Am nächsten Tag haben wir einen Strandtag eingelegt. Die Kids sind zwischen Pool und Meer gependelt. Ich habe mich derweil mit der Kamera herumgetrieben und unschuldige Insekten geschossen. Zum Beispiel diese korsische Biene, die sicherlich zu dem formidablen korsischen Honig beigetragen hat, den wir uns zum Frühstück immer aufs Butterbaguette geschmiert haben.
Diese Heuschrecke habe ich nur gesehen, weil sie mir quasi vors Objektiv gehüpft ist. Mimikry at its best!
Wir haben für die Hinreise eine Moby-Übernachtfähre gebucht. Die fährt um 22:00 Uhr in Genua los und kommt am nächsten Tag um 7:00 Uhr in Bastia an. Dafür fährt sie extra langsam.
Wenn man dann morgens die Kamera über die Reling hebt und einfach dumm ein paar mal auf den Auslöser drückt, kann man auf den geschossenen Fotos beispielsweise sowas sehen, nämlich die Nordspitze von Korsika:
Nach dem “Débarquement” sind wir dann noch gut zwei Stunden von Bastia nach Ghisonaccia gefahren.
Die Anreise von Kreßberg nach Korsika dauert auf diese Art also knapp 24 Stunden - ein Flug in die Karibik ist schneller …
Wie immer haben wir feste an unserem Credo “Think Global - Drink Local” gearbeitet. Das einheimische Pietra-Bier hat es uns aber auch nicht allzu schwer gemacht … Neu für mich war, dass es Bier auch in Flaschen mit Sektkorken und Bügel-Wiederverschluss gibt:
Hier kommen zwei Fotos vom Anreisetag. Nämlich eins von unserer Hinwärts-Fähre, der Moby Drea:
Und eins vom Heck der Fähre runter mit Blick auf das hier weitgehend harmlos aussehende Genua.
Fotos aussortieren ist schon ein ziemlich undankbarer Job.
Ich mache das mit einem mehrstufigen Ansatz. Erstmal werden alle Fotos auf den Rechner kopiert, weil auf dem kleinen Display der Kamera sieht man ja reichlich wenig. Dann fliegen erstmal alle “handwerklich schlechten” Fotos raus. Das sind also die, die verwackelt sind oder bei denen der Fokus irgendwo ganz anders liegt oder die komplett falsch belichtet sind.
In einem zweiten Durchgang schmeiße ich dann Dubletten raus und die Fotos, die ästhetisch nicht passen. Wenn ich für eine Szene also ein paar Mal auf den Auslöser gedrückt habe, gewinnt davon eins. Wenn ein Bild nur eine nackige Mauer ohne was besonderes zeigt oder wenn ich erst überlegen muss, was ich da eigentlich knippsen wollte, dann ist ein Bild auch ein Abschusskandidat.
Bei der ersten Durchsicht habe ich nun erschreckend wenig verwackelte / unscharfe Bilder gefunden - umso schwieriger werden also die weiteren Sichtungsstufen. Ich bitte um Geduld!
Die letzen paar Tage waren wir urlauben auf einer Insel im “Mittelmehr” - genauer gesagt, am “Dreimeereseck” zwischen dem Ligurischen, dem Thyrrenischen und dem Balearen-Meer.
Kurzfazit: Korsika ist echt schön!
;-)
Ich werde ob der schieren Menge der geschossenen Fotos sicherlich noch einige Zeit mit Sichten und Sortieren verbringen. Und dabei haben wir gar nicht sooo viel unternommen. Ein paar davon werde ich sicher auch hier im Blog zeigen.
Was ich an dieser Stelle auf jeden Fall noch loswerden wollte, ist ein herzliches und aufrichtiges Dankeschön an die Österreichische Bundespolizei!
Weil das war nämlich so:
Nachdem uns am Donnerstag Abend um 18.00 Uhr das Festland wieder hatte und wir durch die “Pöbene” (Po-Ebene, Anm. d. Red.) über Mailand, Lugano, Bellinzona und den San Bernardino (dank nächtlicher Tunnelsperrung sogar den echten San Bernardino!) gefahren waren, sind wir links an Liechtenstein vorbei. Von Deutschland trennt einen an dieser Stelle nur noch ein kurzes Stück Österreichische A14 mit Pfändertunnel bis Lindau. Und auf dem Parkplatz nach dem Pfändertunnel hat besagte Bundespolizei mitten in der Nacht eine Pickerlkontrolle gemacht. Und die nachtarbeitenden Beamten haben sich unser Pickerl angeschaut (es war zu diesem Zeitpunkt schon Freitag, der 5. Juni) und haben befunden, dass unser 10-Tages-Pickerl vom 24. Mai noch in Ordnung geht und haben uns weiterfahren lassen.
