Samstag, 11. Juli 2015

Bin dann mal weg …

… in den Affinity Photo Tutorials, was lernen …
Denn seit gestern gab’s das schicke Stückchen Software zu kaufen.

Zweiter Versuch mit mehr Wasser

Nachdem mir die Frau Spätlese und auch die Oma noch soooo viele Tipps zu dem Holunderblütenmittwochsbrötchen-Rezept gegeben haben, konnte ich ja nicht umhin, nochmal zu probieren …

Aaaalso habe ich wieder einen Teig angerührt. Den Tipp, weniger Hefe zu nehmen, habe ich nicht berücksichtigt, denn auf der diesmal verwendeten Trockenhefe stand drauf, dass die Tüte einem halben Würfel Hefe entspricht und gut für 500g Mehl ist. Also eigentlich genau das, was mir die Frau Spätlese auch geraten hat.
Dann habe ich diesmal mehr Wasser in den Teig, nämlich nach und nach die ganzen 300ml aus dem Rezept. Und dann ziemlich lang geknetet. Und dann vorsichtig mit kleinen Portionen Gries aufgefüllt, bis das Zeugs nicht mehr an der Schüssel geklebt hat.

honkwecken_teig.jpg

Dann habe ich (die ganz große Verbesserung :-) ) Backpapier in die große Schale und meine geschliffenen Teiglinge reindrapiert. Das Schleifen hat diesmal auch besser geklappt. Wenn man mal die richtige Reibung raus hat (nicht zu viel Mehl, Untergrund nicht zu glatt), geht das eigentlich ganz einfach.

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Nach einer eingetüteten Nacht im Kühlschrank war dann der Platz in der Schale dann weg.

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Also ab damit in den Backofen und Goldbraun bräunen lassen:

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Läcker!!!

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Sonntag, 5. Juli 2015

AAAAAAIN BELEGTES BROT MIT …

schinkenbrot.jpg

Luftansichten Teil 2

Ich war ja neulich Ballon FAHREN.
Dabei sind wir auch über so einige Waldstücke geFAHREN. Nun gibt es rings um Rothenburg nicht wirklich extrem viel Nadelwald. Aber so ein paar Nadelbäume gibt es dann doch, und die sehen von oben echt witzig aus, fast wie Romanesco oder Broccoli oder so:

baeume_von_oben.jpg

Auch wusste ich nicht, dass man aus dem Ballonkorb raus die verlegten Drainageleitungen erkennen kann. Das sind die Fischgrätenartigen Linien hier auf dem Feld:

drainage.jpg

Sehr schön war das, habe ich das schon erwähnt?!

Kurzes Zwischenfazit

… vom Waldtanner Kultur-Wochenende:

Schön war’s!
Die “Rouder Schnäpsle” haben einwandfrei unterhalten, der Blootz war oberlecker und der Ausschank stets bemüht, dem Andrang gerecht zu werden. Die Einradler haben tapfer der Sonne getrotzt.

Das Einzige, was mir persönlich nicht gefallen hat, war das Ende des Festes.

;-)

Samstag, 4. Juli 2015

Montgolfier!

rothenburg_from_the_air.jpg

Ich durfte gestern Abend eine Ballonfahrt machen!

Es heißt übrigens deshalb “Fahrt” und nicht “Flug”, weil zu der Zeit der Erfindung der Ballonfahrt durch die Gebrüder Montgolfier nur die Vögel geflogen sind. Alles andere ist gefahren, zum Beispiel Kutschen oder Schiffe, oder eben gelaufen. Die ersten Heißluftballonfahrer haben schlicht den Jargon der Seefahrer übernommen.
Einer anderen Erklärung nach unterscheidet der Ballonfahrer zwischen aktivem und passivem Luftraumaufenthalt.
Dinge, die schwerer sind als Luft (zum Beispiel Flugzeuge und Vögel), welche also aktiv etwas für den Flug tun müssen, werden als “fliegend” bezeichnet. Dinge die hingegen leichter als Luft sind (zum Beispiel Heißluftballone), werden als “fahrend” bezeichnet.

