Restefest



Neulich haben wir entdeckt, dass wir noch abgelaufenen Skyr im Kühlschrank haben. “Skyr” ist ja isländisch und bedeutet soviel wie “Gipskarton zum Löffeln” (an dieser Stelle denke sich der werte Besucher Protestschreie meiner lieben Frau) , aber mit etwas Kreativität kriegt man damit doch was ulkiges hin.
Fangen wir mit dem Mürbteigboden an (welcher allein schon das “low calory”-Thema von Skyr ad absurdum führt):
Wir schnappen uns 120g Mehl, eine Messerspitze Backpulver, 40g Zucker, ein Pack Vanillezucker, 65g Butter (in Flöckchen beziehungsweise weich) und ein Eigelb. Die Zutaten werden genau solange miteinander vermengt (Küchenmaschine, Knethaken), bis sich ein geschmeidiger Teig entwickelt. Das kann schon mal eine Weile (10 Minuten und länger) dauern.

Nun muss der Teig für eine halbe Stunde in den Kühlschrank, und wir haben Zeit, die Füllung zu basteln.
Das grundlegende Konzept dafür habe ich von hier, aber entsprechend der Ablaufdaten weiterer Becher im Kühlschrank kräftig angepasst.
Ich habe verbraucht: einen angefangenen Becher Skyr, 250g abgelaufenen Quark und ordentlich abgelaufenen Joghurt (bis ich etwa ein Kilo hatte). Dazu dann drei Esslöffel Speisestärke, 200g Zucker, zwei Eier und das Eiweiß, was vom Mürbteigboden übrig war. Statt der Stärke kann man auch Vanillepuddingpulver verwenden. Flugs alles miteinander verrühren, eventuell noch ein bissel mit Vanillezucker pimpen.
Nun den Teig wieder aus dem Kühlschrank holen. In einer gut gefetteten Springform dünn verteilen (nur zwei bis drei Millimeter dick) und die Ränder so weit als möglich nach oben ziehen. Die Füllung reinleeren und ab damit bei 180°C Ober-/Unterhitze für eine gute Stunde in den Backofen. Bei Umluft ein wenig kühler und/oder kürzer. Auf jeden Fall sollte die Füllung oben drauf schön goldbraun werden.
20180106_skyrkuchen.jpg
Und nun kommt der extremste Teil am ganzen Rezept: man sollte den Kuchen vor dem Verzehr ein bis zwei Stunden auskühlen lassen.
Wir haben hart mit uns gekämpft und ernsthaft probiert, uns zusammenzureißen. Wir haben uns gegenseitig zurückgehalten - aber schlussendlich haben wir kläglich versagt. Nach zehn Minuten war nur noch die Hälfte des Kuchens da.

Viel Spaß beim Nachbacken, vielleicht habt ihr mehr Durchhaltevermögen!

Samstag, 13. Januar 2018 by Wolfram
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Wenn L2 fehlt



Irgendwann letztes Jahr hat mein Junior meinen Nintendo DS runterfallen lassen. Danach ging er nicht mehr an.
“Zwischen den Jahren” habe ich mich dann endlich mal hingesetzt, um die Ursache zu ermitteln. Das Gerät hat beim Kippen ein leichtes Rasseln von sich gegeben, also war wohl irgendetwas abgefallen.
Die erste Hürde ist schonmal das Öffnen des Gehäuses. Ich habe mir extra ein Mini-Bitset mit dem benötigten Tri-Wing zugelegt. Das ist quasi der “dreikantige Kreuzschlitz”.
20171225_nintendo_ds_schrauben_lage.jpg
Nicht alle Schrauben des Nintendo DS sind direkt erreichbar, und den Tri-Wing braucht’s auch nur für die beiden Schrauben links (mit den offenen Gehäuselöchern) und die eine schwarze Schraube im Slot-1 (oben).
Die restlichen Schrauben - auch die unter den beiden Gummifüßen versteckten - sind normale (wenn auch kleine) Kreuzschlitzschrauben.

Es empfiehlt sich, die Schrauben schön sortiert abzulegen. Ich habe die Kreuzschlitze in ein eigens gefaltetes Papierschälchen gelegt und die Tri-Wings rechts daneben.
20171225_nintendo_ds_schrauben.jpg
Auf diesem Foto sieht man auch, was da im Gehäuse gerasselt hat. Ein SMD-Bauteil ohne sichtbare Kennzeichnung.

20171225_nintendo_ds_l2_fehlt.jpg
Ich habe auf der Platine eine ganze Weile gesucht, und schlussendlich habe ich herausgefunden, dass es sich laut dem Bestückungsdruck um eine Spule handeln müsste.
Dank etwas Glück habe ich es irgendwie geschafft, das Ding mit meinem Lötkolben wieder “draufzukleben”, und jetzt geht er tatsächlich wieder. Den Zusammenbau habe ich dann vor lauter Freude gleich dreimal gemacht. Einmal war der Power-Schalter (der ist direkt neben L2) nicht ordentlich eingeklippst, beim zweiten Mal der Lautstärkepoti.

