glotze angeworfen, das Dingens in den Recorder ploppen lassen und dann hat man vorgespult, bis der Film anfing.
Wenn man irgendwo mitten drin angehalten und die Kassette raus hat, dann konnte man Tage, Wochen oder Monate später an genau der Stelle weiter gucken, an der man aufgehört hatte.
Kratzer gab es nicht. Das Derbste war noch, wenn sich das Band mal im Recorder verheddert hat. Aber auch ein solches Problem konnte man mit einer Schere, einem Edding und etwas Mumm in der Hose selbst lösen, und dann waren im Extremfall mal ein paar Sekunden vom Film weg. Manchmal hat man den Schnitt nichtmal bemerkt.

Bei DVDs geht das alles nicht mehr.

Vorspulen bis zum Hauptmenü?
Njeeet.
FSK-Hinweis und Illegalitätswarnung müssen unbedingt angeschaut werden. Dabei ist der Witz ja, dass der legale Kunde verprellt wird. Weil jemand, der sich eine Sicherungskopie erstellt, bekommt den ganzen Schmonzes gar nicht mit; der darf direkt den Film anschauen.
Und wehe, wenn man eine DVD aus dem Player nimmt! Dann geht der ganze Spaß gleich nochmal von vorne los. Von gaaaanz vorne. Besonders unangenehm fällt mir da immer wieder “Disney’s Fast Play” auf — eine automatische Zwangsbeglückung mit allen auf der Scheibe enthaltenen Vorschaufilmchen. Mit “Fast” hat das überhauptnichts zu tun.
Und nochmal wehe, die Kids kriegen die Scheibe in die Flossen! Radiale Kratzer machen ja noch gar nicht mal so viel aus, das kriegt auch jeder 30€-Player von Welt heutzutage recht gut rauskorrigiert. Aber wehe, die Kratzer gehen in Laufrichtung! Ruckzuck springt der Film um einige Minuten oder lässt sich gar nicht mehr abspielen.

Ist heute wirklich alles besser?!

Mit HandBrake kommt man wenigstens wieder grob in die Richtung wie früher …

Sonntag, 23. November 2014

Abgeschätzt

Im Mobilfunk-Netz wird man mit dem 5G-Standard nochmal deutlich schneller vorankommen als heute schon mit LTE. In Korea wurde neulich demonstriert, dass 7,5GBit/s tatsächlich möglich sind (ZDNet-Artikel).
Gigabit.
Pro Sekunde.
Nicht Kilobit, nicht Megabit sondern Gigabit.

Das Freivolumen meiner mobilen so genannten “Flatrate” wäre bei so einer Geschwindigkeit innerhalb von etwas mehr als einer halben Sekunde verbraten, denn 7,5GBit/s sind etwas über 900 Megabyte/s.

Dabei kommen uns solche Datenübertragungsgeschwindigkeiten nur schnell vor, denn praktisch gesehen befinden wir uns immer noch auf irgendwelchen digitalen Feldwegen.

Denn schaut mal her:
Festplatten mit einer Kapazität von 4 TB sind heute nichts unnormales mehr. Sie passen in Schachteln mit 10×5x20cm Größe rein. Wenn man einen handelsüblichen Lieferwagen mit solchen Schachteln voll macht, braucht man dafür so einige.
Überschlagsmäßig etwa 14000 Stück.
Damit hat der Sprinter dann eine Kapazität von 56000 Terabyte an Bord.
Gehen wir weiterhin davon aus, dass unser Lieferwagen von Füssen nach Flensburg fährt.
Das sind knappe 1000km. Geht man von einer Schnittgeschwindigkeit von 100km/h aus, dann braucht unser Sprinter dafür 10 Stunden.

Damit überträgt er grob überschlagen 1,5 Terabyte — pro Sekunde.
Das sind 1500 GigaByte oder 1,5 Millionen Megabyte.
Oder ein über 2,5m hoher Stapel aus über 2000 CDs.

Zum Vergleich: mein DSL16000 hier schafft im Upstream etwa 125kB/s. Damit kriege ich in 10 Stunden immerhin etwa 4,3 GB hochgeladen.

Der Sprinter hingegen schafft schon in einer einzigen Sekunde 350 mal mehr als mein “High-Speed-Internet” — in zehn Stunden (!!!)

Letztlich ist also meine ganz brauchbare Internetleitung verglichen mit dem Lieferwagen noch nicht mal ein digitaler Feldweg; das ist eigentlich sowas wie Tunnelbau. Den man von Hand mit Meißel und Hammer vorantreibt. Mit Vorschubgeschwindigkeiten, die man in Millimetern oder Zentimetern pro Tag misst.

Und es ist eine absolute Frechheit, wenn der Tele-Kommunikations-Marktführer in weiten Teilen Kreßbergs (und auch des sonstigen ländlichen Deutschlands) nur DSL-384 anbietet. Und das trotzdem “High-Speed-Internet” nennt.