Heißluftballons starten Thermikhalber vorzugsweise zum Sonnenauf- und Untergang. Wir sind gestern Abend im Taubertal unterhalb von Rothenburg ob der Tauber gestartet. Das nebenstehende Foto zeigt denn auch die Altstadt von Rothenburg aus nördlicher Richtung. Dem Wetter nach hätte ich eigentlich damit gerechnet, dass es senkrecht nach oben geht und dann wieder runter, aber ein paar Meter über dem Boden ging dann doch einiges an Wind. Wir sind während der Ballonfahrt fast 20 Kilometer nach Norden gefahren.

Da der Ballon mit dem Wind unterwegs ist, gibt es auch keinen Fahrtwind. Es rauscht nichts um die Ohren (wenn nicht der Pilot grad “Gas gibt”). Man ist vollkommen lautlos unterwegs. Menschen und Tiere, die den Ballon nicht am Himmel entdecken, ahnen nicht, dass sie von oben beobachtet werden. Wir haben so einige Rehe und Hasen in den Feldern gesehen. Und Unterschiede im Bewuchs der Felder, wo früher mal Wege waren. Und wo Drainagen verlegt wurden. Landwirt Christian, der mitgefahren ist, konnte uns sehr viel erklären. Von der Fruchtart, über frühere und spätere Aussaatzeitpunkte, über gute und schlechte Äcker. Pilot Gerhard hat derweil probiert, uns geographisch zu bilden und uns die Namen jeder noch so kleinen Häuseransammlung genannt. Detwang, Steinbach, Bettwar, Tauberscheckenbach, Neustett, Gickelhausen, Equarhofen, um nur einige zu nennen. Selbstverständlich hatte ich die wenigsten auch nur schonmal gehört …
Interessant war auch zu sehen, wie beinahe schon inflationär Windenergieanlagen aufgestellt werden.

Traditionell müssen Erst-Ballonfahrer nach ihrer Fahrt eine Ballonfahrertaufe (vulgo Ernennung in den Ballonfahreradelsstand) über sich ergehen lassen, denn König Ludwig der Sechzehnte verfügte, dass nur Adlige Ballons fahren dürften. Der verliehene Titel ist typischerweise länglich und etwas sperrig und mit ein paar Schweinereien verbunden. Denn einmal getauft muss man gegenüber anderen getauften Ballonfahrern jederzeit den verliehenen Titel wiedergeben können. Garstige Ballonpiloten machen auch Testanrufe bei ihren Kunden. Schafft man das nicht, muss an die anwesenden Ballonfahrer eine Runde ausgegeben werden. Selbiges gilt übrigens auch, wenn der getaufte Ballonfahrer von “fliegen” statt “fahren” spricht.
Während der Taufe werden am Kopfe der Täuflinge ein paar Haare angebrannt und mit Sekt ausgelöscht. Der restliche Sekt wird dann gemeinsam konsumiert.

Super schön war’s!

Sonntag, 28. Juni 2015

Piece of Cake

Aufgrund der für die in meinem Blog vorherrschenden Verhältnisse überwältigenden Resonanz sehe ich mich genötigt, an dieser Stelle das Geheimnis der Eierlikörtorte à la Wolfram zu veröffentlichen.

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Material für das Fundament

  • 6 Eier
  • 200g gemahlene Mandeln
  • 100g Zartbitterschokoladebollen oder -Raspeln
  • 80g weicheR Butter
  • 80g Zucker
  • 1 P. Vanillezucker
  • 1 TL Backpulver
  • 25ml Rum
  • 25ml Weinbrand

Material für die Fassade

  • 2 Becher Sahne (400g)
  • 1 P. Sahnesteif
  • 1 P. Vanillezucker
  • ca. 200ml Eierlikör
  • 50-100g Schokoraspeln

