Miese Geschäftspraktik



Ich bin ja mehr der untypische Kunde für diverse (Möchtegern-)Behörden. Und zwar bin ich der Meinung, dass wenn jemand was von mir will (Geld?), dann soll er mir das sagen (Briefchen? Mailchen?). Weil dann habe ich selbst in der Hand, wann und auf welchem Wege ich das zahle. So mache ich das zum Beispiel mit der GEZ (übrigens: gez-abschaffen.de ) und auch mit diversen Versicherungen. Und so handhabe ich das auch mit der KFZ-Steuer, und ich hatte in meinem gesamten kraftfahrtechnischen Leben noch keine Probleme an der Stelle.

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Aber das Viehnantzamt - äh Finanzamt hat ja vor ein paar Jahren das Eintreiben der KFZ-Steuer abgegeben an den Zoll. Damals™ kam ein Schreiben (wenn ich mich recht erinnere), dass sich das Konto ändert und dass eine Zahlung künftig jährlich erwartet wird und dass es kein weiteres Schreiben geben werde.

Gestern nun hat mich der unerbittliche Ruf des Zolls ereilt, denn ich habe tatsächlich verschwitzt, dass zum neuen Jahr meine Steuer fällig gewesen wäre. Und was machen die Leute vom Zoll?

Diese Ommeln schicken mir direkt eine Mahnung mit Säumniszuschlägen!

Wo gibt’s denn sonst sowas?

Da könnte ich ja genausogut dem Finanzamt schreiben, dass ich ab sofort jährlich zum sagenwirmal 1. März eine Rückzahlung in Höhe von 543€ erwarte. Und dass ich automatisch zusätzlich Säumniszuschläge erwarte, wenn das nicht klappt.
Oder ich geh zum Bäcker und verlange, er muss mir ein Brötchen mehr geben, weil er mir nicht wie üblich drei Brezeln eingepackt sondern nochmal nachgefragt hat.

Ich finde auf jeden Fall, das ist daneben und benachteiligt die Nichtlastschriftler.

Freitag, 22. Januar 2016 by Wolfram
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