Die Ahörner haben schon mächtig an Farbfahrt aufgenommen, wohingegen viele andere Bäume (Zwetschge, Kirsche & Co.) noch munter vor sich hin grünen.
Des Kreßbergers Auge erfreut sich derweil an der Kombination mit Sonne und etwas Morgennebel.
...nur... warum eigentlich?
Wie bereits letztes Jahr gibt es auch heuer wieder ein (das!) Griedfest im Feuerwehrhaus Süd der FFW Kreßberg.
Die geneigten Besucher erwartet Speis und Trank und Musik und Gespräch. Fest halt.
Wer heute Abend noch nichts vor hat, kann gern vorbei kommen!
Heute möchte ich mal wieder ein Kartenspiel vorstellen, und zwar “6 nimmt!”.
Dieses Spiel war 1994 in der Auswahlliste zum Spiel des Jahres; meiner bescheidenen Meinung nach vollkommen zu Recht.
Es geht in erster Linie darum, dass man so wenig Karten wie möglich einsackt, denn auf jeder Spielkarte sind mehr oder weniger Hornochsen abgebildet, und jeder Hornochse steht am Ende für einen Minuspunkt.
Jeder Spieler erhält 10 Karten auf die Hand, vier Karten kommen offen in die Mitte. Nun müssen die Handkarten reihum so an die liegenden Karten angelegt werden, dass die eigene Karte zum Einen eine größere Zahl zeigt als die darunter liegende und dass sich jeweils die kleinste Differenz ergibt. Die Stapel in der Mitte wachsen durch das Anlegen an, und sobald man an einen Stapel die sechste Karte anlegt (oder anlegen muss), gehören dieser Stapel dem Spieler. Genau dasselbe gilt, wenn man eine Karte ausspielt, deren Wert so niedrig ist, dass er in keine Reihe passt, mit dem Unterschied, dass man sich dann den zu nehmenden (und noch nicht 6 Karten enthaltenden) Stapel selbst aussuchen kann.
Sind alle Handkarten gespielt, werden die Hornochsen auf den genommenen Karten - also die Minuspunkte - addiert.
Klingt vielleicht etwas konfus und kompliziert, aber nach ein, zwei Runden unter Zuhilfenahme der Anleitung stellt sich ungemeiner Spielspaß ein!
Und die kleine Kiste macht sich außerdem recht gut als Schranknachbar von Drecksau.
Gestern Abend so:
Das ist ein Brocken gutes Rindfleisch mit kleinen in der Pfanne geschwenkten Kartoffeln an einer Maroilles-Pfeffersahnesoße.
Den Käse habe ich von der letzten Geschäftsreise aus den Ardennen mitgebracht. Wenn ihr über so einen mal drüberstolpert, dann würde ich dringend empfehlen, den mitzunehmen. Er schmeckt lang nicht so stramm wie er riecht.
Heute früh so:
Wir sehen in der Bildmitte links den Gürtel des Orion.
Rechts darunter den M42-Nebel sowie im unteren Drittel rechts Rigel.
EOS1000D mit 50mm f/1.4 bei Offenblende und ISO1600 sowie 5 Sekunden Belichtungszeit.
Anm. d. Fotografen: Modernere Objektive (mit USM und so Gedöns) Nachts ordentlich zu fokussieren, ist nahezu unmöglich. Daher der Titel dieses Posts.
Die Große hat zu ihrem Geburtstag Mamas altes Smartphone bekommen. Dazu haben wir ihr eine Prepaid-Karte besorgt. Die habe ich so hingetüdelt, dass das Kind im Monat 100 Minuten für umme Telefonieren kann (ist ja schließlich ein Telefon, nüschwoar?!) und dazu auch noch 100MB ohne WLAN versurfen kann.
1,5 Tage später kam dann schon die SMS vom Provider: “Sie surfen ab sofort mit reduzierter Geschwindigkeit” …
Also entweder hab ich da beim Einrichten des Telefons irgendwas verbockt (Stichwort “Wifi Assist”) oder ich muss ihr das mit dem mobilen Internet doch nochmal erklären …
;-)
Neulich Sonntag morgens (genauer: am Tag, bevor mein Vater starb) wollte partout keins der Kids zum Bäcker düsen. Also musste ich selbst Hand anlegen. Die Suchmaschine der Wahl brachte auch fix ein Rezept für “schnelle Sonntagsbrötchen” zutage. Flugs das Zeugs zusammengerührt, kurz gehen lassen, den Teig zerteilen und - ah, da war doch was! Genau! Frau Spätleses Essay zum ordnungsgemäßen Schleifen von Brötchen!
Also habe ich den Notfallteig ordentlich geschliffen, bevor die Rohlinge aufs Blech gewandert sind.
Das Ergebnis jedoch erinnerte dann doch irgendwie an … ja, gut, äh … an … nackte Titten …
Aber seht selbst:
Geschmacklich waren die Dinger übrigens durchaus in Ordnung.
Wer bis jetzt noch nicht ganz dabei war: hier gibt es meines Vaters Todesanzeige online. Es ist unglaublich viel zu tun und zu organisieren, was einen aber gleichzeitig etwas vom übermäßigen Trauern abhält.
Heute ist mein Vater 70 Jahre alt geworden.
Und er ist heute auch gestorben.
Das Foto zeigt seine letzte Zimmernummer auf der Intensivstation. Das Zimmer mit der dezenten Beleuchtung und den Kerzen und dem Kreuz.
Es ist an der Zeit, sich zu erinnern an all die Momente, die wir gemeinsam durchlebt haben. Die Güte, die ich immer von ihm erfahren durfte. Er hat mich niemals mit bösen Worten bedacht. Er hat mir meine Probleme nicht abgenommen sondern mir gezeigt, wie ich sie selber lösen kann. Sei es den Fahrradschlauch flicken oder das Mofa Tunen oder das Auto reparieren. Er war immer “einfach da”.
Ich bin sehr sehr traurig, dass er jetzt nicht mehr für uns da ist. Aber irgendwie freue ich mich auch, dass er jetzt nicht mehr leiden muss.
“Ein gutes Herz hat aufgehört zu schlagen” - so wollen wir es in die Traueranzeige schreiben.
Wo die Motorhaube schonmal auf war, habe ich gleich noch einen 710er Deckel reingebaut.
Immerhin gibt’s den auch bei Etel-Tuning …