Zum Ablauf.
Erstmal machen wir uns Platz in der Küche.
Nun werden die Eier getrennt. Das Gelbe kommt schonmal in die große Rührschüssel, das Weiße wird zu Eischnee verhauen (ein paar Minuten mit dem Handrührer) und mal zur Seite gestellt.
Zu den Eigelben kommt dann der ganze Rest von den Fundamentzutaten: die gemahlenen Mandeln und die Schokolade (in je nach Gusto mehr oder weniger kleinen Stücken), der Zucker, der Vanillezucker, ein Teelöffel Backpulver, und der weiche Butter (wir sind hier in Hohenlohe-Franken!) in Stücken.
Außerdem verleiht man in diesem Schritt dem Tortenfundament die eigene Note, indem man 50ml Schnaps dazu gibt. Original gehören da halbe/halbe Rum und Weinbrand rein, ich habe aber auch schon mal nur Havana reingerührt, als ich keinen Weinbrand mehr hatte. Das kam auch sehr geil.
Ordentlich verrühren das ganze (geht mit den Eischnee-kontaminierten Schneebesen ganz gut, wenn der Butter nicht zu hart ist)
Zum Schluss hebt man den Eischnee drunter. Dann kommt die Pampe in eine runde, mit Backpapier ausgelegte und gefettete Springform und darf bei etwa 175° für etwa 40 Minuten in den Backofen. Stäbchenprobe nicht vergessen!
Nach dem Backen wird das Fundament zügig auf einen Rost ausgepackt und zugedeckt erkalten lassen. Zwei Stunden bei Zimmertemperatur sind meiner Erfahrung nach okay. Wenn der Boden irgendwelche auffälligen Gipfelchen hat, sollte man diese vor der Fassadengestaltung mit einem langen Messer einebnen. Schließlich wollen wir das Ganze dann mit Eierlikör ausnivellieren.

Die Fassade wird dann relativ schlicht gestaltet:
Die Sahne (oder der Schlagrahm, wir sind hier in Hohenlohe-Franken!) wird zusammen mit dem Sahnesteif und dem zweiten Pack Vanillezucker steif geschlagen. Den Basiskuchen platzieren wir auf einer Tortenplatte. Nun schnappt man sich einen Teigschaber oder ähnliches und streicht den Kuchen ringsrum ca. einen halben Zentimeter dick mit dem Schlagrahm ein. Oben sollte das Ding relativ glatt werden; die Seiten sind ziemlich wurscht, weil da eh noch Schokoraspel dran kommen. Keinesfalls den ganzen Schlagrahm aufbrauchen; denn mit zum Beispiel einem Spritzbeutel muss das Ufer des Eierlikörsees befestigt werden!
Die Geschichte mit den Schokoraspeln gelingt mir bislang am Ehesten so: mit einem flachen Teelöffel die Raspel aus der Packung entnehmen und in bester Maurermanier an die Seite der Torte klatschen. Die herunterfallenden Reste kann man recht gut recyceln.

Ganz zum Schluss kommt dann der Eierlikörsee. Dieser ergibt sich ganz von selbst durch profanes Auskippen auf dem Dach.
Expertentipp: nicht von einem halben Meter runter tröpfeln lassen; dabei wird der Sahneputz beschädigt!
Über die Mengenangabe lässt sich natürlich diskutieren, aber mit den 0,2 Litern kann man die Sahne recht gut abdecken, und das Dingens soll ja auch was für’s Auge sein, nüschwoar?!

Nun kommt der ganze Spaß noch für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank, und dann kann man sich einen anfressen …
:-)

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Samstag, 27. Juni 2015

Verrückte Welt

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Meine Schwiegermutter hat bei mir für ihre Geburtstagsfeier eine Eierlikörtorte bestellt. Ich hab da nämlich ein Rezept gefunden, welches selbst Backvollhonks wie ich hinbringen. Und seit ich beim Wohnung Renovieren ein paar Leitungen eingegipst und ein paar Wände verputzt habe, klappt das mit dem Verstreichen der Sahne auch irgendwie besser.
;-)
Wo ich mich noch ein wenig hart tue, ist das Verteilen der Schokoraspeln auf dem Umfang. Ich glaube, auch hier macht Übung den Meister.

Da mach ich also heute früh die Torte für SchwieMus Geburtstag fertig, nehm die Eierlikörflasche aus dem Regal und was seh ich auf der Pulle?

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Jetzt gibt es schon Güteklassen für die Bodenhaltung!!!

Die spinnen doch alle.