Mal sehen, wie lang das Gerät tut … Auf jeden Fall tut’s nix mehr, wenn der L2 fehlt!

Sonntag, 7. Januar 2018 by Wolfram
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Sunriseporn



Werte Leserinnen, werte Leser,
so als Lebenszeichen und als Nachweis, dass wir relativ unbeschadet ins neue Jahr gerutscht sind, möchte ich euch den heutigen Sonnenaufgang anbieten:
20180105_sonnenaufgang.jpg

Das war um etwa 8 Uhr, und irgendwie bin ich froh, dass der Dauerregen der letzten Tage sich (zumindest temporär) verabschiedet hat.

Ein Gutes Neues auch noch allerseits, möge euch Glück und vor allem Gesundheit beschieden sein!

Freitag, 5. Januar 2018 by Wolfram
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Des Dachrenovierers Klagelied



Wer einmal sein Dach gedämmt,
sicherlich den Umgang mit Glaswolle kennt.
Fluffig-Gelb, so sieht es aus,
das Material für’s Dach vom Haus.
Doch kommt es an die freie Haut,
dann flucht der Renovierer laut.
Zwar später erst, nicht sofort,
wenn das Zeugs verweilt’ an einem Ort.
Genau an den Stellen juckt es dann,
so gut es eben jucken kann.
Abhilfe gibt es leider kaum,
nichteinmal Duschen hält den Reiz im Zaum.

Wer nun aber meint, dass Steinwolle da besser wär -
so irrt sich der …

(W) W. Strempfer, im Dezember 2017, aus aktuellem Anlass.

Donnerstag, 28. Dezember 2017 by Wolfram
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Frohe Weihnachten!



Kalt ist es draußen, und unser Haus- und Hofeichhorn holt sich immer mal wieder Nüsse. Inzwischen sogar, wenn die Balkontüre offen ist und ich mit meinem kaputten 90er Tamron da sitze.
20171216_eichhorn.jpg

Ich wünsche meinen drei Lesern fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch!

Dienstag, 26. Dezember 2017 by Wolfram
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Endlich!



Sonnwend!
Ab sofort geht’s aufwärts!

Donnerstag, 21. Dezember 2017 by Wolfram
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Schreib-Äpp



Ich hab ja einen Computer von der Firma mit dem angefressenen Fallobst. Und mit dem Klaut-Eigenleben der aktuellen Äpps komme ich nicht immer ganz zurecht. Es mag für andere Leute recht geschickt sein, wenn sie ihre Dokumente auf den Stand “vor zwei Stunden” zurücksetzen können oder dass ihre vertraulichen Dinge sicher in die Klaut hochgeladen werden, schon bevor man auf “Speichern” drückt.
Aber es ist mit dem TextEdit nicht einfach, einfach nur einfachen Text zu bearbeiten oder zu speichern, was wiederum etwas ist, was ich des öfteren benötige. Einen kleinen schnellen Texteditor.
20171210_cot_editor.jpg
Früher™ gab es zu diesem Behufe eine Äpp mit dem Namen Smultron und einem schicken Erdbeerlogo, aber irgendwie hat der sich zu einem kommerziellen Produkt für über 10 €uro verkommen. Der GEdit, mein Lieblingseditor unter Linux, läuft unter High Sierra leider nicht mehr.

Also musste eine Alternative her, und ich habe tatsächlich eine gefunden: den CotEditor. Zu finden im Äppstore hier.

Sonntag, 10. Dezember 2017 by Wolfram
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Der Koch lässt saufen



Habe ich gestern doch das ultimative Engelsaugen-Rezept vom Scheffkoch nachgebacken, und dabei sind in mir zweierlei recht unterschiedliche Erkenntnisse erwachsen.
Meine erste Erkenntnis dürfte vor allem die Frau Spätlese erfreuen: das Rezept geht auch mit Zartbitterschokolade als Füllung!
20171210_engelsaugen.jpg
Profitipps für die Zubereitung: Zum “Löcher machen” habe ich eine Art Reagenzglas verwendet. Meins hatte etwa einen Zentimeter Durchmesser und es waren bunte Schokostreusel drin, Vanilleschoten kommen auch in solchen Dingern.
Wenn man den Teig in einen zirka Zwei-€urostück-dicken Strang ausrollt und etwa Zentimeterdicke Scheiben runterschneidet, passt die Größe der Kugeln ganz gut. Beim Auslegen auf dem Blech ist auf genügend Abstand zwischen den Kugeln zu achten; die Rohlinge werden durch das Backen erstmal ordentlich flacher (und damit breiter).

Und meine zweite Erkenntnis ist, dass die Scheffkoch-Webseite inzwischen dermaßen mit Skripten und Werbung zugewuchert ist, dass sie nur noch mit Ad- und Skriptblockern erträglich ist. Das Tablett von der Firma mit dem angebissenen Apfel hat innerhalb von 20 Minuten die letzten 10% Akku versoffen.
Schade eigentlich!

by Wolfram
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