Sonntag, 13. Oktober 2013

Der Puppenfee Hasen

Das Dinkelsbühler Ballett hat gestern in Aalen “Die Puppenfee” aufgeführt.
Unverzichtbar dabei freilich (wenn auch wahrscheinlich im Original nicht in dieser Form enthalten): die weißen Häschen, und ohne eins von den Strempfers wären die auch nicht vollständig gewesen.

der_puppenfee_hasen.jpg

Schön war’s! Vor allem auch, weil es keine reine Tanzvorstellung war und weil man immer was interessantes sehen konnte, egal wohin man auf die Bühne schaute. Zum Beispiel so: da lief links einer interessiert durch die Puppen, während rechts die Kinder des reichen Ehepaars ablehnende Gesten machten und in der Mitte der Gehilfe des Spielwarenhändlers irgendwas abstaubte.

Freitag, 11. Oktober 2013

Der Marathon

Ich hab ja gestern auch probiert, bei dem bundesweiten Blitz-Marathon irgendwie mitzumachen; leider habe ich keine einzige Blitze gesehen. Was ja an sich noch nichts heißen mag, aber in den letzten 20 Jahren hat mich niemand geblitzt.
Ich freue mich tatsächlich über jedes Blitzgerät, weil es zumindest ein paar Leute dazu bringt, sich wenigstens für einen Moment an die (Spiel-) Regeln zu halten. Weil meine persönliche Philosophie beim Auto fahren ist, dass ich mich an die Regeln halte. Und zwar auch wenn kein Schiri aufpasst.
Wenn ein 70-Schild kommt, dann fahr ich einfach 70, egal wie der Rest der Welt probiert zu drängeln. Und wenn da ein Ortsschild kommt, dann fahr ich 50. So muss ich nie erschreckt bremsen, sobald irgend etwas undefiniertes am Straßenrand steht — weil das gefährdet die Mitautofahrer wirklich.

Der Postillon hat einen netten Artikel darüber geschrieben, dass es ein gewisser Herr Lensen mit seinem nicht näher spezifizierten Sportwagen einen neuen Weltrekord geschafft habe. Er habe 42 Blitzer innerhalb von weniger als zwei Stunden durchfahren …

Super Randdetail: die Praktikantin vom Radio Energy (Nürnberg) hat beim Postillon tatsächlich nach den Kontaktdaten von Herrn Lensen gefragt — die kannte den Postillon noch nicht …
:-)

Alles

In mir sträubt sich alles, wenn ich sowas sehe:

tetesept_schlaftrunk.jpg

Tetesept gehört für mich in die Badewanne und niemalsnienicht in den Rachen!

Samstag, 5. Oktober 2013

Und für’s regnerische Wochenende: ein Makrorätsel

Zugegeben, dieses hier ist vielleicht ein bissel fies, aber sind sie das nicht alle?
;-)

Was haben wir denn hier?!

makroraetsel_20131005.jpg

Wie immer gibt’s die Fotos “in größer”, wenn man drauf klickt, und genauso wie immer gibt’s die Lösung nach einem Klick hierauf ==> [Weiterlesen…]

Freitag, 4. Oktober 2013

Seite 61

Neulich war ich mit den Arbeitskollegen unterwegs. Da die um meine Profession wissen und auch, dass ich gern probiere, schöne Fotos zu machen, wurde ich kurzerhand zum Eventfotografen befördert.

Also habe ich meine Kameratasche mitgenommen und drauf los geknippst. Kollegen vor der Abreise, Kollegen mit Getränken in der Hand, lachende Kollegen, …

Nur meine gute alte EOS 1000D war schlecht drauf, weil da blinkte ständig eben nicht das mittlere AF-Messfeld (so heißen die Quadrate mit den roten Punkten, die man durch den Sucher sieht), sondern das ganz rechts neben draußen. Ich musste also, um ordentliche Portraits zu schießen, erst links am Ziel vorbeipeilen, dann scharfstellen und dann wieder das Ziel in die Mitte rücken.

Üüüüüübelst.

Für des Rätsels Lösung habe ich die halbe Fahrt lang meine Handy-Internetfunktion missbraucht.

Weil selbst bei der EOS 1000D lässt sich das AF-Messfeld einstellen, und das steht auf besagter Seite 61 der Bedienungsanleitung (die ich bis dahin freilich nur flüchtig angeschaut hatte).

Für alle, die genauso ratlos dastehen, wie ich, hier die Lösung:

  • Die manuelle Auswahl des AF-Messfelds gilt nur für die Kreativ-Programme (P, Tv, Av, M)
  • Zum Wählen drückt man zuerst die Zoom-Plus-Taste. Oberhalb dieser sind die AF-Messfelder sogar schon angedeutet.
  • Wenn man das Display an hat (Taste “Disp”), dann wird das eingestellte Messfeld auf dem Bildschirm angezeigt. Wenn alle leuchten, dann ist die automatische Messfeldwahl aktiv. Ansonsten leuchtet nur eins. Das kann man mit der Taste “Set” umschalten.
  • Mit der Nase am Display kann man nun das Wahlrad zum “durchscrollen” verwenden; wenn man mit dem Display arbeitet, drückt man die Pfeiltasten.
  • Mit einem weiteren Druck auf “Zoom Plus” wird die Einstellung gespeichert.