Freitag, 26. Juni 2015

Geht

Die Frau Spätlese hat mir diese Woche mal mit ihrem Brötchenrezept kräftig das Maul wässrig gemacht.
Trotz ihrer sehr deutlichen Warnung, an welcher Stelle Backvollhonks (und ich zähle mich da durchaus dazu!) raus sind, habe ich mich rangetraut. Und siehe da: es ist tatsächlich was dabei herausgekommen!
Dabei habe ich statt der frischen Hefe (die kaufen wir immer, wenn wir keine brauchen und werfen sie dann weg, wenn sie schlecht ist) so Tütchenzeugs verwendet. Aber es stand schließlich auch drauf, dass die Menge für 500g Mehl gut sei. Auch die Holunderblütchen haben keinen Weg rein gefunden, zum Einen, weil ich den Teig spät Abends angerührt habe und zum Anderen, weil der Holunder bei uns schon fast verblüht ist. Als Streudeko habe ich Kreuzkümmel, Sesam und grobes Meersalz verwendet. Und zu guter letzt sind das statt Mittwochsbrötchen nun Freitagsweckle geworden. Schließlich sind wir hier ja in Hohenlohe-Franken!!

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Irgendwie beschleicht mich das dumpfe Gefühl, dass da noch mehr geht, aber für den ersten Versuch finde ich die Dinger schonmal gar nicht so schlecht!
Beim nächsten Versuch habe ich noch folgende Änderungen vor:

  • Ein bissel mehr Wasser rein (ich hab mich eher an der Untergrenze von 250ml orientiert; dann wird der Teig recht fest)
  • Die Kachel wird gefettet oder es kommt Backpapier rein (dummer Anfängerfehler; stand nicht im Rezept hab ich überlesen)
  • Das Schleifen will noch geübt sein

Maaaahlzeit!

Montag, 22. Juni 2015

Zerstörte Theorien

Gestern waren wir endlich mal wieder im Wildpark Bad Mergentheim.
Dort gefällt es uns typischerweise gut, und seit wir das letzte Mal dort waren, hat sich auch wieder einiges verändert.

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Eine unübersehbare Veränderung ist die immer noch recht neue (2014 eröffnete) Koboldburg am Spielplatz am Eingangsbereich. Ein Zeitfresser par excellence.

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Vor allem wenn man mehrere Kinder dabei hat. Denn die fetzen los, und dann sieht man die Gruppe für einige Zeit nicht mehr. Wenn man im Verlauf des Tages viel Glück hat, sieht man mal einzelne Kids vorbei huschen.

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Eine gut gepflegte Theorie von mir war ja, dass es im Tierpark auch absichtlich leere Gehege gibt, vor denen die Besucher dann stehen und dumm schauen “wo ist denn der Luchs?!”. Jeweils zur Fütterungszeit lässt dann je einer der stets paarweise auftauchenden Tierpfleger dann kurz mal ein paar Viecher springen, die kriegen vom anderen Tierpfleger kurz ihr Futter und dann werden die wieder weggesperrt.

Tja, diese sorgsam überlegte Theorie wurde mir gestern vom pösen pösen Luchs gründlich versaut, denn der ist vor unseren Augen (und schon eine Stunde vor der Fütterung) kurz mal eben den Baum hochgekraxelt.

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Auch die Wildkatze (hier beim Jagen von Eintagsküken abgebildet) ist normalerweise so ein Fall, und bei denen haben wir uns auch die Fütterung angeschaut, weil die Kids recht lange im Streichelzoo waren.
Die Otter haben sich trotz komplett frisch gemachtem Gehege nicht blicken lassen und stützen so meine bröckelige Theorie.

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Sehr süß hat gestern der Marderhund geschaut:

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So sieht das aus, wenn ein Wolf wegen irgendwas zurecht gewiesen wird:

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In Bad Mergentheim gibt es auch Schafe mit vier Hörnern:

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Und Vorwerkhähne (ja, die heißen tatsächlich so!), und das einzige, was sie mit den Staubsaugern gemeinsam haben, ist eventuell noch die Geschwindigkeit, in der sie lose Körner verschwinden lassen …

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Die Waschbären sind immer darauf bedacht, einen guten Eindruck zu machen

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Wohingegen die Polarfüchse recht verratzt ausgesehen haben. Die wechseln nämlich nur einmal im Jahr ihr Fell. Hier ein mit Eintagsküken abgefülltes Exemplar.

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Zum Abschluss meines Kurzberichts noch ein Foto von dem aus einem (!) Holzstamm geschnitzten Wolfsrudel an der Einfahrt zum Tierpark:

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