Dienstag, 26. August 2014

Seltsame Menschen

Für die noch anstehende Urlaubssaison 2014 habe ich mir ein neues Spielzeug geleistet, eine kompakte, wasserfeste Digitalknippse.
Wie man das so macht bei technischen Geräten, habe ich natürlich vor dem Auspacken der Kamera erstmal die Bedienungsanleitung durchgelesen. Das waren ja nur 270 Seiten… (Wer hier Ironie findet, darf sie behalten…)

Manche Dinge lasen sich dabei etwas seltsam, mancher Absatz war auch deutlich Japanisch-Deutsch-Übersetzungs-Holterdipolter, aber was mich wirklich stutzig gemacht hat, war diese Passage:

lange_arme.png

So, das Ding ist also wasserdicht bis genau 13 Meter? Was passiert bei 13,0372 Meter?!
Meiner Meinung nach hätten die auch schlicht 10 Meter schreiben können, denn so ganz trivial ist das mit der Wassertiefe ja eh nicht.

Und, viel wichtiger: Wenn ich selbst nicht eintauchen darf, während ich die Kamera halte, wie zur Hölle krieg ich das Ding dann auf 13 Meter runter?!

Um das zu schaffen, braucht man dann doch eine eher außergewöhnliche Statur mit marginal verlängerten Gliedmaßen oder wahlweise einen Giraffenhals…

Update:
Nach dem Veröffentlichen habe ich mir das hier nochmal durchgeschaut (weil vielleicht versteckt sich ja irgendwo ein Rechtschraibfelär oder so?) und dabei ist mir schlagartig klar geworden, was der Hersteller da wohl eigentlich meinte:
Nämlich dass man mit dem Ding in der Hand nicht ins Wasser springen soll.
Weil dabei entstehen Druckspitzen (es spritzt schließlich in aller Regel), und die sind dann äquivalent zu den anderen Sachen im gleichen Absatz, nämlich der starken Strömung und dem Wasserfall. Mehr als 1,3 Bar Überdruck verträgt die Dichtung halt nicht, darum geht es.
Es leben präzise Übersetzungen!!!

Montag, 24. März 2014

Halb oder doppelt?

Immer wieder liest oder hört man in den Medien vom “Fußballfeld” als Flächenmaß.
Irgendetwas ist “so groß wie 4 Fußballfelder”.
Oder, grade heute, von dem Erdrutsch in den USA, der eine Fläche von “mehr als 360 Fußballfeldern” betraf.

Nun kann sich ja der Normalverbraucher unter einem Fußballfeld nur eher grob etwas vorstellen, und tatsächlich ist ein Fußballfeld ein ziemlich schwammiges Maß.
Die Breite eines Fußballfelds darf zwischen 45 und 90 Metern betragen, die Länge zwischen 90 und 120 Metern. Wohlgemerkt ist das der Bereich, den die Außenlinie kennzeichnet, da ist noch keine Bande dabei.
Wenn ich damit mal den Erdrutsch durchrechne, dann komme ich auf einen Flächenwert von mindestens 145,8 Hektar und höchstens 388,8 Hektar. Das ist kurz mal eben mehr als das doppelte, je nachdem, welches Maß man annimmt.

Für mich als Ingenieur ist das, wie wenn jemand die Leistung einer Maschine in “VW Golfs” angibt; die kann immerhin auch zwischen dem 63kW-Basismodel oder dem R mit 221kW liegen — und ist somit hinreichend ähnlich genau wie ein Fußballfeldflächenvergleich.
Aber eine “Dampflok mit der Leistung von 10 VW-Golfs” würde wohl niemand auch nur als Größenordnungsangabe akzeptieren.

Mein Expertenrat also: traue keiner Meldung, in der ein Flächenvergleich mit Fußballfeldern angestrengt wird. Das ist entweder nur irgendwo abgeschrieben oder soll so viel wie “ist groß” heißen.

Montag, 27. Januar 2014

Vintage Gear

… des Meisters Bike …

des_meisters_bike.jpg

Sonntag, 10. November 2013

Größenverhältnisse (2)

Da hab ich gleich noch eine kleine Aufgabe zum Verschätzen für euch. Uuund zwar steht in Waldtann vor dem Rathaus dieser Fahrradständer:

fahrradstaender_rathaus_waldtann.jpg

Ganz offensichtlich ist der aus einem einzigen Stück Rohr gebogen.
Den genauen Durchmesser der Windungen habe ich jetzt nicht, aber das müsste irgendwo zwischen 40 und 50cm sein, wie man auch grob an den Pflastersteinen im Vergleich sieht.

Die Preisfrage lautet: Wie lang war das Rohr wohl vor dem Biegen?

Wenn die Spirale einen angenommenen Durchmesser von 50cm hat, dann sind das die 12 sichtbaren Windungen mal 0,5 Meter mal Pi plus die Länge der zwei Endstücke, die im Boden verankert sind — also gut zwanzig (20!) Meter.

Hätte man nicht meinen sollen, oder?

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