Frohes Fotografieren!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Eismund

Mal angenommen, man ist mit der Familie unterwegs, hat den Kids ein leckeres Bauernhofeis spendiert und die Tochter sieht nach Genuss desselben aus wie Pipi Langstrumpfs Papa. Also mit deutlich sichtbaren dunklen Stellen rings um die Mundpartie.
Was tun?
Klar, als moderne Eltern hat man ja immer Feuchttücher dabei. Nur haben die die dumme Eigenschaft, dass sie nach dem Öffnen der Packung innerhalb kürzester Zeit zu normalen Papiertaschentüchern verkommen. Freilich merkt man das erst dann, wenn kein Gewässer in der Nähe ist.
Unsere Großeltern hatten an dieser Stelle die pragmatische Lösung, kurz mal eben ins eigene (schon benutzte) Taschentuch reinzuspucken und dann das Kind mit diesem Instant-Feuchttuch abzuwatschen.
Moderne Eltern (an denen solche Methoden mitunter auch noch ausprobiert wurden) stehen diesem Gebaren typischerweise mit mehr oder weniger Ekel gegenüber.
Was also tun?
Glück hat, wer einen Emil dabei hat.
Weil dann sagt man einfach zum verschmutzten Kind: “Pust mal den Emil an!”.
Schwupps, erfolgt unabwendbar und stante pede eine überaus gründliche Gesichtsreinigung.

Die Sabberreste kann man ja dann mit dem trockenen Feuchttuch aus dem Kindergesicht wischen …

Geschäftstipp

Hey, psst!
Du!
Ja, genau du!
Weißt du, wie man in Deutschland viel Geld verdienen kann? Nein?
Okay, ich verrate es dir:
Sichere dir einige Zeit nach der Erstveröffentlichung eines Fotos die Rechte daran. Manche Fotografen lassen sich für ein paar Hunderter auf so einen Handel ein.
Dann benutze die Google-Bildersuche (*), finde Leute, die das Foto ohne deine ausdrückliche Genehmigung veröffentlicht haben, vorzugsweise die, die gar nichts von dir wissen können, weil sie das Foto veröffentlicht haben, lange, bevor du die Rechte gekauft hast. Dabei ist es sinnvoll, sich Leute mit eigener Domain herauszusuchen. Die Facebooker kriegt man leider nicht so einfach vor Gericht, aber für alle mit eigener Domain hat die Denic ja eine ladungsfähige Adresse gespeichert, die man sich einfach online holen kann. Es spielt dabei auch keine Rolle, ob es sich um private Blogs oder sonst irgendwelche nichtkommerziellen Seiten handelt. Vom Teckelklub Hintertupfingen kriegt man genauso eine Adresse wie von harmlosen Familienwebseiten oder privaten Fanclubs.

Nun besorge dir einen Anwalt, der Abmahnungen über mindestens vierstellige Summen an diese Leute verschickt. Dabei kann man sich ruhig Zeit lassen, denn je später nach dem Veröffentlichen, desto besser. Der fällige Schadenersatz-Betrag richtet sich nämlich unter anderem nach der Veröffentlichungszeit. In die Abmahnung kann man dann ruhig auch noch reinschreiben, dass ja eigentlich viel mehr Geld fällig wäre, dass man aber kulanzhalber nur ein Viertel von dem eigentlich fälligen Betrag verlangt.

Was meinst du, das geht nicht?
Doch, geht.
In Deutschland leider schon. (**)

Ich empfehle allen Mitopfern solcher Fälle die Rechtsanwaltskanzlei Schwenke, zum Einen, weil die eine sehr ausführliche FAQ zum Thema online haben und zum Anderen, weil die in meinem persönlichen Fall die ursprüngliche Summe annähernd dritteln konnten.

P.S.: Es spricht übrigens als Rechteinhaber rein gar nichts dagegen, zuerst mal Kontakt mit dem Seitenbetreiber aufzunehmen und das Löschen des fraglichen Fotos zu verlangen. Aber das wäre ja “vernünftiger Umgang mit Mitmenschen”, was heutzutage nicht mehr groß zählt, und dabei kommt dann auch kein Geld rein.

(*): Die Google-Bildersuche eignet sich deshalb vorzüglich, weil die auch tatsächlich nach Bildern suchen kann. Hierzu surft man einfach zu http://images.google.de, dann klickt man auf den kleinen Fotoapparat in der Suchleiste. Je nach Browser und Betriebssystem kann man dann entweder ein Foto vom eigenen Rechner hochladen oder direkt das Foto vom Desktop in die Suchleiste reinziehen. Et voilà: Treffer über Treffer …

(**): Nicht so beispielsweise in den USA, weil da gibt’s etwas namens Fair Use.