Sehr nett!
Wer auch nur minimalst heimwerkerisch unterwegs ist, kennt sie: Dübel.
Und dann gibt’s auch gute Chancen, dass man schonmal einen Dübel beim Versenken “vergrießgnaddelt” hat, weil beispielsweise der Hammer zu klein war. Das sieht dann vielleicht etwa so aus:
Aber trotzdem kriegt man noch was flach an die Wand geschraubt, wenn man die Situation irgendwie retten kann. Zum Beispiel mit einem Bastelmesser oder einem gut geschärften Stemmeisen den überstehenden Rand abschneiden oder so.
Aber tatsächlich funktioniert dieser Trick hier auch ganz gut (vorausgesetzt, das Loch in der Wand ist tief genug!): Man setze eine Schraube so ein bis drei Umdrehungen weit an. Dann klopfe man auf den Schraubenkopf.
Das müsste (wie gesagt, sofern das Bohrloch tief genug ist) dazu führen, dass der Dübel sich vollends in die Wand verzieht:
Neulich habe ich mal wieder meinen Spritzwasserbehälter am Auto aufgefüllt. So richtig schön randvoll.
Ein paar Tage drauf hab ich dann am Hebel gezogen, und aus den Düsen kam nicht wirklich viel. Also habe ich eine Druckluftpistole bemüht und damit ein wenig in die Düsen reingehustet.
Cool, dann ging das mit dem Scheibe-Saubermachen wieder einwandfrei.
Weil dann ein paar Tage lang gutes Wetter war, hat mich das Spritzwasser auch nicht mehr wirklich interessiert, zumal ich dachte, alles wäre nun gut.
Dann kam aber der Tag, an dem ich bei Nieselregen von der Arbeit heim gefahren bin und aus meinen Spritzwasserdüsen kam — nichts.
Daheim habe ich mich direkt mit Werkzeug bewaffnet, mit dem festen Vorsatz, dem Problem auf den Grund zu gehen. Und das ging dann so ab:
Die beiden Scheibenwischer abbauen (Deckel hochheben, Mutter entfernen, ein paar leichte Schläge mit dem Hammer auf den Konus)
Motorhaube auf
die lange, dicke Gummilippe vom Blechfalz heben
die beiden großen Kunststoffabdeckungen abbauen. Die haben je links und rechts und in der Mitte eine Torx-Schraube. Dabei auf den Wischwasserschlauch aufpassen.
die beiden Schrauben, die das Wischergestänge halten (links und rechts), wegschrauben, elektrische Verbindung zum Wischer lösen
das Wischergestänge herausfädeln, Achtung mit dem Dorn etwa in der Mitte des Gestänges
Nun kommt man endlich ordentlich an den Spritzwasserbehälter samt Pumpe dran und kann (nach Lösen des Steckers) das gute Stück rausheben.
Ich habe den Behälter zuerst mal in ein anderes Gefäß entleert (er war ja frisch aufgefüllt, wir erinnern uns) und die Pumpe aus ihrem schwarzen Gummistopfen im Behälter herausgelupft. Ein bisschen Druckluft zeigte, dass der Schlauch und die Düsen einwandfrei funktionierten. Die Pumpe habe ich an ihren Stecker angeschlossen und testweise meinen Wischerhebel betätigt — auch hier keinerlei Probleme.
Das umgefüllte Spritzwasser sah eigentlich auch unauffällig aus. Nun war ich ein wenig ratlos. Bis ich mir den schwarzen Gummistopfen nochmal angeschaut habe. Weil, so dachte ich, wenn man von oben reinschaut, müsste man ja eigentlich den Boden des Spritzwasserbehälters sehen. Dem war aber nicht so.
Also habe ich auch noch den Gummistopfen aus dem Behälter gezerrt — und siehe da! Der Gummistopfen ist beim Corsa C gleichzeitig ein Fremdkörpersieb! Und das war dicht.
Aus irgendeinem Grund hatte ich (vielleicht durch das Mischen von zwei verschiedenen Scheibenreinigermittelchen?) eine glibbrige, kleisterähnliche Masse im Spritzwasserbehälter.