Montag, 23. September 2013

Wenigstens

… spielen die Republikaner keine Rolle mehr.
Wobei in Kreßberg die NPD relativ stark ist, denn immerhin 43 der 3059 Wahlberechtigten haben bei denen ein Kreuz gemacht. Was aber über die Hälfte meiner Mitmenschen vom CvS überzeugt sein lässt, verstehe ich nicht. Mich hat der auch noch vollgespammt — mit Briefpost. Und das Zeugs war so Hochglanzbedruckt, dass es sich noch nichtmal ordentlich thermisch verwerten lässt. Was mir dabei immer wieder die Galle hochkommen lässt: solches Propagandamaterial dürfen dank “Wahlkampfkostenerstattung” wir Bürger auch noch bezahlen.

Wobei so eine Wahl an sich ja auch schon kein Nullsummenspiel ist, denn da muss ordentlich Geld vom Bund an die Gemeinden fließen, dieses Mal wahrscheinlich auch wieder über 66 Millionen Euro. Das war die Summe, die der Bundeswahlleiter für 2009 veröffentlicht hat.

Ab sofort schau ich die Leute um mich rum auf jeden Fall mit anderen Augen an, weil ja jeder zweite einer von “Denen” sein muss …

Interessant wäre es, wenn man die Zeit nochmal rückwärts und vorwärts spulen könnte. Hatten die Wähler wohl das Gefühl, dass Peers Mittelfinger in ihre Richtung zeigt?

Den Grünen hat es vor allem an Charisma gefehlt. Die brauchen mal wieder so einen wie den Fischer, zur Not auch in stabilen Verhältnissen lebend.

Hier geht’s zum Wahlergebnis von Kreßberg auf Kreßberg-Online

Sonntag, 22. September 2013

Vier Finger und wenig Daumen

Wenn ihr mal nach Ostfriesland kommt, dann schaut euch ruhig mal das Waloseum an.

waloseum.jpg

Das ist eine Außenstelle von der Seehundstation Norddeich, und es heißt so, weil es um einen vor einigen Jahren gestrandeten Pottwal drumrum geht. Herzstück der Ausstellung ist freilich der Namensgeber, beziehungsweise das, was von ihm übrig ist. Hier ein Foto von der linken Vorderpfote von dem Kumpel:

walpfote.jpg

Der Dimensionen wird man sich erst bewusst, wenn man so richtig nah dran ist!

Auch ansonsten kann man einiges über die Nordsee-Tierwelt erfahren, zum Beispiel über die Zugvögel.
Das ist für mich übrigens auch eine sehr seltsame Geschichte, das mit den Zugvögeln.
Bei uns im Landkreis wird immer wieder mobil gemacht gegen Windkraftanlagen. So würden Störche daran zerschellen und der bei uns vorkommende Rotmilan auch. Gerüchten zufolge hat man tatsächlich Milankadaver unter einer Windkraftanlage in der Nähe gefunden — allerdings war man sich bei der Todesursache nicht so ganz sicher, denn der Kadaver hatte unerklärlicherweise auch ein Einschussloch. Die Lokalpresse vermeldete die Tage, dass eine Untersuchung ergeben habe, dass an jeder Windkraftanlage bis zu 12 Fledermäuse jährlich verenden.
Angesichts der unglaublichen Anzahl von Windkraftanlagen in Ostfriesland habe ich also ständig nach einer gigantischen Tierkörperverwertungsanstalt Ausschau gehalten — aber ich habe keine gesehen, noch nichteinmal ein Schild. Wenn ich das nächste Mal an die Nordsee komme, frag ich einen Windbauern, was er mit den ganzen toten Viechern macht.

Samstag, 14. September 2013

Auch als Mann darf man zeigen was man hat!

… wenn man ein paar nette Urlaubsfotos aus Ostfriesland hat, zum Beispiel …
;-)

In der Weltstadt Nesse findet man dieses Arrangement gegenüber eines Spielplatzes. Mein Arbeitskollege meinte: “hier kriegt man ja alles für eine erfolgreiche Nacht” …

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Watt ist, was übrig bleibt, wenn das Meer ein Nickerchen macht. Begeistert Kinder wie Hund gleichermaßen. Das Foto zeigt Teile des Hundestrandes in Norddeich, insbesondere unsere drei Kids und unseren Hund bei abfließendem Wasser.

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Auch in Norddeich haben wir unglaublich viele Marienkäfer auf einen Haufen gesehen:

marienkaeferpest.jpg

und

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Und wenn man seinen Hund mal wieder aus dem Watt rauskriegt (weil da kann man ja super rumrennen und probieren, Möwen zu jagen), dann läuft der ja mit seinen schlammigen - oh sorry - wattigen Füßen durch den Sand, und das gibt sehr interessante Deko am Hundebein:

hundepfote_mit_watt_und_sand.jpg

Sieht mehr nach Kamelfuß als nach Labrador-Retriever aus, oder?!

Auf Baltrum, der kleinsten der ostfriesischen Inseln, gibt es die wohl genauste Wetterstation von ganz Ostfriesland:

baltrum_wetterstation.jpg

Und schließlich und endlich haben wir auch das Rad vom wohl ignorantesten Radfahrer Ostfrieslands am Hafen von Baltrum gesehen. Das hier:

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