Die Lösung gestaltete sich von dem Moment an recht schlicht: mehrmaliges Fluten und Ausleeren des Behälters, und der berühmt-berüchtigte “Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge”.
Beim C-Corsa sollte man dabei an ein paar Punkten Vorsicht walten lassen:
der Zusammenbau ist eine gute Gelegenheit, den unteren Rand der Frontscheibe mal zu putzen. Achtung mit dem U-Profil an der unteren Glaskante!
zuerst den Spritzwasserbehälter samt Pumpe einbauen; elektrisch und hydraulisch (zumindest den Heckwischer, rechts) anschließen
Scheibenwischergestänge einfädeln (auf den Dorn aufpassen) und festschrauben
beim Einbau der schwarzen Abdeckungen darauf aufpassen, dass die Kante an der Windschutzscheibe sauber von der Abdeckung umfasst wird
nicht vergessen, den Schlauch für die vorderen Wischwasserdüsen an die Pumpe (links) anzuklemmen!
Nun dachte ich, ich könnte mein altes Spritzwasser recyceln und habe mir (für den Fall, dass da noch Glibberzeugs drin ist) einen Trichter mit Feinsieb geschnappt. Der war aber tatsächlich innerhalb von Sekunden so dicht mit Glibberzeug, dass ich das alte Spritzwasser nicht mehr weiter verwendet habe. Stattdessen kam frisches Wasser und Scheibenreinigerzusatz rein.
Und kaum ein paar Stunden später spritzte es schon wieder, wie es soll …
Jedes Jahr wieder zum Ende des Monats April sammeln sich die Waldtanner Ureinwohner, um Äonen alten Zeremonien zu folgen. Der rituelle Ablauf sieht dabei vor, dass zunächst eine kleine Gruppe der Indigenen in den Wald zieht, um dort einen (zumeist unschuldigen) Baum zu erlegen.
Die Leiche wird unter großem Bohei aus dem Wald gezerrt. An einem geheimen Ort wird sie großteils gehäutet. Eine andere Gruppe der Ureinwohner verwendet die abgeschnittenen Gliedmaßen - äh - Äste, um daraus Kränze und Girlanden zu wickeln. Die dabei außerdem angebrachten bunten Bänder sollen dabei offenbar die Grausamkeit des Rituals herunterspielen.
Nun treffen sich die erste Gruppe und die zweite Gruppe. Der geschändete Leichnam wird öffentlich aufgebahrt und mit den Kränzen und Girlanden behängt. Unter Mithilfe von lärmenden Maschinen und den Blicken aller Ureinwohner wird dann der traurige Rest des Baumes aufgestellt und das untere Ende in einem betonierten Loch versenkt und verkeilt.
Im Anschluss verlieren viele der Zeremonienteilnehmer ihre Hemmungen; sie lassen sich dann häufiger in kleinen Gruppen beim Verzehr alkoholischer Gertränke beobachten.
Unklar ist - wie bei so vielen Riten indigener Völker - der exakte rituelle Hintergrund des verstörenden Handelns. Eine abschreckende Wirkung für andere Bäume (wie vermutlich bei der Ausstellung der Leichname hingerichteter Verbrecher im Mittelalter) dürfte nicht der Grund sein; dazu sind die in Mitteleuropa heimischen Gehölze zu wenig mobil.
Wir werden unsere Forschungen im kommenden Jahr fortsetzen und hoffen auf weitere Erkenntnisse.
Wenn man die Knippse seiner Wahl nimmt, irgendein Automatikprogramm anschmeißt und sich neben einen Bachlauf stellt, dann könnte beispielsweise sowas dabei rauskommen:
Hier hat sich die Elektronik für 1/100 Sekunde Belichtungszeit und komplett offene Blende (bei diesem Objektiv war das f/2.8) entschieden, was man auch an dem relativ schmalen Schärfentiefebereich erkennen kann. Vorder- und Hintergrund saufen etwas in der Unschärfe ab. Das sieht zwar auch nicht ganz daneben aus, aber mit verträumt-weichem Wasser hat das nix zu tun.
Also habe ich für das nächste Foto zwar denselben Automatikmodus verwendet (ich mag ja den “P”), aber ich habe die Blende so weit wie möglich zugeschraubt (f/32). Die Automatik hat dafür eine Belichtungszeit von 1,3 Sekunden berechnet, und damit wird das Wasser auch schon deutlich weicher:
Auf diesem Foto sieht man auch schön den Effekt der geschlossenen Blende. Obwohl ich sonst nichts weiter verstellt habe, ist nun auch das Gras im Vordergrund noch “schön scharf” geworden.
Nicht vergessen darf man dabei, dass ich für diese Fotos in der Dämmerung unterwegs war. In der Mittagssonne wäre da nicht viel weich geworden, weil die Belichtungszeit dann trotz geschlossener Blende immer noch wasweißich 1/250tel oder so gewesen wäre.
So richtig weich wird’s auf jeden Fall erst, wenn man noch länger belichtet. Und an dieser Stelle sind dann typischerweise die Grenzen des Equipments erreicht, denn die Blende noch weiter als “ganz zu” zu machen, geht halt net. Freilich könnte man nun auch noch die ISO so weit wie möglich runterdrehen, und damit würde die Belichtungszeit wahrscheinlich auch noch ein bissel länger. Aber so richtig lang kann man auch dann nur belichten, wenn’s draußen duster wird.
Des Fotografen Lösung für dieses Dilemma heißt “Graufilter” oder “ND-Filter”. Das sind (im Idealfall) ungefärbte (deshalb “Grau-” beziehungsweise “Neutraldichte”) Filter, die man sich aufs Objektiv vorne drauf schraubt und die je nach Ausführung mal weniger und mal mehr abdunkeln.
Ich hab mir vor längerem schon mal einen “ND-8”-Filter zugelegt. Der tut (je nach Interpretation) so, als wäre die Blende nochmal 8 Stufen weiter zugedreht oder als könne man 8x länger belichten. Das ist zwar schonmal nicht schlecht für Langzeitbelichtungen, bringt aber keine dramatischen Unterschiede.
Richtig gut ist für den Zweck aber mein “Variable ND”-Filter. Das ist technisch gesehen eine Kombination aus zwei linearen Polfiltern, die ich gegeneinander verdrehen kann. Ist die Filterrichtung parallel, wirkt das Dingens wie eine Sonnenbrille (und verdoppelt die Belichtungszeit), wenn ich aber die Filterrichtung überkreuze, dann kommt kaum mehr Licht durch. Mit diesem Filter habe ich auch die Sofi neulich geknippst.
Meine ND-Filter passen leider nicht auf meine 90mm-Festbrennweite, deshalb musste ich an dieser Stelle kurz das Objektiv wechseln, was dazu führt, dass die Fotos leider nicht direkt vergleichbar sind.
Für das Bächlein bin ich nun so vorgegangen:
Filter drauf, Licht durchlassen
Fokussieren, dann AF aus (weil der AF geht freilich auch nicht mehr so gut, wenn man abdunkelt)
Kamera auf M
Filter auf “halbzu”
Blende ganz zu (f/32)
Belichtungszeit 15 Sekunden (π-mal-Daumen-Kontrolle über Belichtungsmesser im Sucher)
Und damit sah das Ergebnis so aus:
So gefällt mir das!
Wobei damit auch direkt schon das nächste Ziel klar ist: Offenblende und ND-Filter kombinieren! Damit müsste dann das Gras leicht unscharf werden, was den Blick eher auf den Bachlauf lenkt.
Gestern war ja ein echt schöner Tag hier. Also konnte ich irgendwann nicht mehr anders und habe das Tamron auf die Canon gespaxt und bin losgetigert. Zuerst bin ich am Bach entlang geschlendert und habe nach Beute Ausschau gehalten.
Mein erstes Opfer war ein ordinäres Gänseblümchen:
Danach habe ich ein Wiesenschaumkraut erlegt:
Die Schlüsselblumen machten es mir auch recht leicht:
Diesen Kumpel hier habe ich an einem Strommasten geschossen:
Von vorne betrachtet sah der so aus:
Überall summte es, sodass man eigentlich immer was zum Schießen hatte:
Lag man geduldig auf der Lauer, liefen einem auch schonmal mehrere Motive auf einmal vor die Flinte:
Die Lindenblüten als Futterstelle waren natürlich auch recht gut zum Erwischen von Bienen:
Das hier sah mir nach einem “Angry Tree” aus, also habe ich abgedrückt:
Mein letztes Opfer war dann der Nachbarin Osterglocke:
Wie man leicht (und bei Klick aufs Bild jeweils noch schöner) sieht, war gestern gutes Jagdwetter!